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Rentenmarkt: Schäuble schreibt einfach die gegenwärtige Entwicklung in die Zukunft fort
13.03.14 14:33
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Zumindest das haben Wolfgang Schäuble und der neue Trainer des VfB Stuttgart, Huub Stevens, gemeinsam: Die Null muss stehen, ist das Motto von beiden, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Für Stevens gelte es Null Tore zu kassieren. Bundesfinanzminister Schäuble wolle ab dem Haushalt 2015 Null neue Schulden machen. Und zwar "ohne Tricksereien", wie er sage. Damit würde der Bund erstmals seit 46 Jahren ohne neue Schulden auskommen. Wer's glaube, werde selig! Der Griff in die Sozialkassen und die Verschiebung der Kindergelderhöhung würden bereits einen Vorgeschmack auf Zauberkünste des Finanzministers geben.
Den mittlerweile auf 1,3 Bill. EUR aufgetürmten Schuldenberg wolle die schwarz-rote Koalition freilich nicht abbauen. Vielmehr setze sie auf weiter steigende Steuereinnahmen, was angesichts der Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft nicht abwegig sei, aber eben dennoch eine Hypothek auf die Zukunft darstelle. Denn neben den Steuereinnahmen verlasse die Regierung sich auf die prall gefüllten Sozialkassen. So werde der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds gekürzt und das Rentenpaket aus den Rücklagen der Rentenversicherung finanziert.
Die zunächst bis 2017 geplanten Überschüsse werde es indessen nicht geben. Das Geld werde vielmehr für die von Schwarz-Rot beschlossenen Mehrausgaben - Rentenpläne, mehr Geld für Straßen und Bildung, Entwicklungshilfe sowie zur Entlastung der Länder und Kommunen - benötigt.
Genau dafür sollten die Ausgaben ab 2016 wieder stärker steigen. Damit Schäubles Vabanque-Spiel aufgehe, müssten die Steuereinnahmen entsprechend fließen und die Konjunktur in Fahrt bleiben. Schließlich schreibe er die gegenwärtige Entwicklung einfach in die Zukunft fort. Aber dafür gebe es keine Garantie. Für eine nachhaltige Etat-Sanierung sei künftig auch Ausgabendisziplin wichtig! Komme es aber anders, als man sich das in Berlin schönrechne, könnte es am Ende sein, dass die Null doch nicht stehe.
Sanktionen gegen Russland wegen des Vorgehens Moskaus auf der Krim? Das würde der deutschen Wirtschaft nicht schmecken, stehe Russland doch mit einem Volumen von 76 Mrd. EUR immerhin auf Platz 11 der deutschen Handelspartner. "Ein Handelskonflikt wäre für Deutschlands Wirtschaft schmerzhaft, für die russische Wirtschaft aber existenzbedrohend", sage dazu der Präsident des Außenhandelsverbandes, Anton Börner. Freilich berge die schwelende Krim-Krise das Risiko steigender Energiepreise und möglicher Spannungen auf den Finanzmärkten.
Die würden sich auch an den Staatsanleihekursen der russischen Föderation ablesen lassen, die in den vergangenen Tagen allesamt Federn hätten lassen müssen. Dabei scheine sich für Titel, die in Euro notieren würden - wie bei einer Anleihe (ISIN XS0971722342 / WKN A1HQXU) mit Laufzeit 9/2020 und 3,44% Rendite - ein gewisser Bodensatz zu bilden. Dasselbe gelte für russische Anleihen in US-Dollar wie bei einem Bond, der 7/2018 fällig werde und mit 3,10% rentiere.
Unter Druck geraten seien auch ukrainische Anleihen. Dies zeige sich an einem auf Euro lautenden Titel (ISIN XS0232329879 / WKN A0GGXG) mit Laufzeit 10/2015, der Mitte Januar noch bei 99,90% notiert habe und inzwischen auf ein Niveau von unter 85,00% gefallen sei, was einer Rendite von ca. 16% entspreche. Ebenso würden die in US-Dollar notierten ukrainischen Staatsanleihen unter der Krim-Krise leiden, wie am Beispiel eines bis 9/2015 laufenden Bonds (ISIN XS0543783434 / WKN A1A1H5), der eine Rendite von knapp 17% aufweise, zu erkennen sei.
Klar, nun sei es entscheidend, dass eine Eskalation des Konflikts verhindert werde. Und so zynisch es klingen möge, eine halbwegs geordnete Abspaltung der Krim von der Ukraine und eine Aufrechterhaltung des Handels mit Russland würde die Märkte beruhigen.
