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Keine klaren Signale an den Märkten
06.11.24 11:45
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Die USA haben gewählt, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.
Vielleicht noch nie sei ein Wahlkampf so kontrovers geführt worden und vielleicht noch nie habe er so viele andere Themen überdeckt, wie dieses Mal. Dabei gebe es an den Börsen durchaus noch andere Themen. Es dürfte vermutlich auch noch eine Weile dauern, bis alle Stimmen ausgezählt seien und klar sei, wer im Januar vereidigt werde.
Norbert Frey, Leiter Fondsmanagement der Fürst Fugger Privatbank: "Sowohl an der Konjunkturfront wie auch am Rentenmarkt geht einiges vor sich, was durch die Wahlen in den Hintergrund gerückt ist." So erscheine die Entwicklung der Renditen am US-Rentenmarkt merkwürdig - zumindest auf den ersten Blick. Nach der starken ersten Zinssenkung der Fed von 50 Basispunkten, hätten sich die Renditen nicht wie erhofft weiter nach unten entwickelt. Stattdessen lägen sie erneut deutlich über 4 Prozent. Und auch an den Aktienmärkten mache sich die Sorge breit, dass die konjunkturelle Entwicklung stärker auf den Kursen lasten könnte, als von vielen erwartet oder erhofft.
"Vor allem das weiterhin hohe Wachstumstempo schürt Sorgen, was das Ausmaß künftiger Zinssenkungen der US-Notenbank angeht", sage Norbert Frey. Die Währungshüter seien bestrebt, mit einer straffen Geldpolitik die hohe Inflation in Schach zu halten, ohne dabei die Konjunktur abzuwürgen. Aber, so Frey: "Die starken Konjunkturdaten in den USA lassen Zweifel an einer Fortsetzung der Fed-Politik aufkommen." Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Renditen länger laufender US-Anleihen so gestiegen seien, wie zuletzt. Brisanterweise finde die nächste Fed-Sitzung bereits 2 Tage nach dem Wahltag statt.
"Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich das Wachstum in den USA mittelfristig verlangsamt. Es gibt aber weder für eine sanfte noch für eine harte Landung der Wirtschaft wirklich klare Anzeichen", erläutere Frey. Dem stünden sowohl der robuste Arbeitsmarkt als auch die rückläufige Inflation entgegen. In Erwartung weiterer Zinssenkungen steige bei den Verbrauchern vielmehr die Bereitschaft zu vermehrten Konsumausgaben, einschließlich der Nachfrage nach Immobilien. Von der künftigen US-Regierung seien allerdings auf kurze Sicht keine größeren Wachstumsimpulse zu erwarten. Unter einer Trump-Regierung dürften jedoch Wachstum und Zölle höher ausfallen, aber auch die Inflation. Die Folge seien eine zinspolitisch vorsichtigere Fed und anhaltende Unsicherheit an den Börsen.
Zitate Norbert Frey, Leiter Fondsmanagement der Fürst Fugger Privatbank:
- "Sowohl an der Konjunkturfront wie auch am Rentenmarkt geht einiges vor sich, was durch die Wahlen in den Hintergrund gerückt ist."
- "Vor allem das weiterhin hohe Wachstumstempo schürt Sorgen, was das Ausmaß künftiger Zinssenkungen der US-Notenbank angeht."
- "Die starken Konjunkturdaten in den USA lassen Zweifel an einer Fortsetzung der Fed-Politik aufkommen."
- "Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich das Wachstum in den USA mittelfristig verlangsamt. Es gibt aber weder für eine sanfte noch für eine harte Landung der Wirtschaft wirklich klare Anzeichen." (06.11.2024/alc/a/a)
Vielleicht noch nie sei ein Wahlkampf so kontrovers geführt worden und vielleicht noch nie habe er so viele andere Themen überdeckt, wie dieses Mal. Dabei gebe es an den Börsen durchaus noch andere Themen. Es dürfte vermutlich auch noch eine Weile dauern, bis alle Stimmen ausgezählt seien und klar sei, wer im Januar vereidigt werde.
Norbert Frey, Leiter Fondsmanagement der Fürst Fugger Privatbank: "Sowohl an der Konjunkturfront wie auch am Rentenmarkt geht einiges vor sich, was durch die Wahlen in den Hintergrund gerückt ist." So erscheine die Entwicklung der Renditen am US-Rentenmarkt merkwürdig - zumindest auf den ersten Blick. Nach der starken ersten Zinssenkung der Fed von 50 Basispunkten, hätten sich die Renditen nicht wie erhofft weiter nach unten entwickelt. Stattdessen lägen sie erneut deutlich über 4 Prozent. Und auch an den Aktienmärkten mache sich die Sorge breit, dass die konjunkturelle Entwicklung stärker auf den Kursen lasten könnte, als von vielen erwartet oder erhofft.
"Vor allem das weiterhin hohe Wachstumstempo schürt Sorgen, was das Ausmaß künftiger Zinssenkungen der US-Notenbank angeht", sage Norbert Frey. Die Währungshüter seien bestrebt, mit einer straffen Geldpolitik die hohe Inflation in Schach zu halten, ohne dabei die Konjunktur abzuwürgen. Aber, so Frey: "Die starken Konjunkturdaten in den USA lassen Zweifel an einer Fortsetzung der Fed-Politik aufkommen." Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Renditen länger laufender US-Anleihen so gestiegen seien, wie zuletzt. Brisanterweise finde die nächste Fed-Sitzung bereits 2 Tage nach dem Wahltag statt.
Zitate Norbert Frey, Leiter Fondsmanagement der Fürst Fugger Privatbank:
- "Sowohl an der Konjunkturfront wie auch am Rentenmarkt geht einiges vor sich, was durch die Wahlen in den Hintergrund gerückt ist."
- "Vor allem das weiterhin hohe Wachstumstempo schürt Sorgen, was das Ausmaß künftiger Zinssenkungen der US-Notenbank angeht."
- "Die starken Konjunkturdaten in den USA lassen Zweifel an einer Fortsetzung der Fed-Politik aufkommen."
- "Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich das Wachstum in den USA mittelfristig verlangsamt. Es gibt aber weder für eine sanfte noch für eine harte Landung der Wirtschaft wirklich klare Anzeichen." (06.11.2024/alc/a/a)


