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Noch vor zwei Monaten sah die Welt ganz anders aus
25.07.19 12:45
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Über die fundamentalen und monetären Gründe, die für eine Anlage in Gold sprechen, ist an dieser Stelle schon oft und ausgiebig genug geschrieben worden: versteckte Inflation durch ständige Veränderungen der statistischen Berechnungsmethoden, Misstrauen gegenüber neuen Währungsturbulenzen, geopolitische Unsicherheiten, gedämpfte BIP-Wachstumsaussichten durch Handelssanktionen, ultra-expansive Geldpolitik der Zentralbanken, ZIRP und NIRP, Überschuldung aller Sektoren usw., so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Alle in der Eurozone ansässigen Banken hätten im vergangenen Jahr Euro 7,5 Mrd. an die EZB für ihnen in Rechnung gestellte negativen Zinsen gezahlt. Deutsche Banken hätten 2018 Euro 2,4 Mrd. negative Zinsen für ihre bei der Zentralbank gehaltenen Einlagen entrichtet. Das führe zu einer außerordentlichen Belastung der Kreditinstitute, die sich gezwungen sehen würden, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben, indem sie deren Kontoführung belasten würden. Lebens- und Rentenversicherungen würden auf ihre Kapitalanlagen immer weniger Erträge erzielen, wodurch ihre Kunden mit immer geringeren Renditen rechnen müssten.
Nach Berechnungen von Bloomberg habe das Volumen von umlaufenden Anleihen mit negativen Renditen die Marke von USD 10 Billionen (1 Billion = 10 12) überschritten. Davon betroffen seien auch Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Anleger würden veranlasst, in immer riskanteren Anleihen zu investieren.
Die Finanzmärkte hätten das mehrere Jahre lang ignoriert, doch der Ausbruch des Goldpreises über USD 1.400 pro Unze zeige, dass die Märkte diese Signale jetzt beginnen würden, anders einzuschätzen. Die wichtigsten Notenbanken der Welt hätten bekannt gegeben, ihre expansive Geldpolitik fortzusetzen und sogar noch zu verstärken. Noch vor zwei Monaten habe das ganz anders ausgesehen. Die FED schien ihren Kurs zur Normalisierung der Strukturkurve fortsetzen zu wollen. Jetzt würden sich die Signale für eine Konjunkturberuhigung und damit für neue Liquiditätsmaßnahmen durch die US-Notenbank häufen. Dadurch sei der größte Teil aller festverzinslichen Anlagen in der Welt in eine Situation geraten, bei der für neue Anlagen eine negative Verzinsung entstehe.
Manager von Kapitalsammelstellen, Investoren und Sparer würden weltweit vergeblich nach Anlagen suchen, die wenigstens eine kleine Verzinsung böten, würden aber dadurch in immer riskantere Anlageformen gedrängt. Sparer würden sich enteignet fühlen. Doch wo seien die Anlagealternativen? Und warum würden die Notenbanken so viel Gold kaufen? 651,5 t in 2018! Merrill Lynch erwarte weitere Käufe von 650 t in 2019! Würden sie sich auf eine neue Rolle des Goldes bei den Weltwährungsreserven vorbereiten?
Die Funktionen der Geld- und Rentenmärkte sowie des Zinses als Marktregulator seien außer Kraft gesetzt. Die Notenbanken würden hoffen, mit noch mehr Liquidität der Konjunktur neue Impulse geben zu können. Dieses Experiment sei einmalig und keineswegs gesichert. Es könne durchaus zu schweren Fehlentwicklungen führen. Die Aktienmärkte seien am KGV gemessen hoch bewertet, und die Unternehmen stünden im Allgemeinen vor einer Phase mit sinkenden Erträgen. Die Immobilienmärkte seien in der Regel inflationär aufgebauscht, die Mieten kaum noch zu bezahlen. Gold dagegen könne auf eine 5.000 Jahre alte Geschichte als erfolgreiches Mittel zur Wertaufbewahrung verweisen. Neue historische Höchststände würden angepeilt. (Ausgabe vom 24.07.2019) (25.07.2019/alc/a/a)
Alle in der Eurozone ansässigen Banken hätten im vergangenen Jahr Euro 7,5 Mrd. an die EZB für ihnen in Rechnung gestellte negativen Zinsen gezahlt. Deutsche Banken hätten 2018 Euro 2,4 Mrd. negative Zinsen für ihre bei der Zentralbank gehaltenen Einlagen entrichtet. Das führe zu einer außerordentlichen Belastung der Kreditinstitute, die sich gezwungen sehen würden, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben, indem sie deren Kontoführung belasten würden. Lebens- und Rentenversicherungen würden auf ihre Kapitalanlagen immer weniger Erträge erzielen, wodurch ihre Kunden mit immer geringeren Renditen rechnen müssten.
Die Finanzmärkte hätten das mehrere Jahre lang ignoriert, doch der Ausbruch des Goldpreises über USD 1.400 pro Unze zeige, dass die Märkte diese Signale jetzt beginnen würden, anders einzuschätzen. Die wichtigsten Notenbanken der Welt hätten bekannt gegeben, ihre expansive Geldpolitik fortzusetzen und sogar noch zu verstärken. Noch vor zwei Monaten habe das ganz anders ausgesehen. Die FED schien ihren Kurs zur Normalisierung der Strukturkurve fortsetzen zu wollen. Jetzt würden sich die Signale für eine Konjunkturberuhigung und damit für neue Liquiditätsmaßnahmen durch die US-Notenbank häufen. Dadurch sei der größte Teil aller festverzinslichen Anlagen in der Welt in eine Situation geraten, bei der für neue Anlagen eine negative Verzinsung entstehe.
Manager von Kapitalsammelstellen, Investoren und Sparer würden weltweit vergeblich nach Anlagen suchen, die wenigstens eine kleine Verzinsung böten, würden aber dadurch in immer riskantere Anlageformen gedrängt. Sparer würden sich enteignet fühlen. Doch wo seien die Anlagealternativen? Und warum würden die Notenbanken so viel Gold kaufen? 651,5 t in 2018! Merrill Lynch erwarte weitere Käufe von 650 t in 2019! Würden sie sich auf eine neue Rolle des Goldes bei den Weltwährungsreserven vorbereiten?
Die Funktionen der Geld- und Rentenmärkte sowie des Zinses als Marktregulator seien außer Kraft gesetzt. Die Notenbanken würden hoffen, mit noch mehr Liquidität der Konjunktur neue Impulse geben zu können. Dieses Experiment sei einmalig und keineswegs gesichert. Es könne durchaus zu schweren Fehlentwicklungen führen. Die Aktienmärkte seien am KGV gemessen hoch bewertet, und die Unternehmen stünden im Allgemeinen vor einer Phase mit sinkenden Erträgen. Die Immobilienmärkte seien in der Regel inflationär aufgebauscht, die Mieten kaum noch zu bezahlen. Gold dagegen könne auf eine 5.000 Jahre alte Geschichte als erfolgreiches Mittel zur Wertaufbewahrung verweisen. Neue historische Höchststände würden angepeilt. (Ausgabe vom 24.07.2019) (25.07.2019/alc/a/a)


