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Märkte begrüßen frühe Zinswende
02.02.23 12:40
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Im Einklang mit den Markterwartungen hat die FED gestern die US-Zinsen um 25 Basispunkte angehoben. Doch es war nicht der Zinsschritt an sich, der FED als geldpolitische Taube erscheinen ließ, sondern die darauffolgende Erklärung, so Laura Frost, Investment Director im Anleiheteam von M&G.
Zwar konzentriere sich die FED weiter eindeutig auf die Bekämpfung der Inflation, aber so locker sei die Notenbank seit 2018/19 nicht mehr aufgetreten. Damit sei auch klar, dass man sich dem Ende des Zinserhöhungszyklus nähere. Noch sei die Datenlage zwar nicht eindeutig, aber die anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes gebe zunehmend Hoffnung auf ein "Soft Landing" der US-Wirtschaft.
Jerome Powell habe zwar gesagt, die Notenbank benötige noch "wesentlich mehr Beweise dafür, dass die Inflation nachhaltig sinkt", aber er habe die Möglichkeit von Zinssenkungen um 50 Basispunkte gegen Ende 2023 nicht weiter infrage gestellt. Das sei so auch schon im Markt eingepreist, ebenso wie ein Endzinssatz von 4,9%. Die Märkte hätten sich also bereits auf eine lockerere FED eingestellt, und es bestätige sich wohl einmal wieder die alte Regel: "Dont fight the FED!".
Die heutigen Entscheidungen der EZB und der Bank of England könnten zu einer weiteren Schwächung des US-Dollars führen. Die EZB habe die Märkte zu der Annahme geführt, dass sie sich weiter auf einem Straffungskurs befinde. "Die Entscheidung der FED ruft uns jedoch einen weiteren wichtigen Punkt in Erinnerung: nicht zu sehr auf die Forward Guidance verlassen", so Laura Frost. (02.02.2023/alc/a/a)
Zwar konzentriere sich die FED weiter eindeutig auf die Bekämpfung der Inflation, aber so locker sei die Notenbank seit 2018/19 nicht mehr aufgetreten. Damit sei auch klar, dass man sich dem Ende des Zinserhöhungszyklus nähere. Noch sei die Datenlage zwar nicht eindeutig, aber die anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes gebe zunehmend Hoffnung auf ein "Soft Landing" der US-Wirtschaft.
Jerome Powell habe zwar gesagt, die Notenbank benötige noch "wesentlich mehr Beweise dafür, dass die Inflation nachhaltig sinkt", aber er habe die Möglichkeit von Zinssenkungen um 50 Basispunkte gegen Ende 2023 nicht weiter infrage gestellt. Das sei so auch schon im Markt eingepreist, ebenso wie ein Endzinssatz von 4,9%. Die Märkte hätten sich also bereits auf eine lockerere FED eingestellt, und es bestätige sich wohl einmal wieder die alte Regel: "Dont fight the FED!".
Die heutigen Entscheidungen der EZB und der Bank of England könnten zu einer weiteren Schwächung des US-Dollars führen. Die EZB habe die Märkte zu der Annahme geführt, dass sie sich weiter auf einem Straffungskurs befinde. "Die Entscheidung der FED ruft uns jedoch einen weiteren wichtigen Punkt in Erinnerung: nicht zu sehr auf die Forward Guidance verlassen", so Laura Frost. (02.02.2023/alc/a/a)


