Erweiterte Funktionen
High Yield bleibt bevorzugte Assetklasse
23.08.13 14:03
ING Investment Management
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Im Juli stabilisierten sich die Rentenmärkte wieder, so die Experten von ING Investment Management.
Dem sei eine wechselhafte Phase vorausgegangen, deren Volatilität vor allem durch die Unsicherheit im Hinblick auf die weitere Geldpolitik in den USA bedingt gewesen sei. Inzwischen seien die Spreads auf vielen Märkten bereits wieder auf ihr vorheriges Niveau gesunken. Die Zinsen auf zehnjährige Bundesanleihen und US-Treasuries seien seit Ende Juni dagegen weiter gestiegen. Die Renditeaufschläge bei Hochverzinslichen seien zurückgegangen, während die Anleiherenditen zugelegt hätten.
Die Kombination aus höheren Renditen und engeren Spreads mache Sinn, da höhere Anleiherenditen häufig Ausdruck besserer Wirtschaftsdaten seien. Eine dynamische Wirtschaft sei auch für die Unternehmensgesundheit positiv. Insofern dürften Unternehmensanleihen von solideren Bilanzen und geringerem Ausfallrisiko profitieren.
So würden die Experten die Situation auch jetzt einschätzen. An den entwickelten Märkten würden sich die Konjunkturdaten verbessern, während die Unternehmenserträge die Talsohle hinter sich hätten. Stabile Wirtschaftsindikatoren seien letztlich gleichbedeutend mit fallenden Spreads und einer Outperformance gegenüber Staatsanleihen.
Die negative Korrelation zwischen Credit-Spreads und Treasury-Renditen impliziere, dass die Wirkung steigender Staatsanleiherenditen auf die Erträge von Kreditinstrumenten davon abhänge, inwieweit die Spread-Verengung ein Gegengewicht bilde. Hier gebe es einen klaren Unterschied zwischen Investment Grade Credits (IGC) und High Yield (HY) Bonds.
Die Experten hätten 15 Perioden seit 1988 untersucht, in denen die Staatsanleiherenditen gestiegen seien. High Yields hätten in einem solchen Umfeld tendenziell positive (annualisierte) Ergebnisse abgeworfen. Grund sei vor allem der relativ große Renditeabstand gegenüber Staatsanleihen (die sogenannte "Carry") und die Verengung der Spreads gewesen. Bei IGC hätten die engeren Spreads den Anstieg der Anleiherenditen nicht ausgleichen können. Im Ergebnis sei es zu höheren Renditen und negativen Erträgen gekommen.
Der strukturelle Vorteil Hochverzinslicher gegenüber anderen Anleiheformen sei der Anlegerschaft nicht entgangen. Nach beträchtlichen Abflüssen im Mai und Juni würden Hochverzinsliche jetzt wieder erhebliches Interesse verzeichnen. Solide Unternehmensbilanzen, historisch niedrige Ausfallraten und relativ hohe Spreads seien die Hauptgründe, warum die Experten Hochverzinslichen im Anleiheuniversum den Vorzug geben würden. Bei IGC seien die Experten neutral. (23.08.2013/alc/a/a)
Dem sei eine wechselhafte Phase vorausgegangen, deren Volatilität vor allem durch die Unsicherheit im Hinblick auf die weitere Geldpolitik in den USA bedingt gewesen sei. Inzwischen seien die Spreads auf vielen Märkten bereits wieder auf ihr vorheriges Niveau gesunken. Die Zinsen auf zehnjährige Bundesanleihen und US-Treasuries seien seit Ende Juni dagegen weiter gestiegen. Die Renditeaufschläge bei Hochverzinslichen seien zurückgegangen, während die Anleiherenditen zugelegt hätten.
Die Kombination aus höheren Renditen und engeren Spreads mache Sinn, da höhere Anleiherenditen häufig Ausdruck besserer Wirtschaftsdaten seien. Eine dynamische Wirtschaft sei auch für die Unternehmensgesundheit positiv. Insofern dürften Unternehmensanleihen von solideren Bilanzen und geringerem Ausfallrisiko profitieren.
Die negative Korrelation zwischen Credit-Spreads und Treasury-Renditen impliziere, dass die Wirkung steigender Staatsanleiherenditen auf die Erträge von Kreditinstrumenten davon abhänge, inwieweit die Spread-Verengung ein Gegengewicht bilde. Hier gebe es einen klaren Unterschied zwischen Investment Grade Credits (IGC) und High Yield (HY) Bonds.
Die Experten hätten 15 Perioden seit 1988 untersucht, in denen die Staatsanleiherenditen gestiegen seien. High Yields hätten in einem solchen Umfeld tendenziell positive (annualisierte) Ergebnisse abgeworfen. Grund sei vor allem der relativ große Renditeabstand gegenüber Staatsanleihen (die sogenannte "Carry") und die Verengung der Spreads gewesen. Bei IGC hätten die engeren Spreads den Anstieg der Anleiherenditen nicht ausgleichen können. Im Ergebnis sei es zu höheren Renditen und negativen Erträgen gekommen.
Der strukturelle Vorteil Hochverzinslicher gegenüber anderen Anleiheformen sei der Anlegerschaft nicht entgangen. Nach beträchtlichen Abflüssen im Mai und Juni würden Hochverzinsliche jetzt wieder erhebliches Interesse verzeichnen. Solide Unternehmensbilanzen, historisch niedrige Ausfallraten und relativ hohe Spreads seien die Hauptgründe, warum die Experten Hochverzinslichen im Anleiheuniversum den Vorzug geben würden. Bei IGC seien die Experten neutral. (23.08.2013/alc/a/a)


