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Leitzinserhöhungspause lässt auf sich warten
31.01.23 10:45
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone, den USA und Großbritannien stehen in dieser Woche Zinsentscheide auf der Agenda, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.
Während Mumm von der EZB und der Bank of England (BoE) jeweils eine weitere Anhebung der Leitzinsen um 0,50 Prozentpunkte auf 3,00 bzw. 4,00 Prozent erwarte, würden Analysten vonseiten der US-Notenbank FED mit 25 Basispunkten Zinsanstieg auf eine Spanne von 4,50 bis 4,75 Prozent rechnen. Wichtiger als die Zinsentscheide würden aber die begleitenden Einschätzungen zu den weiteren Perspektiven von Wachstum und Inflation sein, wobei davon auszugehen sei, dass man trotz mehr oder weniger stark nachlassendem Inflationsdruck auf weiterhin bestehende Gefahren einer dauerhaft erhöhten Teuerung hinweisen und entsprechend einen anhaltend restriktiven geldpolitischen Kurs nahelegen werde. Damit stünden auch einige inflationsrelevante Daten im Fokus. In Deutschland besonders die Schnellschätzung des Anstiegs der Verbraucherpreise im Januar, der im Vergleich zum Vormonat steigend erwartet werde. Hintergrund sei der Wegfall des preisniveaudämpfenden Effekts der staatlich finanzierten Erstattung einer Abschlagszahlung durch die Gasversorger.
In den USA würden Anleger(innen) vor allem die aktuellen Arbeitsmarktdaten im Blick haben. Während viele Frühindikatoren den Beginn einer Rezession angezeigt hätten, sei die Arbeitslosenquote im Dezember leicht gesunken, mit einem weiterhin deutlichen Überhang nicht besetzter Stellen. Eine wirtschaftliche Abschwächung ohne einen parallelen Anstieg der Arbeitslosigkeit wäre jedoch ein sehr unübliches Szenario, so dass eine sinkende Anzahl neu geschaffener Stellen und ein Anstieg der Arbeitslosenquote nicht überraschen dürfte. Die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt werde für die FED bei der Ausrichtung ihres künftigen geldpolitischen Kurses ein entscheidender Faktor sein. Denn nur wenn eine Abschwächung erkennbar werde, wäre einer der potenziellen Hauptinflationstreiber, eine Lohn-Preisspirale weniger wahrscheinlich. Nach dem sehr positiven Jahresstart an den internationalen Aktienmärkten dürften jedoch nur Anzeichen einer baldigen Leitzinserhöhungspause weitere größere Impulse nach oben erwarten lassen. Wenn überhaupt wären diese vonseiten der FED zu erwarten, vermutlich aber frühestens im Rahmen des kommenden Zinsentscheids im März. (31.01.2023/alc/a/a)
Während Mumm von der EZB und der Bank of England (BoE) jeweils eine weitere Anhebung der Leitzinsen um 0,50 Prozentpunkte auf 3,00 bzw. 4,00 Prozent erwarte, würden Analysten vonseiten der US-Notenbank FED mit 25 Basispunkten Zinsanstieg auf eine Spanne von 4,50 bis 4,75 Prozent rechnen. Wichtiger als die Zinsentscheide würden aber die begleitenden Einschätzungen zu den weiteren Perspektiven von Wachstum und Inflation sein, wobei davon auszugehen sei, dass man trotz mehr oder weniger stark nachlassendem Inflationsdruck auf weiterhin bestehende Gefahren einer dauerhaft erhöhten Teuerung hinweisen und entsprechend einen anhaltend restriktiven geldpolitischen Kurs nahelegen werde. Damit stünden auch einige inflationsrelevante Daten im Fokus. In Deutschland besonders die Schnellschätzung des Anstiegs der Verbraucherpreise im Januar, der im Vergleich zum Vormonat steigend erwartet werde. Hintergrund sei der Wegfall des preisniveaudämpfenden Effekts der staatlich finanzierten Erstattung einer Abschlagszahlung durch die Gasversorger.
In den USA würden Anleger(innen) vor allem die aktuellen Arbeitsmarktdaten im Blick haben. Während viele Frühindikatoren den Beginn einer Rezession angezeigt hätten, sei die Arbeitslosenquote im Dezember leicht gesunken, mit einem weiterhin deutlichen Überhang nicht besetzter Stellen. Eine wirtschaftliche Abschwächung ohne einen parallelen Anstieg der Arbeitslosigkeit wäre jedoch ein sehr unübliches Szenario, so dass eine sinkende Anzahl neu geschaffener Stellen und ein Anstieg der Arbeitslosenquote nicht überraschen dürfte. Die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt werde für die FED bei der Ausrichtung ihres künftigen geldpolitischen Kurses ein entscheidender Faktor sein. Denn nur wenn eine Abschwächung erkennbar werde, wäre einer der potenziellen Hauptinflationstreiber, eine Lohn-Preisspirale weniger wahrscheinlich. Nach dem sehr positiven Jahresstart an den internationalen Aktienmärkten dürften jedoch nur Anzeichen einer baldigen Leitzinserhöhungspause weitere größere Impulse nach oben erwarten lassen. Wenn überhaupt wären diese vonseiten der FED zu erwarten, vermutlich aber frühestens im Rahmen des kommenden Zinsentscheids im März. (31.01.2023/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


