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Referendum in Italien: "Nein"
06.12.16 08:45
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - Italien hat im Verfassungsreferendum vom 4. Dezember mit einem "Nein" über die vorgeschlagenen Änderungen abgestimmt und damit ein wesentliches Element der von Premierminister Renzi geplanten Wahlrechtsreform abgelehnt, so die Experten von Pioneer Investments Austria.
Die Experten würden davon ausgehen, dass dieses Ergebnis eine Phase relativer Unsicherheit einleite: Renzi habe seinen Rücktritt als Premierminister angekündigt, die Bildung einer Technokraten-Regierung zur Neuverhandlung des Wahlrechts und einer Wiederbelebung der Reformdynamik wäre möglich. Vorgezogene Neuwahlen dürften derzeit nicht das wahrscheinlichste Szenario sein. Die Parteien hätten großes Interesse daran, eine Koalition zu bilden und das Wahlrecht fertig zu stellen, bevor wieder gewählt werde.
Insgesamt würden die Experten erwarten, dass in Italien mittelfristig die politische und wirtschaftliche Stabilität aufrecht bleibe, kurzfristig sei aber eine neue Phase der Volatilität wahrscheinlich. Aus einem breiteren Blickwinkel betrachtet, bestätige der Ausgang des Referendums, dass sich die politische Landschaft in Europa wie auch in den USA verändere. 2017 stünden im Euroraum weitere Wahlen an. Deren Ausgang könnte sogar noch bedeutsamer sein und die Fiskalpolitik beeinflussen, was letzten Endes wieder Auswirkungen auf die Geldpolitik der Zentralbanken haben könnte.
Im Anleihenbereich gehen die Experten von Pioneer Investments Austria davon aus, dass das "Nein" und das Szenario einer Übergangsregierung bereits eingepreist waren. Die Volatilität der Peripherieländer-Spreads sollte daher kurzlebig sein, sofern die Bedingungen für die Einsetzung der Übergangsregierung erfüllt würden. Aus Multi-Asset-Perspektive würden die Experten gegenüber Euroraum-Aktien weiterhin vorsichtig bleiben, da die aus negativen Schlagzeilen entstehenden Risiken im dicht gedrängten politischen Kalender nach wie vor hoch seien. Die Experten würden jedoch davon ausgehen, dass dieses Ergebnis ihren konstruktiven Ausblick für 2017 - mit der Erwartung eines global potenziell stärkeren Wachstums und anziehender Inflation - nicht beeinträchtigen werde. (Ausgabe Dezember 2016) (06.12.2016/alc/a/a)
Die Experten würden davon ausgehen, dass dieses Ergebnis eine Phase relativer Unsicherheit einleite: Renzi habe seinen Rücktritt als Premierminister angekündigt, die Bildung einer Technokraten-Regierung zur Neuverhandlung des Wahlrechts und einer Wiederbelebung der Reformdynamik wäre möglich. Vorgezogene Neuwahlen dürften derzeit nicht das wahrscheinlichste Szenario sein. Die Parteien hätten großes Interesse daran, eine Koalition zu bilden und das Wahlrecht fertig zu stellen, bevor wieder gewählt werde.
Insgesamt würden die Experten erwarten, dass in Italien mittelfristig die politische und wirtschaftliche Stabilität aufrecht bleibe, kurzfristig sei aber eine neue Phase der Volatilität wahrscheinlich. Aus einem breiteren Blickwinkel betrachtet, bestätige der Ausgang des Referendums, dass sich die politische Landschaft in Europa wie auch in den USA verändere. 2017 stünden im Euroraum weitere Wahlen an. Deren Ausgang könnte sogar noch bedeutsamer sein und die Fiskalpolitik beeinflussen, was letzten Endes wieder Auswirkungen auf die Geldpolitik der Zentralbanken haben könnte.
Im Anleihenbereich gehen die Experten von Pioneer Investments Austria davon aus, dass das "Nein" und das Szenario einer Übergangsregierung bereits eingepreist waren. Die Volatilität der Peripherieländer-Spreads sollte daher kurzlebig sein, sofern die Bedingungen für die Einsetzung der Übergangsregierung erfüllt würden. Aus Multi-Asset-Perspektive würden die Experten gegenüber Euroraum-Aktien weiterhin vorsichtig bleiben, da die aus negativen Schlagzeilen entstehenden Risiken im dicht gedrängten politischen Kalender nach wie vor hoch seien. Die Experten würden jedoch davon ausgehen, dass dieses Ergebnis ihren konstruktiven Ausblick für 2017 - mit der Erwartung eines global potenziell stärkeren Wachstums und anziehender Inflation - nicht beeinträchtigen werde. (Ausgabe Dezember 2016) (06.12.2016/alc/a/a)


