Renditen von Bundesanleihen ziehen an


14.07.17 12:30
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die Entwicklung an den Rentenmärkten bereitet Anlegern Sorge, so die Börse Stuttgart.

Seit Ende Juni hätten die Renditen von Bundesanleihen angezogen. Jüngst hätten zehnjährige Bunds bei 0,61 Prozent rentiert. Das sei der höchste Stand seit Anfang 2016. Die Anleger würden ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) fürchten. Präsident Mario Draghi habe vor kurzem in Portugal Spekulationen über ein Herunterfahren der Anleihenkäufe angeheizt.

Die europäische Notenbank sei mittlerweile ein wichtiger Akteur am Rentenmarkt. Sollte die EZB als Käufer wegfallen, könnte dies den gesamten europäischen Bondsmarkt in Schwierigkeiten bringen.

So habe sich auch eine Veränderung bei der Emission der neuen zehnjährigen Bundesanleihe (ISIN DE0001102424 / WKN 110242) am Mittwoch gezeigt. Vor vier Wochen habe der Bund bei der Aufstockung der zehnjährigen Anleihe Anlegern noch einen Kupon von 0,25 Prozent geboten. Bei der aktuellen Emission im Volumen von 5 Milliarden Euro seien die Zinsen auf 0,50 Prozent erhöht worden.

Die Nachfrage habe bei 5,66 Milliarden Euro gelegen. 4,01 Milliarden Euro habe die Bundesfinanzagentur zu einer Rendite von 0,58 Prozent zugeteilt, 990 Millionen Euro seien für die Marktpflege zurück behalten worden. (14.07.2017/alc/a/a)





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DE0001102424 110242 97,92 € 96,86 €