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Konjunkturförderung durch Geld- und Fiskalpolitik in den Regionen
26.06.20 09:15
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Von der Coronavirus-Pandemie ist die ganze Welt betroffen, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Die Zahl der Neuinfizierten und Toten erschrecke inzwischen alle Länder. Die Zentralbanken und die Regierungen hätten jeweils mit ihrer Geld- und Wirtschaftspolitik umfangreiche Hilfsmaßnahmen beschlossen, um die Konjunktur in ihren Ländern wieder anzukurbeln. Die fiskalpolitischen Entscheidungen seien mit den monetären nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) frühzeitig und angemessen erfolgt, aber stärker in den hochentwickelten Industrieländern (AE advanced economies) als in den Schwellenländern (EME emerging economies).
Die geringer ausgefallenen fiskalpolitischen Unterstützungen in den EME lägen zum Teil an den durch die Pandemie ausgelösten schlechteren Finanzierungskonditionen an den Kapitalmärkten. Die Hilfsmaßnahmen würden die Staatshaushalte belasten und zu höheren Verschuldungssalden führen. Der Teil, der durch Kredite und Staatsgarantien vergeben worden sei, führe zu einem Teil zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Verschuldungssaldo. Ebenso der Teil, der den Zentralbanken als Kredit der Regierung zur Finanzierung deren monetärer Maßnahmen zur Verfügung gestellt worden sei.
Die budgetären Hilfsmaßnahmen, die staatlichen Stimulierungen, würden in den G 20-Ländern im Durchschnitt 4,6% des BIP umfassen. In den AEs seien diese mit durchschnittlich 8,8% erheblich höher als in den EMEs mit 2,0%. Australien und die USA hätten mit über 10% des BIP deutlich stärkere Stimulierungen. Italien und Deutschland würden mit über 20% des BIP besonders hohe Kreditgarantien melden. Diese würden in den EMEs nur wenig genutzt.
In den AEs hätten die Zentralbanken "quantitative Lockerungen" in erheblichem Maße zur Bekämpfung der Pandemie eingesetzt. Dieses habe die Staatsausgaben deutlich durch ihre Reduzierung der Zinskosten unterstützt. Eine hohe Kreditwürdigkeit reduziere die Renditenstrukturkurven und entlastet die Staatshaushalte.
International hätten sich die Hilfsmaßnahmen seit dem 9. März nochmals erheblich verstärkt. Allen voran presche die US-Notenbank. Allein das Wachstum des Geldvolumens M2 sei in kürzester Zeit um USD 2,3 Billionen ausgedehnt worden. Und die Förderungsprogramme der Regierung hätten eine Staatsverschuldung von USD 23 Billionen (1 Billion = 1012) gebracht. Wohin führe die Liquiditätsschwemme und was werde aus der Staatsverschuldung? Erstere müsse wieder auf ein Normalmaß zurückgeführt werden, zweitere müsse von künftigen Generationen wieder zurückgezahlt werden. Realistischerweise sei das kaum zu erwarten, deshalb würden nur mehr Inflation und eine Abwertung des US-Dollars bleiben. Das aber würde den US-Dollar als Leitwährung des weltweiten Währungssystems stürzen.
Folgerung: Mit heftigen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten müsse gerechnet werden. Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren würden keine reale Verzinsung mehr bringen. Eine konsequente Beachtung des Ratings sei bei Investitionen unbedingt erforderlich. Die Aktienmärkte seien überall sehr hoch bewertet und würden ausschließlich von der Liquidität leben, die die Zentralbanken in die Märkte pumpen würden. Edelmetalle würden ein "sicherer Hafen" bleiben. (26.06.2020/alc/a/a)
Die Zahl der Neuinfizierten und Toten erschrecke inzwischen alle Länder. Die Zentralbanken und die Regierungen hätten jeweils mit ihrer Geld- und Wirtschaftspolitik umfangreiche Hilfsmaßnahmen beschlossen, um die Konjunktur in ihren Ländern wieder anzukurbeln. Die fiskalpolitischen Entscheidungen seien mit den monetären nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) frühzeitig und angemessen erfolgt, aber stärker in den hochentwickelten Industrieländern (AE advanced economies) als in den Schwellenländern (EME emerging economies).
Die geringer ausgefallenen fiskalpolitischen Unterstützungen in den EME lägen zum Teil an den durch die Pandemie ausgelösten schlechteren Finanzierungskonditionen an den Kapitalmärkten. Die Hilfsmaßnahmen würden die Staatshaushalte belasten und zu höheren Verschuldungssalden führen. Der Teil, der durch Kredite und Staatsgarantien vergeben worden sei, führe zu einem Teil zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Verschuldungssaldo. Ebenso der Teil, der den Zentralbanken als Kredit der Regierung zur Finanzierung deren monetärer Maßnahmen zur Verfügung gestellt worden sei.
In den AEs hätten die Zentralbanken "quantitative Lockerungen" in erheblichem Maße zur Bekämpfung der Pandemie eingesetzt. Dieses habe die Staatsausgaben deutlich durch ihre Reduzierung der Zinskosten unterstützt. Eine hohe Kreditwürdigkeit reduziere die Renditenstrukturkurven und entlastet die Staatshaushalte.
International hätten sich die Hilfsmaßnahmen seit dem 9. März nochmals erheblich verstärkt. Allen voran presche die US-Notenbank. Allein das Wachstum des Geldvolumens M2 sei in kürzester Zeit um USD 2,3 Billionen ausgedehnt worden. Und die Förderungsprogramme der Regierung hätten eine Staatsverschuldung von USD 23 Billionen (1 Billion = 1012) gebracht. Wohin führe die Liquiditätsschwemme und was werde aus der Staatsverschuldung? Erstere müsse wieder auf ein Normalmaß zurückgeführt werden, zweitere müsse von künftigen Generationen wieder zurückgezahlt werden. Realistischerweise sei das kaum zu erwarten, deshalb würden nur mehr Inflation und eine Abwertung des US-Dollars bleiben. Das aber würde den US-Dollar als Leitwährung des weltweiten Währungssystems stürzen.
Folgerung: Mit heftigen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten müsse gerechnet werden. Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren würden keine reale Verzinsung mehr bringen. Eine konsequente Beachtung des Ratings sei bei Investitionen unbedingt erforderlich. Die Aktienmärkte seien überall sehr hoch bewertet und würden ausschließlich von der Liquidität leben, die die Zentralbanken in die Märkte pumpen würden. Edelmetalle würden ein "sicherer Hafen" bleiben. (26.06.2020/alc/a/a)


