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Interpretation von Jackson Hole
29.08.23 10:45
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Da die Inflationsraten nach wie vor zu hoch sind, bleibt eine restriktive Geldpolitik vorerst notwendig, so das Fazit von FED-Präsident Jerome Powell als auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem Jackson Hole Economic Symposium vergangene Woche, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.
Damit würden die Hoffnungen auf ein Ende des laufenden US-Zinserhöhungszyklus vorerst enttäuscht bleiben. Denn auch die FED könnte die Leitzinsen noch weiter anheben, wenn die Daten zu Inflation, Arbeitsmarkt und Wachstum dieses nahelegen würden.
Die eigentliche Erkenntnis von Jackson Hole ist damit: Auch die Notenbanken wissen in einem Umfeld diverser struktureller Umbrüche und fundamentaler Veränderungen, die volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Wirkungsketten verändern, nicht genau, wann und wie sich ihr bisheriger Zinserhöhungszyklus auf die Realwirtschaft auswirkt, so die Analysten von DONNER & REUSCHEL.
Das beste Beispiel seien die weiterhin sehr robusten Arbeitsmärkte mit hohen Beschäftigungsraten trotz einer immer offensichtlicheren globalen Konjunkturschwäche. Neben dem daraus resultierenden Lohnerhöhungsdruck würden aber auch zunehmender Protektionismus, der Umbau von Lieferketten sowie Strukturbrüche an den Energie- und Rohstoffmärkten, allen voran die Abkopplung vieler Industriestaaten von russischem Gas, für nur scher berechenbare Rückwirkungen auf die Inflation sorgen. Entsprechend würden Notenbanken ihre geldpolitische Ausrichtung weiterhin datenabhängig von Sitzung zu Sitzung festlegen und damit ein dauerhafter Unsicherheitsfaktor an den Börsen bleiben.
Vor diesem Hintergrund richte sich der Blick auf die Veröffentlichung der Daten zum US-Arbeitsmarkt im August, die PCE-Preisentwicklung in den USA sowie die Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone, die allesamtfür Kursbewegungen sorgen könnten. Dabei gelte generell: Anzeichen für eine wirtschaftliche Abschwächung dürften Inflationserwartungen dämpfen und damit die erhoffte Zinserhöhungspause näher rücken lassen - ganz wie Powell es sinngemäß formuliert habe: es brauche eine längere Phase wirtschaftlicher Schwäche, um den noch vorhandenen Inflationsdruck zu brechen. (29.08.2023/alc/a/a)
Damit würden die Hoffnungen auf ein Ende des laufenden US-Zinserhöhungszyklus vorerst enttäuscht bleiben. Denn auch die FED könnte die Leitzinsen noch weiter anheben, wenn die Daten zu Inflation, Arbeitsmarkt und Wachstum dieses nahelegen würden.
Das beste Beispiel seien die weiterhin sehr robusten Arbeitsmärkte mit hohen Beschäftigungsraten trotz einer immer offensichtlicheren globalen Konjunkturschwäche. Neben dem daraus resultierenden Lohnerhöhungsdruck würden aber auch zunehmender Protektionismus, der Umbau von Lieferketten sowie Strukturbrüche an den Energie- und Rohstoffmärkten, allen voran die Abkopplung vieler Industriestaaten von russischem Gas, für nur scher berechenbare Rückwirkungen auf die Inflation sorgen. Entsprechend würden Notenbanken ihre geldpolitische Ausrichtung weiterhin datenabhängig von Sitzung zu Sitzung festlegen und damit ein dauerhafter Unsicherheitsfaktor an den Börsen bleiben.
Vor diesem Hintergrund richte sich der Blick auf die Veröffentlichung der Daten zum US-Arbeitsmarkt im August, die PCE-Preisentwicklung in den USA sowie die Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone, die allesamtfür Kursbewegungen sorgen könnten. Dabei gelte generell: Anzeichen für eine wirtschaftliche Abschwächung dürften Inflationserwartungen dämpfen und damit die erhoffte Zinserhöhungspause näher rücken lassen - ganz wie Powell es sinngemäß formuliert habe: es brauche eine längere Phase wirtschaftlicher Schwäche, um den noch vorhandenen Inflationsdruck zu brechen. (29.08.2023/alc/a/a)