China forciere das Tempo der Liberalisierung seines Finanzsystems. So sollten im Rahmen weitreichender Finanzreformen, in denen die Marktkräfte nach dem Willen der Partei eine "entscheidende Rolle" spielen würden, in ein bis zwei Jahren die Zinsen für Spareinlagen freigegeben werden. Bisher würden die Zinsen für die Chinesen, die als Spar-Weltmeister gelten würden, sehr niedrig gehalten. Wie bereits bekannt, werde die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde auch fünf private Banken zulassen.
Dass sich am chinesischen Finanzmarkt zusätzlich einiges "normalisiert", darauf würden auch schlechte Nachrichten hinweisen. So sei der Shanghaier Photovoltaikanbieter Chaori der erste Emittent, der die Zinsen einer Unternehmensanleihe nicht mehr bedienen könne. Weitere Unregelmäßigkeiten bei Zahlungsverpflichtungen könnten somit nicht mehr ausgeschlossen werden. Außerdem würden im Reich der Mitte die ersten Finanzinstitute ausfallen. In der Ostküstenprovinz Jiangsu hätten mindestens drei kleine Finanzeinrichtungen mangels Liquidität dicht machen müssen.
Bisher hätten sich die Chinesen bei Zahlungsausfällen auf den Staat verlassen. Schließlich sei im Notfall immer Peking oder die nächste Lokalregierung eingesprungen. Vor diesem Hintergrund hätten viele Chinesen in den vergangenen Jahren auch verstärkt in kurzlaufende Unternehmensanleihen investiert, die hochriskant, aber eben auch hochverzinslich seien.
Wenn man nun mit Chaori erstmals einen Anleihe-Emittenten ausfallen lassen sollte, sei dies als erster Schritt eines Prozesses zu verstehen, in dessen Rahmen die Anleger lernen müssten, dass hohe Erträge auch mit hohen Risiken einhergehen würden. Dabei würden den Chinesen mit der geplanten Zinsfreigabe immerhin höhere Erträge auf ihre Spareinlagen winken. Davon sei man in Europa noch weit entfernt.
Schon die alten griechischen Seefahrer hätten sich immer gefreut, wenn "Land in Sicht" habe gerufen werden können. Aber bei der Finanzkrise Griechenlands scheine dieses Vokabular gänzlich aus dem Wortschatz der Notenbanker und Politiker gestrichen zu sein. Das Gezerre um die nächste Tranche der von Griechenland sehnsüchtig erwarteten Hilfsgelder in Höhe von 4,9 Mrd. EUR gehe in die nächste Runde, da es unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Höhe des Kapitalbedarfs der Banken des Landes gebe.
Nach Meinung der Griechischen Zentralbank würden die vier größten Banken ca. 6 Mrd. EUR zur Eigenkapitalaufbesserung benötigen, während hingegen die Gläubiger einen Mittelbedarf von ca. 8,5 Mrd. EUR ansetzen würden. Irgendwo dazwischen werde wohl die Wahrheit liegen.
Auch diese unterschiedliche Einschätzung verdeutliche das Grundproblem Griechenlands. Es gebe wie bei der Steuererhebung kein belastbares Material und dies mache die Rettung so schwierig. Fakt sei, dass in Griechenland die Uhren schon immer anders gegangen seien und somit die dortige Entwicklung nicht mit der in Portugal zu vergleichen sei.
Die griechische Wirtschaft sei anders strukturiert und den einzigen Lichtblick könne man darin erkennen, dass sie inzwischen langsamer schrumpfe als noch vor Monaten. Doch davon könne man nicht gesund werden, und Wachstum sehe definitiv anders aus! Oft erinnere Griechenland die Analysten an den Fall "Lehman Brothers", und man könnte es als das "Lehman Brothers der Staaten" bezeichnen. Doch im Unterschied zur Bank sei der Staat noch immer am Leben. Aber eines sei klar: "Die Ersten werden stets anders behandelt, denn es werden dadurch Exempel statuiert!"
Daher sollte man vielleicht den Kapitalbedarf der Banken vorerst ausklammern und den Weg der Neuausrichtung Griechenlands weiter beschreiten. Die Zeit hierfür werde mit jedem Tag knapper, da die anstehende Europawahl auch den Skeptikern in die Hände spiele. So habe nicht zuletzt ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sogar einen zeitlich begrenzten Austritt Griechenlands aus der Eurozone gefordert. Ob damit alle Probleme gelöst oder sogar neue geschaffen worden wären, könne nicht umfassend geklärt werden. Unter Einsatz der humanen Intelligenz sei allerdings die erste Variante eher unwahrscheinlich!
