Erweiterte Funktionen
Heidelberger Druckmaschinen-Anleihe: High Yield-Bond mit hoher Rendite, hohes Chance-Risiko-Profil - Anleiheanalyse
20.02.14 10:54
Independent Research
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Rendite bei dem High Yield-Bond (ISIN DE000A1KQ1E2 / WKN A1KQ1E) von Heidelberger Druckmaschinen ist weiterhin hoch, so Stefan Röhle, Analyst von Independent Research.
Heidelberger Druckmaschinen sei der weltweit führende Druckmaschinenhersteller, vor allem im Bereich Bogenoffset mit einem Marktanteil von 42% (Services: 58%). Das Unternehmen produziere Präzisionsdruckmaschinen, Geräte zur Druckplattenbebilderung und Druckweiterverarbeitung sowie die dazugehörige Software. Nach langer Restrukturierung sei HeidelDruck in Q3 2013/14 (31.12.) wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Infolgedessen habe auch der Kurs des High Yield-Bonds (2011/2018) deutlich zugelegt. Die Rendite sei mit 8,19% dennoch weiterhin hoch - was die unverändert hohe Schuldenlast und den fragilen Erholungstrend der Druckindustrie widerspiegle.
HeidelDruck habe im Dezember 2013 den 2011 emittierten High Yield-Bond (Fälligkeit: April 2018; Kupon: 9,25%) auf 355 (zuvor: 304) Mio. Euro aufgestockt. Der Ausgabepreis habe 105,75% (Rendite: 7,66%) betragen. Zugleich sei der syndizierte Kreditrahmen auf 340 (zuvor: 390) Mio. Euro reduziert (weitere Senkung auf rund 277 Mio. Euro Ende 2014), jedoch bis Mitte 2017 verlängert worden. Zusätzlich finanziere sich HeidelDruck über eine Wandelanleihe in Höhe von 60 Mio. Euro (Fälligkeit: Mitte 2017).
Zum 31.12.13 habe HeidelDruck Finanzverbindlichkeiten von 419 Mio. Euro ausgewiesen. Damit sei die Kreditlinie nur zum Teil ausgeschöpft worden. Die Nettofinanzverschuldung habe zum 31.12.13 bei 271 (31.03.13: 261) Mio. Euro gelegen. Nichtsdestotrotz bleibe vor allem die Zinslast (Q3 2013/14: 16,3 Mio. Euro; 9M 2013/14: 50,4 Mio. Euro) verglichen mit dem Ertragsniveau hoch (EBIT Q3 2013/14: 16,9 Mio. Euro; 9M 2013/14: 8,2 Mio. Euro).
Der Umsatz sei um 14% auf 588 (687; Marktkonsens: 635) Mio. Euro (währungsbereinigt: -10%) gesunken. Das bereinigte EBIT habe sich auf 18 (17; Marktkonsens: 30) Mio. Euro verbessert. Dabei sei aber zu konstatieren, dass der Bereich Equipment weiterhin defizitär sei (bereinigtes EBIT: -7 (+2; Q2 2013/14: -13) Mio. Euro). Das Nettoergebnis sei mit 7 (14; Marktkonsens: 11) Mio. Euro positiv gewesen. Es sei der erste Quartalsgewinn seit Q3 2012/13 gewesen.
Der Auftragseingang sei in Q3 2013/14 um 8% (währungsbereinigt: -4%) gesunken. Die Book-to-Bill-Ratio habe damit mit 1,01 (0,94) über der wichtigen Marke von 1,0 gelegen. Der Auftragsbestand habe Ende Dezember 2013 588 (31.03.2013: 502) Mio. Euro betragen. Im Rahmen des Q3-Berichts habe HeidelDruck wieder eine Umsatz-Guidance für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht. Das Unternehmen sehe nun einen Erlösrückgang von rund 10%. Die Ergebnisziele (deutliche Verbesserung des bereinigten EBIT; positives Nettoergebnis) seien bestätigt worden. Dies impliziere für das Schlussquartal einen Nettogewinn von mindestens 41 Mio. Euro.
Als wichtig erachte der Analyst bei HeidelDruck die angekündigte strategische Partnerschaft mit Fujifilm im Bereich Inkjet-Technologie. Im Digitalgeschäft wolle der Konzern innerhalb der nächsten drei Jahre ein Umsatzpotenzial von über 200 Mio. Euro realisieren. Das mittelfristige Margenziel (bereinigte EBITDA-Marge von über 8%) halte man für zu ambitioniert.
