Heute im Fokus: US-Inflation


10.10.24 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank wird die Leitzinsen wohl weiter senken, wenngleich sich die Währungshüter nicht auf einen bestimmten Zinspfad vorab festlegen lassen und von Sitzung zu Sitzung in Abhängigkeit der Datenlage entscheiden wollen, so die Analysten der Helaba.

Hinweise auf eine merkliche Abkühlung der konjunkturellen Dynamik habe es zuletzt aber nicht gegeben, und auch die Lage am Arbeitsmarkt könne noch als solide bezeichnet werden. Heute würden die Inflationsdaten im Mittelpunkt des Interesses stehen. Hier stelle sich die Frage, ob die Notenbanker in ihrer Zuversicht bestätigt würden, dass sich die Teuerung in Richtung des Zielwertes von zwei Prozent bewege.

Im September dürfte sich die Disinflation fortgesetzt haben. So würden die gesunkenen Benzinpreise Entlastung an den Tankstellen bringen. Die Analysten würden mit einem nur moderaten Vormonatsplus in Höhe von 0,1% rechnen, sodass die Jahresinflationsrate wegen eines günstigen Basiseffekts weiter zurückkommen dürfte. Bei den Kernpreisen würden sie ebenfalls moderate Entwicklungen sehen, wobei die Jahresrate vermutlich bei 3,2% stagnieren werde. Insgesamt würden die Inflationsdaten der Fed eine weitere Lockerung der restriktiven Geldpolitik ermöglichen, zumal die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wohl zunehmen würden. Mit einer Forcierung der Zinssenkungserwartungen sei aber nicht zu rechnen.

Zum einen würden die Analysten bei der Teuerung keine Überraschung auf der Unterseite ausmachen, zum anderen hätten die Energiepreise seit Ende September unter Schwankungen wieder deutlich angezogen, sodass von der Seite zunächst kein dämpfender Effekt mehr ausgehen dürfte. Daher wundere es nicht, dass vonseiten der Währungshüter zuletzt eher vorsichtigere Töne bezüglich Zinssenkungen zu vernehmen gewesen seien. Eine erneute Reduzierung des Leitzinsbandes um 50 BP zeichne sich derzeit nicht ab. (10.10.2024/alc/a/a)