Ok, der deutsche Finanzminister peile für 2015 einen ausgeglichenen Haushalt an. Dennoch bleibe der 1,3 Bill. EUR teure Schuldenberg der Deutschen bestehen. Auf ein Vielfaches, nämlich auf 72 Bill. EUR taxiere die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) den Umfang der weltweiten Schuldenberge, die sich seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise weiter massiv aufgetürmt hätten. 2007 habe der Schuldenberg laut BIZ noch ein Volumen von umgerechnet etwa 50,4 Bill. EUR gehabt.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung seien die deutlich höheren Staatsausgaben gewesen, die seitens der Regierungen teilweise zur Rettung des Bankensystems hätten aufgebracht werden müssen. Hinzu würden Konjunkturprogramme verschiedener Staaten kommen, um nach der Krise die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Den Bestand der staatlichen Schuldentitel beziffere die BIZ bis Mitte Juni 2013 auf rund 31 Bill. EUR, was gegenüber 2007 einem Plus von etwa 80% an staatlichen Schulden entspreche.
Es solle an dieser Stelle auch nicht geunkt, sondern nur darauf hingewiesen werden, dass ein ausgeglichener Haushalt noch keinen Sommer mache - erst recht nicht in Anbetracht der weltweit aufgehäuften Staatsschulden. Ein anderes Schlaglicht darauf, wie sehr die Hasardeure bereits wieder unterwegs seien, liefere ein Blick auf die Margin Debt in den USA, also die Wertpapierkäufe auf Kredit. Mit rund 451 Mrd. US-Dollar hätten diese im Januar ein neues Allzeithoch erreicht, +24% über dem Vorjahresmonat. Im Juli 2012 hingegen seien die Wertpapierkäufe auf Kredit mit "lediglich" 278 Mrd. US-Dollar beziffert worden.
Die Deutsche Bahn AG sei am Montag pünktlich am Primärmarkt vorgefahren. Das Verkehrsunternehmen habe eine 15-jährige Anleihe (ISIN XS1045386494 / WKN A1UDVX) mit Fälligkeit März 2029 und einem jährlichen Kupon von 2,75% emittiert. Gepreist worden sei die Anleihe im Volumen von 500 Mio. EUR bei +52 bps über Mid Swap, was einen Emissionspreis von 98,685% bedeutet habe.
Der baden-württembergische Energieversorger EnBW habe eine Hybrid-Anleihe (ISIN XS1044811591 / WKN A11P78) mit Fälligkeit April 2076 begeben. Der Kupon des 1 Mrd. EUR schweren Bonds betrage 3,625%. Gepreist worden sei die Anleihe bei +233,8 bps über Mid Swap, was einer Rendite von 3,75% entsprochen habe. Der Emissionspreis habe 99,236% betragen.
Zu guter Letzt habe gestern Areva, ein französischer Industrie-Konzern, der auf dem Gebiet der Herstellung und des Verkaufs von Energie-Erzeugungsanlagen tätig sei, eine neunjährige Benchmark-Anleihe (ISIN FR0011791391 / WKN nicht bekannt) emittiert. Das Volumen der 3,125%-igen Anleihe belaufe sich auf 750 Mio. EUR. Bei einem Emissionspreis von 99,491% entspreche dies einem Spread von +150 über Mid Swap.
Es scheint so, als wäre der Frühling schon da, denn seit Tagen werden wir von frühlingshaften Temperaturen verwöhnt und die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite, so die Analysten der Baader Bank. Doch oft bemerke man erst im Schatten, dass der Sonne noch immer die Kraft fehle. So ähnlich sei auch die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten zu beschreiben.
Auf den ersten Blick scheine alles gut, die Konjunkturdaten würden passen, der Euro-Bund-Future habe beim Kontraktwechsel stark nachgegeben. Doch Vorsicht, denn der Kursrutsch sei lediglich finanzmathematisch zu begründen und sei keinem Sentimentwechsel geschuldet. Somit habe sich für Rentenhändler nichts geändert trotz der tieferen Kurse. Die Marktteilnehmer würden weiterhin aufgrund der angespannten Lage in der Ukraine und der damit verbundenen Krim-Krise verunsichert wirken.
