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Positive Impulse treiben weltweite Erholung an
08.05.13 12:23
ING Investment Management
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Momentan scheinen die positiven Impulse Überhand zu gewinnen. Nachdem die Zentralbanken das systemische Risiko deutlich gesenkt haben, sind Negativfaktoren offenbar rückläufig, so Hans Stoter, Chief Investment Officer, ING IM International.
Die drei größten Zentralbanken hätten die notwendigen Maßnahmen ergriffen, jede auf ihre Weise. Damit hätten sie die Konjunktur stimuliert und die Weichen für eine deutliche Zunahme der weltwirtschaftlichen Dynamik gestellt. Bis vor kurzem sei Japan der notorische Nachzügler gewesen, dessen Wirtschaftspolitik sich seit 1990 nicht wesentlich geändert habe. Doch die Entschlossenheit, mit der die BoJ jetzt die Deflation bekämpfe, verschaffe nicht nur Japan, sondern auch dem Rest der Welt neuen Schub. Insofern würden auch jetzt die wichtigsten Impulse von einem geldpolitischen Kurswechsel ausgehen, in diesem Fall in Japan.
ING IM rechne damit, dass die japanische Geldpolitik die Binnennachfrage stärken und der nunmehr fallende JPY die Exporte beleben werde. Nach den Worten Stoters werde sich der geldpolitische Wandel zunächst stärker auf regionaler Ebene auswirken. Allmählich sollten aber auch Liquiditätswachstum, Endnachfrage und Wirtschaftswachstum weltweit von dieser neuen Richtung profitieren.
Der Investmentmanager hebe zudem hervor, dass auf der anderen Seite des Globus Wirtschaftsdaten und Gewinndynamik in den USA auf eine baldige Erholung würden hoffen lassen. So würden sich Wohnimmobilien- und Arbeitsmarkt in den USA ganz klar im Aufwind befinden. Der voraussichtliche Anstieg der Investitionsausgaben werde diesen Trend noch verstärken. Das spiegle sich bereits in der lebhafteren Entwicklung des Dienstleistungssektors wider. Bislang sehe ING IM keine Hinweise auf eine erneute geldpolitische Straffung durch die FED, um die Wachstumsentwicklung am US-Markt zu zügeln. Zwar würden die USA jetzt eine striktere Haushaltspolitik fahren, doch der Effekt auf die konjunkturelle Entwicklung sei gering.
Der Kontrast zwischen den Positivimpulsen aus Japan und den USA einerseits und den Negativimpulsen aus Europa andererseits sei recht deutlich. Die Entscheidung der EZB, unverändert an ihrer aktuellen Politik festzuhalten, erinnere viele Investoren an Japans Haltung vor dem Wechsel an der Führungsspitze der BoJ. Gleichzeitig ähnle die Selbstgefälligkeit europäischer Politiker dem Reformstau in den USA.
Es deute allerdings einiges darauf hin, dass diese bremsenden Faktoren jetzt auch am europäischen Markt in den Hintergrund treten würden. So habe der Markt mit bemerkenswertem Gleichmut auf das italienische Wahlchaos und insbesondere die Zypernkrise reagiert. Das könne als Zeichen dafür gewertet werden, dass der Liquiditätsmechanismus den Einfluss der politischen Unwägbarkeiten auf die Finanzmärkte wirkungsvoll eingedämmt habe.
Was die Emerging Markets betreffe, so stelle ING IM hier eine Schwächung der volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie ein Nachlassen der Wettbewerbsfähigkeit fest. Insgesamt überwögen die positiven Impulse aber weiterhin die negativen. Doch sofern die Märkte weiter eine Fortsetzung der weltweiten quantitativen Lockerung erwarten würden, rechne Stoter mit einem Zustrom in höher rentierliche Assets, wie etwa Emerging Market Debt - trotz der sich verschlechternden Rahmendaten.
