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Renten: Wende in der US-Verschuldung - Die Staatsverschuldung nimmt wieder zu
22.02.16 09:10
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während die heftigen Börsenturbulenzen seit Jahresbeginn anhalten, analysieren die Marktteilnehmer die Gründe für die außergewöhnlich hohe Volatilität der Kurse, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Offensichtlich habe der Glaube an die Allmacht der Notenbanken nachgelassen, mit QE und ZIRP die Konjunkturprobleme zu lösen. Auch das Problem der Staatsverschuldung rücke wieder in den Vordergrund. Von den G7-Ländern habe kein einziges einen Verschuldungsgrad von 60% des BIP. Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Frankreich würden vermutlich das Ziel verfehlen, die Defizitquote und den Verschuldungsgrad zu senken.
In den USA sei die Staatsverschuldung zu einem Thema des Wahlkampfes geworden. Die republikanischen Kandidaten seien der Ansicht, die öffentlichen Finanzen mit niedrigeren Steuersätzen und massiven Ausgabenkürzungen wieder unter Kontrolle bekommen zu können. Die demokratischen Kandidaten wollten die von Präsident Obama aufgestellten Ansätze verschärft weiterführen. Mitten in den Auseinandersetzungen führe die neue Untersuchung des CBO (Congressional Budget Office) zu einer Ernüchterung. Zum ersten Mal seit 2009 würden die Defizit- und die Verschuldungsquoten wieder ansteigen.
Die Defizitquote werde sich von 2,5% auf 2,9% in 2016 erhöhen und in zehn Jahren 4,9% erreichen. Die Neuverschuldung dürfte 2016 bei USD 544 Mrd. liegen und damit den Betrag von 2015 um USD 105 Mrd. übersteigen. Das kumulative Defizit von 2017 bis 2026 werde vom CBO auf USD 9,4 Billionen geschätzt. Die Staatsschulden würden dann USD 25 Billionen erreichen. Danach, so das CBO, werde sich das Defizit erheblich beschleunigen.
Bei steigenden Zinsen und höherer Staatsverschuldung werde sich der Schuldendienst verschärfen. Die Soll-Zinsen könnten sich bei einer Normalisierung der Zinsstruktur verdreifachen.
Eine Normalisierung der US Zinsstrukturkurve mit Geldmarktssätzen von 2 bis 3% und 10-jährigen Staatsanleihen von 4 bis 5% sei wegen der Höhe der Staatsverschuldung in den USA nicht mehr zu erreichen. Bei Zinsverpflichtungen in 2025 von rund USD 1 Billion jährlich müssten die Ratingagenturen bald eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit beschließen. US-Treasuries seien damit kein "sicherer Hafen" mehr und der US-Dollar sei steigenden Belastungen ausgesetzt. Die US Valuta und der Goldpreis würden sich in einer inversen Korrelation befinden. (Ausgabe vom 21.02.2016) (22.02.2016/alc/a/a)
Offensichtlich habe der Glaube an die Allmacht der Notenbanken nachgelassen, mit QE und ZIRP die Konjunkturprobleme zu lösen. Auch das Problem der Staatsverschuldung rücke wieder in den Vordergrund. Von den G7-Ländern habe kein einziges einen Verschuldungsgrad von 60% des BIP. Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Frankreich würden vermutlich das Ziel verfehlen, die Defizitquote und den Verschuldungsgrad zu senken.
Die Defizitquote werde sich von 2,5% auf 2,9% in 2016 erhöhen und in zehn Jahren 4,9% erreichen. Die Neuverschuldung dürfte 2016 bei USD 544 Mrd. liegen und damit den Betrag von 2015 um USD 105 Mrd. übersteigen. Das kumulative Defizit von 2017 bis 2026 werde vom CBO auf USD 9,4 Billionen geschätzt. Die Staatsschulden würden dann USD 25 Billionen erreichen. Danach, so das CBO, werde sich das Defizit erheblich beschleunigen.
Bei steigenden Zinsen und höherer Staatsverschuldung werde sich der Schuldendienst verschärfen. Die Soll-Zinsen könnten sich bei einer Normalisierung der Zinsstruktur verdreifachen.
Eine Normalisierung der US Zinsstrukturkurve mit Geldmarktssätzen von 2 bis 3% und 10-jährigen Staatsanleihen von 4 bis 5% sei wegen der Höhe der Staatsverschuldung in den USA nicht mehr zu erreichen. Bei Zinsverpflichtungen in 2025 von rund USD 1 Billion jährlich müssten die Ratingagenturen bald eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit beschließen. US-Treasuries seien damit kein "sicherer Hafen" mehr und der US-Dollar sei steigenden Belastungen ausgesetzt. Die US Valuta und der Goldpreis würden sich in einer inversen Korrelation befinden. (Ausgabe vom 21.02.2016) (22.02.2016/alc/a/a)