Hinzu würden Sorgen um die chinesische Konjunktur kommen, nachdem die Exporte überraschend eingebrochen seien. So sei es nicht verwunderlich gewesen, dass die Anleger den sicheren Hafen angesteuert und Bundesanleihen nachgefragt hätten. Infolgedessen sei der Euro-Bund-Future seit seinem Kontraktwechsel am vergangenen Donnerstag vom Low bei 141,81% auf 143,11% gestiegen und habe seinem Namen - Sorgenbarometer - alle Ehre gemacht. Im Gegenzug sei die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bis auf 1,58% abgeschmolzen.
Nach dem Rollover würden sich aus der Sicht der Charttechnik folgende neue Barrieren ergeben. Als Widerstand sei die Marke bei 143,49% (Hoch vom 03.03.2014) auszumachen und nach unten ergebe sich die nächste Unterstützung im Bereich um 141,81% (Tief vom 07.03.2014).
Am heutigen Donnerstag stehe in den USA die Begebung einer neuen 30-jährigen Anleihe im Volumen von 13 Mrd. US-Dollar auf dem Programm. Dies sei dann der Schlusspunkt unter eine Mittelaufnahme von insgesamt 147 Mrd. US-Dollar in der laufenden Woche. Hierbei seien sowohl Geldmarktpapiere als auch T-Bonds mit Laufzeiten von 3, 10 und 30 Jahren emittiert worden.
Im Vergleich zu diesen Summen würden die in Euroland benötigten Gelder wie "Peanuts" erscheinen. Denn lediglich Aufstockungen für eine Altemission der Niederlande (ISIN NL0010661930 / WKN A1ZB53, 2017) im Volumen von ca. 3 Mrd. EUR und Deutschlands für 5 Mrd. EUR hätten auf der Agenda gestanden. Heute werde Italien die Investitionsbereitschaft der Anleger testen und ca. 8 Mrd. EUR in Form diverser Emissionen mit Fälligkeit in 2016/2021/2028/2037 begeben.
Nach mehreren technischen Unterzeichnungen bei Wertpapieren des Emittenten Bundesrepublik Deutschland seien die für diese Woche anstehenden Auktionen mit Spannung erwartet worden. Wie allerdings nicht anders zu erwarten, sei das Kaufinteresse der Investoren bei den kurzen Laufzeiten unverändert vorhanden gewesen.
Das angebotene Volumen von 1 Mrd. EUR für die inflationsindexierte Anleihe von 2011/2018 (ISIN DE0001030534 / WKN 103053) sei 2,7-fach überzeichnet worden und habe bei einer realen Durchschnittsrendite von -0,49% zugeteilt werden können. Das Emissionsvolumen belaufe sich nun auf insgesamt 13 Mrd. EUR. Bei den zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001137453 / WKN 113745) hätten die angepeilten 4 Mrd. EUR bei einer 2,6-fachen Überzeichnung zu einer Durchschnittsrendite von 0,15% verkauft werden können. Das Emissionsvolumen sei durch die Aufstockung auf insgesamt 9 Mrd. EUR erhöht worden.
Eigentlich befinden wir uns seit Aschermittwoch in der Fastenzeit, so die Analysten der Baader Bank. So richtig verinnerlicht habe dies der Euro allerdings noch nicht, denn die Gemeinschaftswährung habe am vergangenen Donnerstag einen kräftigen Happ genommen und sei gegenüber dem US-Dollar von 1,3720 auf 1,3948 USD gestiegen.
Ermöglicht worden sei dies, durch Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi, der den Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik einen Dämpfer verpasst habe. Denn die Entwicklungen der letzten Wochen hätten die Erwartungen der EZB im Großen und Ganzen erfüllt. Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht sei zwar positiv ausgefallen, dies habe jedoch den Appetit des Euros nur bis auf 1,3852 USD zügeln können. Seitdem befinde sich die Gemeinschaftswährung im Vergleich mit dem Greenback in einer Seitwärtsbewegung und notiere zur Stunde bei 1,3935 USD.
Auch gegenüber anderen Vergleichswährungen habe sich der Euro einer Fastenkur verweigert. So sei er gegenüber der Türkischen Lira in der vergangenen Handelswoche von 3,013 TRY bis auf 3,1286 TRY gestiegen. Diese Kursentwicklung sei allerdings in der Schwäche der eigenen Währung infolge der politisch fragilen Lage und in der Furcht vor neuen Protestwellen zu sehen gewesen. Somit schwäche sich die Türkische Lira momentan selbst.
