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Kommende FED-Sitzung: Spotlight auf den Dot-Plot


21.09.21 12:30
La Française AM

Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Auf seiner nächsten Sitzung am 21. und 22. September wird der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (Federal Open Market Committee, FOMC), wie allgemein erwartet, den Beginn des Tapering auf den kommenden Sitzungen - voraussichtlich auf der November-Sitzung - für Anfang Dezember ankündigen, so François Rimeu, Senior Strategist von La Française AM.

Wie aus dem Protokoll vom Juli hervorgehe, habe die US-Wirtschaft ihr Inflationsziel erreicht und sei mit den Fortschritten beim Beschäftigungswachstum "fast zufrieden". Die Experten von La Française AM glauben nicht, dass die enttäuschenden Zahlen zum Stellenaufbau im August die FED dazu veranlassen werden, das Tapering weiter aufzuschieben.

- Die Experten würden erwarten, dass der FOMC die Leitzinsen unverändert lasse.

- Der "Dot-Plot" könnte die wichtigste Ankündigung dieser FOMC-Sitzung sein. Die Experten von La Française AM glauben nicht, dass sich die Durchschnittswerte für 2022 und 2023 ändern werden (keine Zinserhöhung im Jahr 2022 und zwei Zinserhöhungen im Jahr 2023) - aber 2022 dürfte es sehr knapp werden. Die Experten würden davon ausgehen, dass 2024 drei Erhöhungen zu erwarten seien.

- Die Experten würden damit rechnen, dass die SEP (Summary of Economic Projections) ein geringeres Wachstum im Jahr 2021 (von 7,0% auf 6,0%), aber ein höheres BIP im Jahr 2022 (von 3,3% auf 3,5%) und ein unverändertes Wachstum im Jahr 2023 (2,4%) ausweisen werde. Sie würden bei der neuen Prognose für 2024 ein Wachstum von 2% erwarten.

- Die Experten würden davon ausgehen, dass der FOMC seine Prognose für höhere Inflationszahlen (persönliche Konsumausgaben) revidieren werde, wobei die Schätzungen von 3,4% auf 4,2% im Jahr 2021, von 2,1% auf 2,2% im Jahr 2022 und unverändert auf 2,2% im Jahr 2023 steigen würden. Für 2024 würden die Experten eine mittlere Inflationserwartung von 2,1% erwarten.

- Die Experten würden davon ausgehen, dass FED-Chef Powell seinen akkommodierenden Ton beibehalten und mögliche starke Signale aus dem Dotplot herunterspielen werde. Außerdem werde er den Beginn der Reduzierung des Anleihekaufs von den Leitzinserhöhungen abkoppeln.

Wie schon im Juni könnte ein schnelleres Tempo der Zinserhöhungen (Dot-Plot) die Zinssätze am vorderen Ende der Skala nach oben treiben - dies ist jedoch nicht unser Basisszenario, so die Experten von La Française AM. (21.09.2021/alc/a/a)