Mit Blick auf den High Yield-Bond sei hervorzuheben, dass HeidelDruck trotz der Ertragsverbesserung einen noch negativen Free Cashflow in 9M 2013/14 von -10 (-87) Mio. Euro ausgewiesen habe - allerdings mit einer starken Verbesserung und inklusive Einmalaufwendungen in Höhe von 57 Mio. Euro. Der Ausblick des Corporate Ratings sei mittlerweile von "negativ" auf "stabil" erhöht worden. Nichtsdestotrotz liege das Unternehmensrating unverändert im deutlich spekulativen Bereich (Moody's: B3).
Das gute Chance-Risiko-Profil drückt sich in der Rendite von 8,19% aus, so Stefan Röhle, Analyst von Independent Research. (20.02.2014/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Heidelberger Druckmaschinen sei der weltweit führende Druckmaschinenhersteller, vor allem im Bereich Bogenoffset mit einem Marktanteil von 42% (Services: 58%). Das Unternehmen produziere Präzisionsdruckmaschinen, Geräte zur Druckplattenbebilderung und Druckweiterverarbeitung sowie die dazugehörige Software. Nach langer Restrukturierung sei HeidelDruck in Q3 2013/14 (31.12.) wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Infolgedessen habe auch der Kurs des High Yield-Bonds (2011/2018) deutlich zugelegt. Die Rendite sei mit 8,19% dennoch weiterhin hoch - was die unverändert hohe Schuldenlast und den fragilen Erholungstrend der Druckindustrie widerspiegle.
HeidelDruck habe im Dezember 2013 den 2011 emittierten High Yield-Bond (Fälligkeit: April 2018; Kupon: 9,25%) auf 355 (zuvor: 304) Mio. Euro aufgestockt. Der Ausgabepreis habe 105,75% (Rendite: 7,66%) betragen. Zugleich sei der syndizierte Kreditrahmen auf 340 (zuvor: 390) Mio. Euro reduziert (weitere Senkung auf rund 277 Mio. Euro Ende 2014), jedoch bis Mitte 2017 verlängert worden. Zusätzlich finanziere sich HeidelDruck über eine Wandelanleihe in Höhe von 60 Mio. Euro (Fälligkeit: Mitte 2017).
Zum 31.12.13 habe HeidelDruck Finanzverbindlichkeiten von 419 Mio. Euro ausgewiesen. Damit sei die Kreditlinie nur zum Teil ausgeschöpft worden. Die Nettofinanzverschuldung habe zum 31.12.13 bei 271 (31.03.13: 261) Mio. Euro gelegen. Nichtsdestotrotz bleibe vor allem die Zinslast (Q3 2013/14: 16,3 Mio. Euro; 9M 2013/14: 50,4 Mio. Euro) verglichen mit dem Ertragsniveau hoch (EBIT Q3 2013/14: 16,9 Mio. Euro; 9M 2013/14: 8,2 Mio. Euro).
Der Auftragseingang sei in Q3 2013/14 um 8% (währungsbereinigt: -4%) gesunken. Die Book-to-Bill-Ratio habe damit mit 1,01 (0,94) über der wichtigen Marke von 1,0 gelegen. Der Auftragsbestand habe Ende Dezember 2013 588 (31.03.2013: 502) Mio. Euro betragen. Im Rahmen des Q3-Berichts habe HeidelDruck wieder eine Umsatz-Guidance für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht. Das Unternehmen sehe nun einen Erlösrückgang von rund 10%. Die Ergebnisziele (deutliche Verbesserung des bereinigten EBIT; positives Nettoergebnis) seien bestätigt worden. Dies impliziere für das Schlussquartal einen Nettogewinn von mindestens 41 Mio. Euro.
Als wichtig erachte der Analyst bei HeidelDruck die angekündigte strategische Partnerschaft mit Fujifilm im Bereich Inkjet-Technologie. Im Digitalgeschäft wolle der Konzern innerhalb der nächsten drei Jahre ein Umsatzpotenzial von über 200 Mio. Euro realisieren. Das mittelfristige Margenziel (bereinigte EBITDA-Marge von über 8%) halte man für zu ambitioniert.
Mit Blick auf den High Yield-Bond sei hervorzuheben, dass HeidelDruck trotz der Ertragsverbesserung einen noch negativen Free Cashflow in 9M 2013/14 von -10 (-87) Mio. Euro ausgewiesen habe - allerdings mit einer starken Verbesserung und inklusive Einmalaufwendungen in Höhe von 57 Mio. Euro. Der Ausblick des Corporate Ratings sei mittlerweile von "negativ" auf "stabil" erhöht worden. Nichtsdestotrotz liege das Unternehmensrating unverändert im deutlich spekulativen Bereich (Moody's: B3).
Das gute Chance-Risiko-Profil drückt sich in der Rendite von 8,19% aus, so Stefan Röhle, Analyst von Independent Research. (20.02.2014/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



