Heute im Fokus: ifo, Inflation und US-Daten


25.11.24 08:38
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die neue Woche startet mit der Veröffentlichung des ifo Geschäftsklimas Deutschland, so die Analysten der Helaba.

Die Vorgaben für die wohl bekannteste deutsche Unternehmensumfrage seien negativ. So hätten die ZEW-Salden der Konjunkturerwartungen und der Lagebeurteilungen nachgegeben, auch die am Freitag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes hätten nicht überzeugen können. Zwar habe es im Industriesektor eine kleine Verbesserung gegeben, der Servicesektor habe sich allerdings deutlich abgeschwächt. Daher sollten die Erwartungen für den ifo-Index nicht zu hochgesteckt werden. Zudem sei das Indexniveau noch sehr niedrig.

Eine Trendwende zum Besseren zeichne sich für die deutsche Wirtschaft noch nicht ab, und entsprechend blieben die Zinssenkungserwartungen bezüglich der Europäischen Zentralbank präsent. Dem würden die im Wochenverlauf anstehenden, vorläufigen Verbraucherpreise in EWU-Ländern und in der Eurozone selbst wohl nicht entgegensprechen. Der Preisdruck dürfte im Vormonatsvergleich nachgelassen haben, allerdings spreche ein ungünstiger Basiseffekt für einen Anstieg der Jahresteuerungsrate, worüber die EZB wohl hinwegsehen würde.

In den USA würden die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter am Dienstag sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für Aufmerksamkeit sorgen, die wegen Thanksgiving bereits am Mittwoch veröffentlicht würden. Letztere hätten in den letzten Wochen mit rückläufigen Werten positiv überrascht, sodass es keine Hinweise auf eine sich abschwächende Dynamik des Beschäftigungsaufbaus gebe. Die Konsumausgaben mit den dazugehörigen Deflatoren (PCE) würden den US-Datenkranz abrunden. Die Zahlen würden wohl den von der Fed favorisierten Ansatz einer vorsichtigen Gangart bezüglich weiterer Leitzinssenkungen unterstützen. (25.11.2024/alc/a/a)