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High Yield-Anleihen: Technisch oder fundamental begründete Volatilität?
02.09.14 11:31
Franklin Templeton
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zur Volatilität auf den High-Yield-Märkten äußern sich in letzter Zeit diverse Experten, aber auch die Massenmedien, berichten die Experten von Franklin Templeton.
In solchen Phasen halte man es für klug, Einflussfaktoren auf die Marktkurse aus einer gewissen Distanz objektiv zu betrachten. Ursprüngliche Ursache der Marktvolatilität seien Abflüsse aus ETFs, womöglich als Reaktion auf verschärfte geopolitische Spannungen oder Ungewissheit um das Tempo des Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank Federal Reserve gewesen. Auf diese ersten Bewegungen seien Abflüsse aus aktiv gemanagten Produkten für Privatanleger gefolgt.
Aus markttechnischer Sicht würden manche Marktbeobachter mangelnde Liquidität im High-Yield- und im Leveraged-Loan-Sektor als Grund für erhöhte Volatilität erachten. Daher empfiehlt sich derzeit ein prüfender Blick auf die uns vorliegenden Daten, so die Experten von Franklin Templeton. In jüngerer Zeit gab es zwei spürbare Volatilitätsauslöser - erstmals im Frühjahr 2013, als sich der "Drosselungsschock" auf viele festverzinsliche Sektoren auswirkte, aber auch in jüngerer Zeit, als wir Abflüsse in beträchtlicher Höhe aus den hochverzinslichen Sektoren verzeichneten, so die Experten von Franklin Templeton. Nach Erachten der Experten seien diese beiden Vorkommnisse geeignete Testballons für das Potenzial des Marktes, unter Belastung weiterhin zu funktionieren.
Generell habe man beobachtet, dass das Liquiditätsniveau im System zwar nicht so hoch sei wie vor der Finanzkrise und die Bestände der Händler an hochverzinslichen Papieren geschwunden seien, doch der Markt die Abflüsse relativ effizient habe absorbieren können. Eine gewisse Volatilität und kurzfristiger Preisdruck seien dadurch natürlich ausgelöst worden, doch die Experten hätten auch eine Bereitschaft nicht traditioneller Käufer wahrgenommen, in die Bresche zu springen - wenngleich auf etwas niedrigerem Niveau. Die Experten von Franklin Templeton behaupten daher nicht, dass verminderte Liquidität keine Wirkung auf Preise und Volatilität hätte - aber sie hat den Markt auch nicht so stark beeinträchtigt, dass er nicht mehr richtig funktioniert.
Fundamental betrachtet hätten erste Zahlen fürs US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal nach unerwarteter Schwäche in der Vorperiode auf eine relativ kräftige Erholung hingewiesen. Insbesondere erkenne man deutliche Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, während die Umfragen im Produktions- und Dienstleistungsgewerbe allgemein ebenfalls optimistisch ausgefallen seien. Da die meisten Unternehmen ihre Zweitquartalsergebnisse bereits vorgelegt haben, stellen die Experten von Franklin Templeton außerdem insgesamt Umsatz- und Ertragszuwächse fest. Hinzu kämen im historischen Vergleich nach wie vor extrem niedrige Ausfallquoten. Daher ergebe die Beurteilung der Experten intakte fundamentale Voraussetzungen für Anleihen. Kürzerfristige Volatilität würden die Experten aber nicht ausschließen.
Nach Erachten der Experten von Franklin Templeton zeigt sich die hochverzinsliche Vermögensklasse 2014 bislang recht robust, was angesichts der vorhandenen geopolitischen Turbulenzen nicht selbstverständlich ist. Außerdem hätten sich die High-Yield-Spreads deutlich verengt, wenngleich sie noch über dem historisch knappen Vorkrisenniveau lägen. Unter solchen Bedingungen würden manche Anleger nach Erachten der Experten allmählich selbstgefällig. Wenn Volatilitätsschübe dazu beitragen würden, dass solche Anleger ihre Risikotoleranz überdenken würden, könnten wiederkehrende Rücksetzer nach Ansicht der Experten durchaus gesund sein. (Ausgabe vom 26.08.2014) (02.09.2014/alc/a/a)
In solchen Phasen halte man es für klug, Einflussfaktoren auf die Marktkurse aus einer gewissen Distanz objektiv zu betrachten. Ursprüngliche Ursache der Marktvolatilität seien Abflüsse aus ETFs, womöglich als Reaktion auf verschärfte geopolitische Spannungen oder Ungewissheit um das Tempo des Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank Federal Reserve gewesen. Auf diese ersten Bewegungen seien Abflüsse aus aktiv gemanagten Produkten für Privatanleger gefolgt.
Generell habe man beobachtet, dass das Liquiditätsniveau im System zwar nicht so hoch sei wie vor der Finanzkrise und die Bestände der Händler an hochverzinslichen Papieren geschwunden seien, doch der Markt die Abflüsse relativ effizient habe absorbieren können. Eine gewisse Volatilität und kurzfristiger Preisdruck seien dadurch natürlich ausgelöst worden, doch die Experten hätten auch eine Bereitschaft nicht traditioneller Käufer wahrgenommen, in die Bresche zu springen - wenngleich auf etwas niedrigerem Niveau. Die Experten von Franklin Templeton behaupten daher nicht, dass verminderte Liquidität keine Wirkung auf Preise und Volatilität hätte - aber sie hat den Markt auch nicht so stark beeinträchtigt, dass er nicht mehr richtig funktioniert.
Fundamental betrachtet hätten erste Zahlen fürs US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal nach unerwarteter Schwäche in der Vorperiode auf eine relativ kräftige Erholung hingewiesen. Insbesondere erkenne man deutliche Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, während die Umfragen im Produktions- und Dienstleistungsgewerbe allgemein ebenfalls optimistisch ausgefallen seien. Da die meisten Unternehmen ihre Zweitquartalsergebnisse bereits vorgelegt haben, stellen die Experten von Franklin Templeton außerdem insgesamt Umsatz- und Ertragszuwächse fest. Hinzu kämen im historischen Vergleich nach wie vor extrem niedrige Ausfallquoten. Daher ergebe die Beurteilung der Experten intakte fundamentale Voraussetzungen für Anleihen. Kürzerfristige Volatilität würden die Experten aber nicht ausschließen.
Nach Erachten der Experten von Franklin Templeton zeigt sich die hochverzinsliche Vermögensklasse 2014 bislang recht robust, was angesichts der vorhandenen geopolitischen Turbulenzen nicht selbstverständlich ist. Außerdem hätten sich die High-Yield-Spreads deutlich verengt, wenngleich sie noch über dem historisch knappen Vorkrisenniveau lägen. Unter solchen Bedingungen würden manche Anleger nach Erachten der Experten allmählich selbstgefällig. Wenn Volatilitätsschübe dazu beitragen würden, dass solche Anleger ihre Risikotoleranz überdenken würden, könnten wiederkehrende Rücksetzer nach Ansicht der Experten durchaus gesund sein. (Ausgabe vom 26.08.2014) (02.09.2014/alc/a/a)


