Heute im Fokus: Nationale Inflationsraten


27.02.26 08:40
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Morgen richten die Akteure die Blicke zwar auch auf die deutschen Arbeitsmarktzahlen des endenden Monats, das Hauptinteresse gilt aber wohl der Entwicklung der Verbraucherpreisindizes im Februar sowohl in Deutschland als auch in Spanien und Frankreich, wo die Daten bereits am frühen Vormittag veröffentlicht werden, so die Analysten der Helaba.

Kaum Entspannung dürfte es im auslaufenden Monat an den Tankstellen gegeben haben, wobei der jüngste Anstieg der Benzin- und Dieselpreise aber jahreszeitlich kein ungewöhnliches Ausmaß gehabt habe. Dementsprechend sei hierzulande trotz eines kräftigen monatlichen Plus von 0,4% sogar mit einer leichten Abwärtsbewegung der Inflationsrate zu rechnen. Mit Werten um 2% sei von einer Zielerreichung zu sprechen, sofern sich dies auch auf europäischer Ebene zeige. Während in Frankreich die Inflationsrate deutlich unter 1% gelegen habe und nun etwas zulegen dürfte, bewege sich die spanische Teuerungsrate ebenfalls im Zielbereich und werde leicht rückläufig bei 2,2% erwartet. Per saldo würden sich die Währungshüter im Frankfurter Ostend wohl nicht unter Druck sehen, von ihrer bisherigen, abwartenden Haltung abzuweichen.

In den USA würden die Erzeugerpreise Beachtung finden und der Chicago PMI gebe einen letzten Hinweis auf den am Montag zur Veröffentlichung anstehenden ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes. Da der Chicago-PMI im Januar bereits kräftig zugelegt habe, werde nun mit einem Rücksetzer gerechnet. Wichtig für die Stimmungslage wäre es wohl, dabei oberhalb der Wachstumsschwelle zu bleiben. (27.02.2026/alc/a/a)