Leitzins in Polen bleibt historisch niedrig


07.09.16 11:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die polnische Notenbank (NBP) hat zuletzt im März 2015 an der Zinsschraube gedreht, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Damals sei der Referenzsatz auf das Rekordtief von 1,50% gesenkt und seither dort belassen worden. Auch auf der heutigen NBP-Sitzung würden die Analysten nicht mit einer Änderung der geldpolitischen Rahmenbedingungen rechnen. Das liege zum einen an der Erholung der polnischen Wirtschaft im 2. Quartal (BIP: +0,9% gg. Vq.), zum anderen würden die Währungshüter damit rechnen, dass sich der Preisdruck im Land im kommenden Jahr wieder der Zielmarke der Notenbank einer Inflationsrate von 2,5% gg. Vj. annähere. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten davon ausgehen, dass die NBP-Mitglieder den Leitzins noch auf absehbare Zeit nicht verändern würden.

Gleichzeitig hätten aber die konjunkturellen Risiken zugenommen. Ein verhaltenes Wachstumsmomentum bei vielen wichtigen Handelspartnern in der EU, eine zunehmende Zurückhaltung der Unternehmen im Hinblick auf künftige Investitionen und die begrenzten Möglichkeiten der Fiskalpolitik würden das bisher solide BIP-Umfeld in Polen zu schwächen drohen. Gleichzeitig würden die Analysten davon ausgehen, dass die Inflation hinter den Erwartungen der Währungshüter zurückbleibe (HSBC-Prognose 2017: 1,4%). Daher liegen die Risiken unserer Erwartung eines unveränderten Leitzinsniveaus bis Ende 2017 auf der Unterseite, sofern die Wirtschaftsdaten in den nächsten Wochen enttäuschen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Das dürfte dann auch den Polnischen Zloty verstärkt unter Druck setzen. (07.09.2016/alc/a/a)




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