Begründet in der "Schmalhans-Kost" bei Euro-Anleihen hätten in der vergangenen Woche erneut Fremdwährungsanleihen auf Brasilianische Real, Südafrikanische Rand, Türkische Lira und US-Dollar auf den Einkaufszetteln der Privatanleger gestanden.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen. (13.03.2014/alc/a/a)
Für Stevens gelte es Null Tore zu kassieren. Bundesfinanzminister Schäuble wolle ab dem Haushalt 2015 Null neue Schulden machen. Und zwar "ohne Tricksereien", wie er sage. Damit würde der Bund erstmals seit 46 Jahren ohne neue Schulden auskommen. Wer's glaube, werde selig! Der Griff in die Sozialkassen und die Verschiebung der Kindergelderhöhung würden bereits einen Vorgeschmack auf Zauberkünste des Finanzministers geben.
Den mittlerweile auf 1,3 Bill. EUR aufgetürmten Schuldenberg wolle die schwarz-rote Koalition freilich nicht abbauen. Vielmehr setze sie auf weiter steigende Steuereinnahmen, was angesichts der Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft nicht abwegig sei, aber eben dennoch eine Hypothek auf die Zukunft darstelle. Denn neben den Steuereinnahmen verlasse die Regierung sich auf die prall gefüllten Sozialkassen. So werde der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds gekürzt und das Rentenpaket aus den Rücklagen der Rentenversicherung finanziert.
Die zunächst bis 2017 geplanten Überschüsse werde es indessen nicht geben. Das Geld werde vielmehr für die von Schwarz-Rot beschlossenen Mehrausgaben - Rentenpläne, mehr Geld für Straßen und Bildung, Entwicklungshilfe sowie zur Entlastung der Länder und Kommunen - benötigt.
Genau dafür sollten die Ausgaben ab 2016 wieder stärker steigen. Damit Schäubles Vabanque-Spiel aufgehe, müssten die Steuereinnahmen entsprechend fließen und die Konjunktur in Fahrt bleiben. Schließlich schreibe er die gegenwärtige Entwicklung einfach in die Zukunft fort. Aber dafür gebe es keine Garantie. Für eine nachhaltige Etat-Sanierung sei künftig auch Ausgabendisziplin wichtig! Komme es aber anders, als man sich das in Berlin schönrechne, könnte es am Ende sein, dass die Null doch nicht stehe.
Sanktionen gegen Russland wegen des Vorgehens Moskaus auf der Krim? Das würde der deutschen Wirtschaft nicht schmecken, stehe Russland doch mit einem Volumen von 76 Mrd. EUR immerhin auf Platz 11 der deutschen Handelspartner. "Ein Handelskonflikt wäre für Deutschlands Wirtschaft schmerzhaft, für die russische Wirtschaft aber existenzbedrohend", sage dazu der Präsident des Außenhandelsverbandes, Anton Börner. Freilich berge die schwelende Krim-Krise das Risiko steigender Energiepreise und möglicher Spannungen auf den Finanzmärkten.
Die würden sich auch an den Staatsanleihekursen der russischen Föderation ablesen lassen, die in den vergangenen Tagen allesamt Federn hätten lassen müssen. Dabei scheine sich für Titel, die in Euro notieren würden - wie bei einer Anleihe (ISIN XS0971722342 / WKN A1HQXU) mit Laufzeit 9/2020 und 3,44% Rendite - ein gewisser Bodensatz zu bilden. Dasselbe gelte für russische Anleihen in US-Dollar wie bei einem Bond, der 7/2018 fällig werde und mit 3,10% rentiere.
Unter Druck geraten seien auch ukrainische Anleihen. Dies zeige sich an einem auf Euro lautenden Titel (ISIN XS0232329879 / WKN A0GGXG) mit Laufzeit 10/2015, der Mitte Januar noch bei 99,90% notiert habe und inzwischen auf ein Niveau von unter 85,00% gefallen sei, was einer Rendite von ca. 16% entspreche. Ebenso würden die in US-Dollar notierten ukrainischen Staatsanleihen unter der Krim-Krise leiden, wie am Beispiel eines bis 9/2015 laufenden Bonds (ISIN XS0543783434 / WKN A1A1H5), der eine Rendite von knapp 17% aufweise, zu erkennen sei.