Investoren müssten diese regionalen Unterschiede bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen, um den optimalen Mix aus relativer Sicherheit, Einkommen und Wertzuwachspotenzial zu erreichen. Bei Aktien kämen in puncto Einkommen vor allem dividendenstarke Werte in Frage. Auch in einem von niedrigem Ertragswachstum geprägten Umfeld seien die Dividenden nach Einschätzung der Experten immer noch recht sicher. Was Rentenwerte betreffe, so böten hochverzinsliche Anleihen stetiges Einkommen bei relativ niedriger Volatilität. Investoren, denen Kapitalzuwachs wichtig sei, sollten in Aktien umschichten, müssten dabei allerdings auch ein höheres Maß an Volatilität in Kauf nehmen. (08.05.2013/alc/a/a)
Die drei größten Zentralbanken hätten die notwendigen Maßnahmen ergriffen, jede auf ihre Weise. Damit hätten sie die Konjunktur stimuliert und die Weichen für eine deutliche Zunahme der weltwirtschaftlichen Dynamik gestellt. Bis vor kurzem sei Japan der notorische Nachzügler gewesen, dessen Wirtschaftspolitik sich seit 1990 nicht wesentlich geändert habe. Doch die Entschlossenheit, mit der die BoJ jetzt die Deflation bekämpfe, verschaffe nicht nur Japan, sondern auch dem Rest der Welt neuen Schub. Insofern würden auch jetzt die wichtigsten Impulse von einem geldpolitischen Kurswechsel ausgehen, in diesem Fall in Japan.
ING IM rechne damit, dass die japanische Geldpolitik die Binnennachfrage stärken und der nunmehr fallende JPY die Exporte beleben werde. Nach den Worten Stoters werde sich der geldpolitische Wandel zunächst stärker auf regionaler Ebene auswirken. Allmählich sollten aber auch Liquiditätswachstum, Endnachfrage und Wirtschaftswachstum weltweit von dieser neuen Richtung profitieren.
Der Kontrast zwischen den Positivimpulsen aus Japan und den USA einerseits und den Negativimpulsen aus Europa andererseits sei recht deutlich. Die Entscheidung der EZB, unverändert an ihrer aktuellen Politik festzuhalten, erinnere viele Investoren an Japans Haltung vor dem Wechsel an der Führungsspitze der BoJ. Gleichzeitig ähnle die Selbstgefälligkeit europäischer Politiker dem Reformstau in den USA.
Es deute allerdings einiges darauf hin, dass diese bremsenden Faktoren jetzt auch am europäischen Markt in den Hintergrund treten würden. So habe der Markt mit bemerkenswertem Gleichmut auf das italienische Wahlchaos und insbesondere die Zypernkrise reagiert. Das könne als Zeichen dafür gewertet werden, dass der Liquiditätsmechanismus den Einfluss der politischen Unwägbarkeiten auf die Finanzmärkte wirkungsvoll eingedämmt habe.
Was die Emerging Markets betreffe, so stelle ING IM hier eine Schwächung der volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie ein Nachlassen der Wettbewerbsfähigkeit fest. Insgesamt überwögen die positiven Impulse aber weiterhin die negativen. Doch sofern die Märkte weiter eine Fortsetzung der weltweiten quantitativen Lockerung erwarten würden, rechne Stoter mit einem Zustrom in höher rentierliche Assets, wie etwa Emerging Market Debt - trotz der sich verschlechternden Rahmendaten.
Investoren müssten diese regionalen Unterschiede bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen, um den optimalen Mix aus relativer Sicherheit, Einkommen und Wertzuwachspotenzial zu erreichen. Bei Aktien kämen in puncto Einkommen vor allem dividendenstarke Werte in Frage. Auch in einem von niedrigem Ertragswachstum geprägten Umfeld seien die Dividenden nach Einschätzung der Experten immer noch recht sicher. Was Rentenwerte betreffe, so böten hochverzinsliche Anleihen stetiges Einkommen bei relativ niedriger Volatilität. Investoren, denen Kapitalzuwachs wichtig sei, sollten in Aktien umschichten, müssten dabei allerdings auch ein höheres Maß an Volatilität in Kauf nehmen. (08.05.2013/alc/a/a)


