Norwegen: Leitzins dürfte auf dem restriktiven Niveau verharren


09.10.23 14:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Laut der jüngsten Umfrage des "Regionalen Netzwerks" der Norges Bank, bei der über 400 norwegische Unternehmen quartalsweise zu jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen und Aussichten befragt werden, könnte die wirtschaftliche Aktivität im dritten Quartal leicht angezogen haben, so die Analysten von Postbank Research.

Dies dürfte vor allem einem starken Anstieg der Öl-Dienstleistungen geschuldet sein.

Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe habe im August zwar von 56,4 auf 51,4 zurückgesetzt, damit aber dennoch auf anhaltendes Wachstum hingewiesen.

Im August habe sich die Gesamtinflation unerwartet deutlich von 5,4 auf 4,8 Prozent verlangsamt - der tiefste Wert seit 17 Monaten. Die um Steuern und Energie bereinigte Kernrate sei hingegen nur leicht von 6,4 auf 6,3 Prozent gesunken.

Die Norges Bank habe im September den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent angehoben. Gleichzeitig sei die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr angedeutet worden. Obwohl sich die Konjunktur verlangsamt habe, bleibe der Arbeitsmarkt angespannt, sodass die Lohnentwicklung frühere Prognosen übertreffen könnte. Der Leitzins dürfte bis weit ins Jahr 2024 hinein auf dem restriktiven Niveau verharren.

Die Norwegische Krone (NOK) habe zuletzt von den erneut steigenden Ölpreisen profitiert. Gegenüber dem Euro habe sie im Laufe des letzten Monats auf EUR/NOK 11,33 zugelegt. Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Rückenwind anhalten und die Krone weiter in Richtung EUR/NOK 10,88 aufwerten. (Ausgabe Währungsbulletin Oktober 2023) (09.10.2023/alc/a/a)






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