Inflation: Eurozone sinkt, Tschechien steigt


21.10.24 12:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die durchschnittliche Inflationsrate in den Ländern der Europäischen Union sank von 2,4% im August auf 2,1% im September, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

In Tschechien hingegen sei die Inflation von 2,2% auf 2,6% gestiegen. Die niedrigste Inflation mit 0% habe im September Irland verzeichnet. Rumänien hingegen weise mit 4,8% die höchste Inflationsrate auf. Die hohen Lebensmittel- und Treibstoffpreise bereiteten den tschechischen Verbraucher weiterhin Sorgen. Auch die relativ schwache Tschechische Krone (EUR/CZK sei seit Monaten über 25,200) wirke proinflationär. Der hohe Wechselkurs mache neben Diesel und Benzin auch Energieimporte besonders teuer.

Der Leitzins der Tschechischen Nationalbank liege aktuell bei 4,25%. Die nächste Zinssitzung finde am 7. November statt. Aufgrund der vorherrschenden wirtschaftlichen Situation in Tschechien forderten immer mehr Unternehmen eine Senkung der Zinsen, um die Wirtschaft zu entlasten. Dies sei keine leichte Aufgabe für die Tschechische Nationalbank Anfang November. (21.10.2024/alc/a/a)