Polen: Mögliche Leitzinssenkung bei schwachen Wachstumszahlen in kommenden Quartalen


30.08.16 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Heute veröffentlicht das Statistikamt in Polen die finale BIP-Wachstumsrate für das 2. Quartal 2016, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Schnellschätzung habe ein BIP-Plus von 0,9% gg. Vq. (Jahresrate: 3,1%) ausgewiesen. Insgesamt sei nicht mit einer signifikanten Revision zu rechnen. Der Fokus dieser Veröffentlichung liege somit auf der Zusammensetzung des Wachstums. Dabei dürfte der private Konsum - begünstigt durch einen einmaligen Fiskaltransfer, dessen Effekte jedoch spätestens im 2. Halbjahr 2017 auslaufen würden - positive Impulse geliefert haben. Gleichzeitig zeichne sich aber vor allem bei den Bauinvestitionen erneut eine schwache Performance ab, nachdem diese bereits durch eine Kontraktion im 1. Quartal negativ überrascht hätten. Auch generell würden sich die Unternehmen mit Erweiterungsinvestitionen zurückhalten.

Die Analysten würden die schwachen Investitionszahlen hauptsächlich auf einen geringeren Zufluss von EU-Geldern zurückführen. Zudem würden aber auch legislative Änderungen der neuen Regierung dafür sorgen, dass die Unternehmen an Zuversicht verloren hätten. Bestätige sich diese Einschätzung, seien auch langfristige Negativeffekte zu befürchten. In diesem Szenario müssten die Analysten ihre Wachstumsprognosen für 2016 und 2017 (aktuell: jeweils 3,4%) abwärts revidieren. Zuletzt hätten einige Mitglieder der polnischen Notenbank (NBP) angedeutet, dass bei schwachen Wachstumszahlen in den kommenden Quartalen eine neuerliche Leitzinssenkung angemessen sei. Zuletzt habe die NBP im März 2015 den Referenzzinssatz um 50 BP auf das historische Tief von 1,50% zurückgenommen. (30.08.2016/alc/a/a)




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