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Gibt es eine Blase am Bondmarkt?
17.07.13 15:33
Goldman Sachs
New York (www.anleihencheck.de) - Die Leitzinsen der wichtigsten Länder befinden sich seit langem auf einem sehr niedrigen Niveau, so die Analysten von Goldman Sachs in der aktuellen Ausgabe ihres Anlegermagazins "KnowHow".
Die Europäische Zentralbank habe vor nicht allzu langer Zeit den Leitzins von 0,75 auf 0,5 Prozent gesenkt. In den USA sei der Zins schon seit 2009 bei 0,25 Prozent, in Japan bei 0,10 Prozent und in der Schweiz bei null. Analog befänden sich die Renditen von Staatspapieren auf einem sehr geringen Niveau. Zudem würden die Zinsstrukturkurven vieler Industriestaaten recht flach verlaufen. Für Anleger bedeute das, dass sie für langlaufende Anleihen keinen deutlichen Zinsaufschlag bekommen würden.
Aktuell tauche daher die Frage auf, ob es demnächst zu einem massiven Kurssturz an den Anleihemärkten kommen könnte, wenn die Zinsen steigen sollten und damit einhergehend die Kurse vor allem langlaufender Anleihen einbrechen könnten. Konkret gefragt: Gebe es eine Blase am Bondmarkt?
Wie so oft, seien die Meinungen geteilt. Einige Experten würden fürchten, dass es tatsächlich eine Blase am Anleihenmarkt gebe, die in den kommenden Monaten oder Jahren platzen müsse. Andere seien der gegensätzlichen Meinung und würden auf absehbare Zeit nicht die Gefahr eines Kurseinbruchs sehen. Ebenso gegensätzlich werde die Politik der Notenbanken eingeschätzt. Während die einen finden würden, dass allen voran die Federal Reserve (FED) schuld an der Blase sei, würden andere meinen, dass die FED alles richtig gemacht habe. (Ausgabe 07/08 2013) (17.07.2013/alc/a/a)
Die Europäische Zentralbank habe vor nicht allzu langer Zeit den Leitzins von 0,75 auf 0,5 Prozent gesenkt. In den USA sei der Zins schon seit 2009 bei 0,25 Prozent, in Japan bei 0,10 Prozent und in der Schweiz bei null. Analog befänden sich die Renditen von Staatspapieren auf einem sehr geringen Niveau. Zudem würden die Zinsstrukturkurven vieler Industriestaaten recht flach verlaufen. Für Anleger bedeute das, dass sie für langlaufende Anleihen keinen deutlichen Zinsaufschlag bekommen würden.
Aktuell tauche daher die Frage auf, ob es demnächst zu einem massiven Kurssturz an den Anleihemärkten kommen könnte, wenn die Zinsen steigen sollten und damit einhergehend die Kurse vor allem langlaufender Anleihen einbrechen könnten. Konkret gefragt: Gebe es eine Blase am Bondmarkt?
Wie so oft, seien die Meinungen geteilt. Einige Experten würden fürchten, dass es tatsächlich eine Blase am Anleihenmarkt gebe, die in den kommenden Monaten oder Jahren platzen müsse. Andere seien der gegensätzlichen Meinung und würden auf absehbare Zeit nicht die Gefahr eines Kurseinbruchs sehen. Ebenso gegensätzlich werde die Politik der Notenbanken eingeschätzt. Während die einen finden würden, dass allen voran die Federal Reserve (FED) schuld an der Blase sei, würden andere meinen, dass die FED alles richtig gemacht habe. (Ausgabe 07/08 2013) (17.07.2013/alc/a/a)


