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Heute im Fokus: US-Daten, Fed-Redner und Zinsfantasie


19.02.26 09:07
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die in der letzten Zeit veröffentlichten US-Daten haben die Zinserwartungen beeinflusst, mal wurde die Senkungsfantasie gedämpft, mal forciert, so die Analysten der Helaba.

Letztlich würden Marktteilnehmer aber darauf setzen, dass die US-Notenbank mit Kevin Warsh, der im Mai den Vorsitz übernehmen solle, das Leitzinsband bis zum Ende dieses Jahres um mindestens 50 Basispunkte auf 3,00% bis 3,25% senken werde. Noch sei völlig unklar, ob Warsh eine deutlich expansive Geldpolitik im Sinne von Trump durchzusetzen wollen werde und können werde. Die Mehrheit der FOMC-Mitglieder stelle bislang nämlich eine zunächst unveränderte Geldpolitik in Aussicht. Demnach sei wegen der noch oberhalb des Fed-Ziels liegenden Inflationsrate eine leicht restriktive Geldpolitik angebracht. Auch die heute anstehenden Fed-Redner hätten sich in der jüngeren Vergangenheit gegen schnelle Zinssenkungen ausgesprochen. Neben der inflationären Entwicklung spiele aber auch das konjunkturelle Umfeld für die Geldpolitik eine wichtige Rolle und daher würden neue Daten mit Interesse verfolgt.

Heute würden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Informationen über den Zustand am Arbeitsmarkt liefern. In der Vorwoche sei die Zahl der Erstanträge leicht gesunken, es gebe demnach also keinen Anstiegstrend. Zudem sei das Niveau niedrig und mit einem soliden Beschäftigungsaufbau vereinbar. Zeitgleich werde der Philadelphia-Fed-Index veröffentlicht. Das Pendant der Fed von New York habe sich nur leicht abgeschwächt und liege oberhalb der Expansionsschwelle. In Philadelphia könnte es ebenfalls zu einer kleinen Korrektur gekommen sein, nachdem sich die Stimmung im Vormonat überraschend deutlich aufgehellt habe. Grund für eine Forcierung der Zinssenkungserwartungen werde es nach Einschätzung der Analysten nicht geben. (19.02.2026/alc/a/a)