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Rentenmarkt: Anleger halten sich spürbar zurück
18.02.13 08:56
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Anleger hielten sich vor dem Wochenende im Vorfeld wichtiger Stimmungsindikatoren und der anstehenden Wahlen in Italien spürbar zurück, so die Analysten der Helaba.
Mit nachlassender Risikobereitschaft seien die Aufschläge an den Anleihemärkten der EU-Peripherie weiter angestiegen. Der Zinsvorsprünge zehnjähriger spanischer (5,16%), italienischer (4,37%) und portugiesischer Bonds (6,05%) hätten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 2 BP ausgeweitet. Staatspapiere aus Frankreich (2,27%) und Belgien (2,50%) hätten ihren Abstand zu Bunds gehalten.
Bundesanleihen hätten dagegen von ihrem Status als sicherer Hafen profitiert und sich auf Vortagsniveau gehalten. Allerdings habe sich das Interesse der Investoren überwiegend auf lange Laufzeiten konzentriert, kurze und mittlere Fälligkeiten seien bei unterdurchschnittlichen Umsätzen verschmäht worden. Die Schwäche nach besser als erwarteten Stimmungsindikatoren in den Vereinigten Staaten sei zum Schluss wieder wettgemacht worden. Sowohl der Empire-State-Index (+10,04 nach -7,78), als auch das Verbrauchervertrauen der University of Michigan (76,3 nach 73,8) würden die positive Grundstimmung in der Industrie und bei den Konsumenten zeigen. US-Staatsanleihen hätten sich den positiven Daten jedoch nicht entziehen können und hätten moderate Kursverluste verbucht.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (142,61) habe 2 Stellen zugelegt, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (126,37) und Schatz (110,48) seien dagegen 1 bzw. 1,5 Ticks niedriger aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 1,62% gefallen, der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen habe sich auf 147 BP ermäßigt. Zehnjährige US-Treasuries würden 2 BP höher bei 2% rentieren, der JGB- Future (144,18) verliere angesichts freundlicher Aktiennotierungen 5 Stellen. Der Euro verbillige sich auf 1,3340 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl falle auf 95,60 US-Dollar.
Trotz schwacher Wachstumszahlen zum Ende des vergangenen Jahres dürfte sich die Stimmung bei Finanzanalysten und in der Wirtschaft weiter aufgehellt haben. Dies würden die ZEW-Umfrage, das ifo-Geschäftsklimasowie die Erhebungen bei den Einkaufsmanagern des Verarbeitenden Gewerbes und im Dienstleistungssektor der Eurozone bestätigen. Preisdaten aus Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten sowie Informationen zum Wohnungsbau in den USA würden den Datenkalender komplettieren. Aufgrund des heutigen Feiertages in Amerika (Presidents Day) und keinen marktrelevanten Indikationen rechne man allerdings mit einem sehr ruhigen Wochenauftakt.
Die nahende Präsidentschaftswahl in Italien könnte jedoch im Wochenverlauf für Turbulenzen sorgen. Mit Spannung werde zudem auf die Meldung der EZB am Freitag gewartet, wie viel Liquidität Banken beim ersten Tilgungstermin des Dreijahrestenderszurückgeben wollten.
Am Primärmarkt würden in der kommenden Woche die Finanzagentur des Bundes zehnjährige Bunds um 5 Mrd. Euro und Spanien Bonos um 3,5 bis 4,5 Mrd. Euro aufstocken. Frankreich begebe BTANs mit Fälligkeiten Juli 2015 (2,5 bis 3 Mrd. Euro), Oktober 2017 (1,75 bis 2 Mrd. Euro) sowie Mai 2018 (2,75 bis 3 Mrd. Euro) im Volumen von insgesamt 7 bis 8 Mrd. Euro und OAT Linker (Juli 2024) im Volumen von 1,5 bis 2 Mrd. Euro. Großbritannien platziere neunjährige Gilts im Volumen von 2,25 Mrd. GBP, das amerikanische Schatzamt versteigere 30-jährige TIPS. (18.02.2013/alc/a/a)
Mit nachlassender Risikobereitschaft seien die Aufschläge an den Anleihemärkten der EU-Peripherie weiter angestiegen. Der Zinsvorsprünge zehnjähriger spanischer (5,16%), italienischer (4,37%) und portugiesischer Bonds (6,05%) hätten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 2 BP ausgeweitet. Staatspapiere aus Frankreich (2,27%) und Belgien (2,50%) hätten ihren Abstand zu Bunds gehalten.
Bundesanleihen hätten dagegen von ihrem Status als sicherer Hafen profitiert und sich auf Vortagsniveau gehalten. Allerdings habe sich das Interesse der Investoren überwiegend auf lange Laufzeiten konzentriert, kurze und mittlere Fälligkeiten seien bei unterdurchschnittlichen Umsätzen verschmäht worden. Die Schwäche nach besser als erwarteten Stimmungsindikatoren in den Vereinigten Staaten sei zum Schluss wieder wettgemacht worden. Sowohl der Empire-State-Index (+10,04 nach -7,78), als auch das Verbrauchervertrauen der University of Michigan (76,3 nach 73,8) würden die positive Grundstimmung in der Industrie und bei den Konsumenten zeigen. US-Staatsanleihen hätten sich den positiven Daten jedoch nicht entziehen können und hätten moderate Kursverluste verbucht.
Trotz schwacher Wachstumszahlen zum Ende des vergangenen Jahres dürfte sich die Stimmung bei Finanzanalysten und in der Wirtschaft weiter aufgehellt haben. Dies würden die ZEW-Umfrage, das ifo-Geschäftsklimasowie die Erhebungen bei den Einkaufsmanagern des Verarbeitenden Gewerbes und im Dienstleistungssektor der Eurozone bestätigen. Preisdaten aus Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten sowie Informationen zum Wohnungsbau in den USA würden den Datenkalender komplettieren. Aufgrund des heutigen Feiertages in Amerika (Presidents Day) und keinen marktrelevanten Indikationen rechne man allerdings mit einem sehr ruhigen Wochenauftakt.
Die nahende Präsidentschaftswahl in Italien könnte jedoch im Wochenverlauf für Turbulenzen sorgen. Mit Spannung werde zudem auf die Meldung der EZB am Freitag gewartet, wie viel Liquidität Banken beim ersten Tilgungstermin des Dreijahrestenderszurückgeben wollten.
Am Primärmarkt würden in der kommenden Woche die Finanzagentur des Bundes zehnjährige Bunds um 5 Mrd. Euro und Spanien Bonos um 3,5 bis 4,5 Mrd. Euro aufstocken. Frankreich begebe BTANs mit Fälligkeiten Juli 2015 (2,5 bis 3 Mrd. Euro), Oktober 2017 (1,75 bis 2 Mrd. Euro) sowie Mai 2018 (2,75 bis 3 Mrd. Euro) im Volumen von insgesamt 7 bis 8 Mrd. Euro und OAT Linker (Juli 2024) im Volumen von 1,5 bis 2 Mrd. Euro. Großbritannien platziere neunjährige Gilts im Volumen von 2,25 Mrd. GBP, das amerikanische Schatzamt versteigere 30-jährige TIPS. (18.02.2013/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5835 € | 125,717 € | -0,1335 € | -0,11% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |
Werte im Artikel



