Polen: Leitzins verharrt seit März 2015 unverändert bei 1,5%


15.08.16 09:57
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Am Freitag wurden die Schnellschätzungen für das BIP in Polen, Ungarn und Rumänien für das 2. Quartal 2016 veröffentlicht, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Nachdem sie noch im 1. Quartal 2016 um 0,1% gg. Vq. geschrumpft sei, habe die polnische Wirtschaft im 2. Quartal um 0,9% gg. Vq. zugelegt. Der Zuwachs entspreche damit zwar dem durchschnittlichen Wachstum der Periode 2014/2015, sei aber mit Blick auf die Schwäche im 1. Quartal insgesamt eine Enttäuschung.

Die polnische Notenbank habe bisher ein starkes Wirtschaftswachstum als zentrales Argument gegen eine weitere Senkung des Leitzinses angeführt, welcher seit März 2015 trotz andauernder Deflation unverändert bei 1,5% verharre. Jerzy Zyzynski, der Mitglied im zehnköpfigen geldpolitischen Ausschuss der polnischen Notenbank sei, sehe mit Blick auf die enttäuschenden Wachstumszahlen denn auch die Notwendigkeit einer weiterem Zinssenkung um 50 BP.

Die ungarische Wirtschaft habe im 2. Quartal mit einer Wachstumsrate von 1,1% gg. Vq. die Markterwartungen übertroffen. In Anbetracht einer Kontraktion um 0,8% gg. Vq. im 1. Quartal 2016 zeichne sich für Ungarn dieses Jahr ein geringeres BIP-Plus im Vergleich zum Vorjahr ab. Rumänien habe indes in Anbetracht eines BIP-Zuwachses von 1,5% gg. Vq. (6,0% gg. Vj.) keine Wachstumsprobleme. Vielmehr drohe die Wirtschaft zu überhitzen, was sich auch in einer zunehmenden Vergrößerung des Außenhandelsdefizits widerspiegele. (15.08.2016/alc/a/a)




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