Klar, nun sei es entscheidend, dass eine Eskalation des Konflikts verhindert werde. Und so zynisch es klingen möge, eine halbwegs geordnete Abspaltung der Krim von der Ukraine und eine Aufrechterhaltung des Handels mit Russland würde die Märkte beruhigen.
China forciere das Tempo der Liberalisierung seines Finanzsystems. So sollten im Rahmen weitreichender Finanzreformen, in denen die Marktkräfte nach dem Willen der Partei eine "entscheidende Rolle" spielen würden, in ein bis zwei Jahren die Zinsen für Spareinlagen freigegeben werden. Bisher würden die Zinsen für die Chinesen, die als Spar-Weltmeister gelten würden, sehr niedrig gehalten. Wie bereits bekannt, werde die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde auch fünf private Banken zulassen.
Dass sich am chinesischen Finanzmarkt zusätzlich einiges "normalisiert", darauf würden auch schlechte Nachrichten hinweisen. So sei der Shanghaier Photovoltaikanbieter Chaori der erste Emittent, der die Zinsen einer Unternehmensanleihe nicht mehr bedienen könne. Weitere Unregelmäßigkeiten bei Zahlungsverpflichtungen könnten somit nicht mehr ausgeschlossen werden. Außerdem würden im Reich der Mitte die ersten Finanzinstitute ausfallen. In der Ostküstenprovinz Jiangsu hätten mindestens drei kleine Finanzeinrichtungen mangels Liquidität dicht machen müssen.
Bisher hätten sich die Chinesen bei Zahlungsausfällen auf den Staat verlassen. Schließlich sei im Notfall immer Peking oder die nächste Lokalregierung eingesprungen. Vor diesem Hintergrund hätten viele Chinesen in den vergangenen Jahren auch verstärkt in kurzlaufende Unternehmensanleihen investiert, die hochriskant, aber eben auch hochverzinslich seien.
Wenn man nun mit Chaori erstmals einen Anleihe-Emittenten ausfallen lassen sollte, sei dies als erster Schritt eines Prozesses zu verstehen, in dessen Rahmen die Anleger lernen müssten, dass hohe Erträge auch mit hohen Risiken einhergehen würden. Dabei würden den Chinesen mit der geplanten Zinsfreigabe immerhin höhere Erträge auf ihre Spareinlagen winken. Davon sei man in Europa noch weit entfernt.
Schon die alten griechischen Seefahrer hätten sich immer gefreut, wenn "Land in Sicht" habe gerufen werden können. Aber bei der Finanzkrise Griechenlands scheine dieses Vokabular gänzlich aus dem Wortschatz der Notenbanker und Politiker gestrichen zu sein. Das Gezerre um die nächste Tranche der von Griechenland sehnsüchtig erwarteten Hilfsgelder in Höhe von 4,9 Mrd. EUR gehe in die nächste Runde, da es unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Höhe des Kapitalbedarfs der Banken des Landes gebe.
Nach Meinung der Griechischen Zentralbank würden die vier größten Banken ca. 6 Mrd. EUR zur Eigenkapitalaufbesserung benötigen, während hingegen die Gläubiger einen Mittelbedarf von ca. 8,5 Mrd. EUR ansetzen würden. Irgendwo dazwischen werde wohl die Wahrheit liegen.
Auch diese unterschiedliche Einschätzung verdeutliche das Grundproblem Griechenlands. Es gebe wie bei der Steuererhebung kein belastbares Material und dies mache die Rettung so schwierig. Fakt sei, dass in Griechenland die Uhren schon immer anders gegangen seien und somit die dortige Entwicklung nicht mit der in Portugal zu vergleichen sei.
Die griechische Wirtschaft sei anders strukturiert und den einzigen Lichtblick könne man darin erkennen, dass sie inzwischen langsamer schrumpfe als noch vor Monaten. Doch davon könne man nicht gesund werden, und Wachstum sehe definitiv anders aus! Oft erinnere Griechenland die Analysten an den Fall "Lehman Brothers", und man könnte es als das "Lehman Brothers der Staaten" bezeichnen. Doch im Unterschied zur Bank sei der Staat noch immer am Leben. Aber eines sei klar: "Die Ersten werden stets anders behandelt, denn es werden dadurch Exempel statuiert!"
