Leitzinsentscheidung der Ungarischen Zentralbank


20.11.24 09:25
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Seit Anfang November durchlebt der Ungarische Forint (HUF) eine Achterbahnfahrt, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Nach der US-Wahl sei EUR/HUF auf über 410 gestiegen. Zuletzt habe sich der Markt besorgt gezeigt, dass der Nachfolger von Notenbankchef Gyorgy Matolcsy, dessen Amtszeit im März 2025 auslaufe, angesichts der schwachen Fundamentaldaten eine lockere Geldpolitik anstreben könnte. Möglicher Nachfolger des scheidenden Notenbankchefs könnte Finanzminister Mihaly Varga sein. Gestern habe eine Zinsentscheidung der Zentralbank (MNB) angestanden. So wie vom Markt erwartet, habe die MNB den Leitzins unverändert bei 6,50% belassen. Entscheidend seien jedoch entschlossene Worte der MNB gewesen, denn die Währungsschwäche und die Volatilität des Forint dürften die Zentralbank beunruhigen.

Damit der Wechselkurs zu keinem dominierenden Inflationstreiber werde, sei die MNB daran interessiert, weitere Währungsschwäche zu verhindern. Notfalls sollten sogar wieder Zinserhöhungen angedacht werden, um dem Markt klar zu signalisieren, dass die Zentralbank bereit sei, den Wechselkurs zu stabilisieren. Daher sei es gestern weniger um die aktuelle Inflationsentwicklung und den Leitzins per se gegangen, sondern darum, bei sich verschlechternden Marktbedingungen Reaktionsfähigkeit und Entschlossenheit zu zeigen und den HUF somit zu stützen. Der Wechselkurs EUR/HUF habe sich zuletzt in einer Range zwischen 408,00 und 410,36 bewegt. (20.11.2024/alc/a/a)




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