Inflation in Österreich auf 4,5 Prozent gesunken


23.02.24 15:15
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Österreich zählt jedoch zu den Ländern mit der höchsten Inflation in Europa, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Januar 2024 lag die Teuerung in Österreich bei 4,5 Prozent und damit auf dem tiefsten Wert seit Dezember 2021. Im Januar 2023 hätten sich die Konsumenten noch mit Preissteigerungen von 11,2 Prozent konfrontiert gesehen. Verantwortlich für den Rückgang sei vor allem die Verbilligung der Haushaltsenergie. Und ohne Hotels und Restaurants, bei denen Preise diesen Januar mit durchschnittlich plus 9,1 Prozent besonders stark angezogen seien, wäre nur eine Inflation von 3,3 Prozent verzeichnet worden. Das gehe aus neuen Daten der Statistik Austria hervor.

Wer gefühlsmäßig annehme, dass die Teuerung das Geldbörsl doch etwas stärker belaste, irre nicht: Die alltäglichen Konsum-Zwischenstopps und der Wocheneinkauf hätten sich tatsächlich erneut merkbar verteuert. Im Mikrowarenkorb, der den täglichen Einkauf widerspiegele und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthalte, seien die Preise im Januar zum Vorjahr um 6,5 Prozent und zum Vormonat Dezember um 7,2 Prozent gestiegen. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs 2024, der einen wöchentlichen Einkauf abbilde und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe beinhalte, sei im Jahresvergleich um fünf Prozent und zum Dezember um 5,8 Prozent gestiegen.

Im Gesamtjahr 2023 habe die Inflationsrate laut Statistik Austria noch bei 7,8 Prozent gelegen. 2022 seien es 8,6 Prozent gewesen. Ähnlich hohe Teuerungsraten hätten die Österreicher zuletzt in den Jahren 1974 (9,5 Prozent) und 1975 (8,4 Prozent) hinnehmen müssen. Im Jahresverlauf 2023 sei die Teuerung von 11,2 Prozent im Januar auf 5,3 Prozent im November gesunken, um im Dezember auf 5,6 Prozent zu steigen.

Österreich zähle zu den Ländern, in denen die Inflation langsam zurückgehe. Der Grund dafür liegte n der hohen Abhängigkeit von Energieimporten. (Ausgabe vm 22.02.2024) (23.02.2024/alc/a/a)