Daher sollte man vielleicht den Kapitalbedarf der Banken vorerst ausklammern und den Weg der Neuausrichtung Griechenlands weiter beschreiten. Die Zeit hierfür werde mit jedem Tag knapper, da die anstehende Europawahl auch den Skeptikern in die Hände spiele. So habe nicht zuletzt ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sogar einen zeitlich begrenzten Austritt Griechenlands aus der Eurozone gefordert. Ob damit alle Probleme gelöst oder sogar neue geschaffen worden wären, könne nicht umfassend geklärt werden. Unter Einsatz der humanen Intelligenz sei allerdings die erste Variante eher unwahrscheinlich!
Ok, der deutsche Finanzminister peile für 2015 einen ausgeglichenen Haushalt an. Dennoch bleibe der 1,3 Bill. EUR teure Schuldenberg der Deutschen bestehen. Auf ein Vielfaches, nämlich auf 72 Bill. EUR taxiere die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) den Umfang der weltweiten Schuldenberge, die sich seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise weiter massiv aufgetürmt hätten. 2007 habe der Schuldenberg laut BIZ noch ein Volumen von umgerechnet etwa 50,4 Bill. EUR gehabt.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung seien die deutlich höheren Staatsausgaben gewesen, die seitens der Regierungen teilweise zur Rettung des Bankensystems hätten aufgebracht werden müssen. Hinzu würden Konjunkturprogramme verschiedener Staaten kommen, um nach der Krise die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Den Bestand der staatlichen Schuldentitel beziffere die BIZ bis Mitte Juni 2013 auf rund 31 Bill. EUR, was gegenüber 2007 einem Plus von etwa 80% an staatlichen Schulden entspreche.
Es solle an dieser Stelle auch nicht geunkt, sondern nur darauf hingewiesen werden, dass ein ausgeglichener Haushalt noch keinen Sommer mache - erst recht nicht in Anbetracht der weltweit aufgehäuften Staatsschulden. Ein anderes Schlaglicht darauf, wie sehr die Hasardeure bereits wieder unterwegs seien, liefere ein Blick auf die Margin Debt in den USA, also die Wertpapierkäufe auf Kredit. Mit rund 451 Mrd. US-Dollar hätten diese im Januar ein neues Allzeithoch erreicht, +24% über dem Vorjahresmonat. Im Juli 2012 hingegen seien die Wertpapierkäufe auf Kredit mit "lediglich" 278 Mrd. US-Dollar beziffert worden.
Die Deutsche Bahn AG sei am Montag pünktlich am Primärmarkt vorgefahren. Das Verkehrsunternehmen habe eine 15-jährige Anleihe (ISIN XS1045386494 / WKN A1UDVX) mit Fälligkeit März 2029 und einem jährlichen Kupon von 2,75% emittiert. Gepreist worden sei die Anleihe im Volumen von 500 Mio. EUR bei +52 bps über Mid Swap, was einen Emissionspreis von 98,685% bedeutet habe.
Zu guter Letzt habe gestern Areva, ein französischer Industrie-Konzern, der auf dem Gebiet der Herstellung und des Verkaufs von Energie-Erzeugungsanlagen tätig sei, eine neunjährige Benchmark-Anleihe (ISIN FR0011791391 / WKN nicht bekannt) emittiert. Das Volumen der 3,125%-igen Anleihe belaufe sich auf 750 Mio. EUR. Bei einem Emissionspreis von 99,491% entspreche dies einem Spread von +150 über Mid Swap.
Es scheint so, als wäre der Frühling schon da, denn seit Tagen werden wir von frühlingshaften Temperaturen verwöhnt und die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite, so die Analysten der Baader Bank. Doch oft bemerke man erst im Schatten, dass der Sonne noch immer die Kraft fehle. So ähnlich sei auch die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten zu beschreiben.
Auf den ersten Blick scheine alles gut, die Konjunkturdaten würden passen, der Euro-Bund-Future habe beim Kontraktwechsel stark nachgegeben. Doch Vorsicht, denn der Kursrutsch sei lediglich finanzmathematisch zu begründen und sei keinem Sentimentwechsel geschuldet. Somit habe sich für Rentenhändler nichts geändert trotz der tieferen Kurse. Die Marktteilnehmer würden weiterhin aufgrund der angespannten Lage in der Ukraine und der damit verbundenen Krim-Krise verunsichert wirken.
Hinzu würden Sorgen um die chinesische Konjunktur kommen, nachdem die Exporte überraschend eingebrochen seien. So sei es nicht verwunderlich gewesen, dass die Anleger den sicheren Hafen angesteuert und Bundesanleihen nachgefragt hätten. Infolgedessen sei der Euro-Bund-Future seit seinem Kontraktwechsel am vergangenen Donnerstag vom Low bei 141,81% auf 143,11% gestiegen und habe seinem Namen - Sorgenbarometer - alle Ehre gemacht. Im Gegenzug sei die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bis auf 1,58% abgeschmolzen.
