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Rentenmärkte von anziehender Inflation beeinflusst
03.02.17 12:26
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - In den kommenden Wochen sollte mit der Inflation ein weiteres Thema die öffentliche Debatte und die Entwicklung an den Rentenmärkten bestimmen, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Hier stelle sich die Frage, ob der Anstieg anhalte oder eher kurzfristiger Natur sei und in erster Linie auf technischen Faktoren und dem jüngsten Anstieg der Ölpreise beruhe.
Die Experten seien der Meinung, dass der zu beobachtende Anstieg lediglich ein kurzes Intermezzo darstellen könnte. Denn der Anstieg des Ölpreises auf über 50 US-Dollar sollte nicht nachhaltig sein. Ferner würden die Experten wegen der in Europa noch immer unausgelasteten Kapazitäten kein Anziehen der Inflation erkennen. Folgerichtig sollte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre ultralockere Geldpolitik unbeirrt weiter fortsetzen und erst im kommenden Jahr eine Entscheidung zugunsten eines beginnenden Taperings - also ein Zurückführen der Anleihekäufe - treffen.
Auch die weiterhin hohe Verschuldung in den meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union begründe die Erwartungshaltung, dass die EZB ihre expansive Geldpolitik beibehalten sollte. In den USA dagegen sollte der begonnene Zinserhöhungszyklus fortgesetzt werden. Die Experten würden weitere Zinsschritte der US-Notenbank Federal Reserve (FED) erwarten. Die zunehmende Divergenz in der Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks sollte sich im Verlauf des Jahres in einem anziehenden Transatlantik-Spread darstellen und zu einem gegenüber dem Euro stärkeren Dollar führen.
Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen habe sich im Januar auf über 0,44% verdoppelt. Getragen worden sei diese Bewegung von steigenden Inflationserwartungen für den Euroraum und einer extrem hohen Emissionstätigkeit. Nachdem vermehrt Anleihen mit ultralangen Laufzeiten begeben worden seien, habe dies zusätzlich renditesteigernd gewirkt. Gleichwohl würden die Renditen deutscher Bunds im kurz- und mittelfristigen Laufzeitenbereich im negativen Terrain bleiben. 2-jährige deutsche Staatsanleihen würden Ende Januar bei -0,71% rentieren. 5-jährige Papiere würden Anleger eine Minusrendite von -0,39% bringen. Lediglich bei Langläufern von zehn Jahren Laufzeit sei die Rendite mit 0,44% positiv.
Anders sei die Situation in den Vereinigten Staaten. Dort seien die Renditen der US-Bonds Ende Januar durchweg positiv. 2-jährige Papiere würden 1,19% bringen, 5-jährige 1,9% und 10-jährige 2,45%. (Ausgabe Februar 2017) (03.02.2017/alc/a/a)
Hier stelle sich die Frage, ob der Anstieg anhalte oder eher kurzfristiger Natur sei und in erster Linie auf technischen Faktoren und dem jüngsten Anstieg der Ölpreise beruhe.
Auch die weiterhin hohe Verschuldung in den meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union begründe die Erwartungshaltung, dass die EZB ihre expansive Geldpolitik beibehalten sollte. In den USA dagegen sollte der begonnene Zinserhöhungszyklus fortgesetzt werden. Die Experten würden weitere Zinsschritte der US-Notenbank Federal Reserve (FED) erwarten. Die zunehmende Divergenz in der Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks sollte sich im Verlauf des Jahres in einem anziehenden Transatlantik-Spread darstellen und zu einem gegenüber dem Euro stärkeren Dollar führen.
Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen habe sich im Januar auf über 0,44% verdoppelt. Getragen worden sei diese Bewegung von steigenden Inflationserwartungen für den Euroraum und einer extrem hohen Emissionstätigkeit. Nachdem vermehrt Anleihen mit ultralangen Laufzeiten begeben worden seien, habe dies zusätzlich renditesteigernd gewirkt. Gleichwohl würden die Renditen deutscher Bunds im kurz- und mittelfristigen Laufzeitenbereich im negativen Terrain bleiben. 2-jährige deutsche Staatsanleihen würden Ende Januar bei -0,71% rentieren. 5-jährige Papiere würden Anleger eine Minusrendite von -0,39% bringen. Lediglich bei Langläufern von zehn Jahren Laufzeit sei die Rendite mit 0,44% positiv.
Anders sei die Situation in den Vereinigten Staaten. Dort seien die Renditen der US-Bonds Ende Januar durchweg positiv. 2-jährige Papiere würden 1,19% bringen, 5-jährige 1,9% und 10-jährige 2,45%. (Ausgabe Februar 2017) (03.02.2017/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


