Japan: Leitzinssatz seit Anfang 2016 unverändert behalten


28.06.23 10:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der Japanische Yen wertet kontinuierlich ab, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Gestern sei der Kurs EUR/JPY bis auf 157,80 gestiegen. So schwach sei der Yen zuletzt in der Finanzkrise im Jahr 2008 gewesen. Nur seit Jahresbeginn habe er gegenüber dem Euro um 12% abgewertet. Die japanische Wirtschaft entwickele sich dabei nicht schlecht. Laut Bloomberg werde für dieses Jahr ein reales Wirtschaftswachstum um 1,2% prognostiziert - deutlich mehr als für den Euroraum. Der japanische Börsenindex Nikkei 225 habe seit Jahresbeginn die beste Performance unter den Aktienindices der Industrieländer verzeichnet.

Für die anhaltende Abwertung der Währung sorge die Bank of Japan, die im Gegensatz zu anderen Zentralbanken der Industrieländer noch nicht einmal angefangen habe, die Zinsen zu erhöhen. Sie behalte den Leitzinssatz seit Anfang 2016 unverändert bei -0,10%, um die nach 30 Jahren zurückkehrende moderate Inflation nicht im Keim zu ersticken. Sobald sie beginne, die ultralockere Geldpolitik zu straffen, dürfte sich der Yen schnell erholen. (28.06.2023/alc/a/a)




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