Nach dem Rollover würden sich aus der Sicht der Charttechnik folgende neue Barrieren ergeben. Als Widerstand sei die Marke bei 143,49% (Hoch vom 03.03.2014) auszumachen und nach unten ergebe sich die nächste Unterstützung im Bereich um 141,81% (Tief vom 07.03.2014).
Am heutigen Donnerstag stehe in den USA die Begebung einer neuen 30-jährigen Anleihe im Volumen von 13 Mrd. US-Dollar auf dem Programm. Dies sei dann der Schlusspunkt unter eine Mittelaufnahme von insgesamt 147 Mrd. US-Dollar in der laufenden Woche. Hierbei seien sowohl Geldmarktpapiere als auch T-Bonds mit Laufzeiten von 3, 10 und 30 Jahren emittiert worden.
Im Vergleich zu diesen Summen würden die in Euroland benötigten Gelder wie "Peanuts" erscheinen. Denn lediglich Aufstockungen für eine Altemission der Niederlande (ISIN NL0010661930 / WKN A1ZB53, 2017) im Volumen von ca. 3 Mrd. EUR und Deutschlands für 5 Mrd. EUR hätten auf der Agenda gestanden. Heute werde Italien die Investitionsbereitschaft der Anleger testen und ca. 8 Mrd. EUR in Form diverser Emissionen mit Fälligkeit in 2016/2021/2028/2037 begeben.
Nach mehreren technischen Unterzeichnungen bei Wertpapieren des Emittenten Bundesrepublik Deutschland seien die für diese Woche anstehenden Auktionen mit Spannung erwartet worden. Wie allerdings nicht anders zu erwarten, sei das Kaufinteresse der Investoren bei den kurzen Laufzeiten unverändert vorhanden gewesen.
Das angebotene Volumen von 1 Mrd. EUR für die inflationsindexierte Anleihe von 2011/2018 (ISIN DE0001030534 / WKN 103053) sei 2,7-fach überzeichnet worden und habe bei einer realen Durchschnittsrendite von -0,49% zugeteilt werden können. Das Emissionsvolumen belaufe sich nun auf insgesamt 13 Mrd. EUR. Bei den zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001137453 / WKN 113745) hätten die angepeilten 4 Mrd. EUR bei einer 2,6-fachen Überzeichnung zu einer Durchschnittsrendite von 0,15% verkauft werden können. Das Emissionsvolumen sei durch die Aufstockung auf insgesamt 9 Mrd. EUR erhöht worden.
Eigentlich befinden wir uns seit Aschermittwoch in der Fastenzeit, so die Analysten der Baader Bank. So richtig verinnerlicht habe dies der Euro allerdings noch nicht, denn die Gemeinschaftswährung habe am vergangenen Donnerstag einen kräftigen Happ genommen und sei gegenüber dem US-Dollar von 1,3720 auf 1,3948 USD gestiegen.
Ermöglicht worden sei dies, durch Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi, der den Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik einen Dämpfer verpasst habe. Denn die Entwicklungen der letzten Wochen hätten die Erwartungen der EZB im Großen und Ganzen erfüllt. Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht sei zwar positiv ausgefallen, dies habe jedoch den Appetit des Euros nur bis auf 1,3852 USD zügeln können. Seitdem befinde sich die Gemeinschaftswährung im Vergleich mit dem Greenback in einer Seitwärtsbewegung und notiere zur Stunde bei 1,3935 USD.
Auch gegenüber anderen Vergleichswährungen habe sich der Euro einer Fastenkur verweigert. So sei er gegenüber der Türkischen Lira in der vergangenen Handelswoche von 3,013 TRY bis auf 3,1286 TRY gestiegen. Diese Kursentwicklung sei allerdings in der Schwäche der eigenen Währung infolge der politisch fragilen Lage und in der Furcht vor neuen Protestwellen zu sehen gewesen. Somit schwäche sich die Türkische Lira momentan selbst.
Begründet in der "Schmalhans-Kost" bei Euro-Anleihen hätten in der vergangenen Woche erneut Fremdwährungsanleihen auf Brasilianische Real, Südafrikanische Rand, Türkische Lira und US-Dollar auf den Einkaufszetteln der Privatanleger gestanden.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen. (13.03.2014/alc/a/a)
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