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Rentenmarkt: Seitwärtsbewegung bei Bunds und Treasuries
08.04.14 15:26
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank hat erwartungsgemäß das Volumen der monatlichen Anleihekäufe um weitere 10 auf 55 Milliarden US-Dollar reduziert, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Die Leitzinsen würden unverändert in der Spanne von 0 bis 0,25% gehalten. Die FED rechne weiterhin mit einer konjunkturellen Erholung - unabhängig von der vorübergehenden Beruhigung in Folge des außergewöhnlich kalten Winterwetters. Das Erreichen der Arbeitslosenquote von 6,5% als notwendige Bedingung für eine Erhöhung der Leitzinsen werde nicht mehr genannt.
Notenbankpräsidentin Yellen habe aber klar gemacht, dass ein niedriges Leitzinsniveau angebracht sei, auch für die Zeit nach Beendigung des Anleihekaufprogramms. Interessant in diesem Zusammenhang seien die neuen Projektionen der Zentralbank. Die Notenbanker würden für die Jahre 2015 und 2016 ein Leitzinsniveau von 1,00% bzw. 2,25% (Median) für angemessen im Vergleich zu 0,75% bzw. 1,75% bei der letzten Umfrage Mitte Dezember halten.
lm März seien die Rentenmärkte von positiven US-Konjunkturnachrichten beeinflusst worden. Die Zahl der Beschäftigten sei um 175.000 gestiegen und habe die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch der ISM-Index habe mit einem Anstieg auf 53,2 Punkte überzeugen können, auch wenn der Anstieg einem sehr deutlichen Rückgang gefolgt sei.
Sowohl die Daten vom Arbeitsmarkt als auch der ISM-Index würden die These von einer temporären, wetterbedingten Schwächephase der US-Wirtschaft unterstreichen. Die US-Verbraucher seien ebenfalls der Meinung, dass die Wirtschaft den eingeschlagenen Erholungskurs fortsetzen sollte. Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen habe im letzten Monat den höchsten Stand seit 2008 erreicht.
Der EZB-Rat habe auf seiner geldpolitischen Sitzung Anfang April den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,25% belassen. Quantitative Maßnahmen seien zwar ausführlich diskutiert worden, aber nicht beschlossen. Als wichtigstes Argument von den Befürwortern einer geldpolitischen Lockerung werde die Sorge vor einer vermeintlichen Deflation in Europa angeführt.
Im März seien die Verbraucherpreise in Euroland lediglich noch um 0,5% gestiegen. Angesichts der sich fortsetzenden konjunkturellen Erholung in der Euro-Zone könne von einer Deflation, bei der sich die Verbraucher mit Einkäufen zurückhalten würden, weil sie auf immer noch tiefere Preise spekulieren würden, aber keine Rede sein.
EZB-Präsident Draghi habe gleichwohl deutlich gemacht, dass die EZB notfalls durchaus bereit sei, zu unkonventionellen Maßnahmen zu greifen. Seit die FED dem Markt zunehmend Liquidität entziehe, würden die Investoren nun die EZB bedrängen, den Geldhahn noch weiter zu öffnen, damit der Nachschub der süßen Droge Liquidität den Aktienmärkten - zum Vorteil risikofreudiger Anleger - möglichst lange gesichert bleibe.
Die Industrie sei gut in das neue Jahr gestartet, sowohl der Auftragseingang als auch die Industrieproduktion hätten im Januar zulegen können. Insgesamt würden die Konjunkturdaten eine weitere Expansion der deutschen Wirtschaft andeuten. Auch die Eurozone insgesamt dürfte ihren Wachstumskurs fortsetzen, die Einkaufsmanagerindices für die Eurozone seien im März zwar leicht gefallen, würden aber seit einigen Monaten im expansiven Bereich notieren.
Die Konjunkturindikatoren für die deutsche Wirtschaft hätten im März einen leichten Rückgang verzeichnet. Die derzeitige Lage werde von den Umfrageteilnehmern zwar noch einmal besser eingeschätzt als im Vormonat. Allerdings würden sowohl das ifo-Geschäftsklima als auch der ZEW-Index zeigen, dass die Umfrageteilnehmer die weitere konjunkturelle Entwicklung nicht mehr ganz so positiv einschätzen würden wie in den Vormonaten.
Erfreulicherweise hätten die beiden Einkaufsmanagerindices für die französische Wirtschaft den höchsten Stand seit 2,5 Jahren erreichen können, beide Indices würden damit wieder ein Wachstum der Wirtschaft anzeigen. Die EZB habe auch im März keine expansiven Maßnahmen beschlossen, begründet worden sei die unveränderte Geldpolitik mit den verbesserten Konjunkturdaten. Der Rückgang der Inflation auf nur noch 0,5%, auch wenn er wahrscheinlich nur ein temporäres Phänomen sei, dürfte die Spekulationen um eine expansivere Geldpolitik aber erneut befeuern.
Sowohl die Renditen der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen als auch von US-Treasuries mit gleicher Laufzeit würden sich seit Wochen in einer engen Trading-Range seitwärts bewegen. Bei der Bundrendite verlaufe der untere Begrenzungsbereich bei 1,50%, der obere Begrenzungsbereich verlaufe bei 1,70%. Die Renditen der Treasuries würden zwischen 2,60% und 2,80% schwanken. Kurzfristig würden die Experten keinen Ausbruch aus den genannten Spannbreiten erwarten. (Ausgabe April 2014) (08.04.2014/alc/a/a)
Die Leitzinsen würden unverändert in der Spanne von 0 bis 0,25% gehalten. Die FED rechne weiterhin mit einer konjunkturellen Erholung - unabhängig von der vorübergehenden Beruhigung in Folge des außergewöhnlich kalten Winterwetters. Das Erreichen der Arbeitslosenquote von 6,5% als notwendige Bedingung für eine Erhöhung der Leitzinsen werde nicht mehr genannt.
Notenbankpräsidentin Yellen habe aber klar gemacht, dass ein niedriges Leitzinsniveau angebracht sei, auch für die Zeit nach Beendigung des Anleihekaufprogramms. Interessant in diesem Zusammenhang seien die neuen Projektionen der Zentralbank. Die Notenbanker würden für die Jahre 2015 und 2016 ein Leitzinsniveau von 1,00% bzw. 2,25% (Median) für angemessen im Vergleich zu 0,75% bzw. 1,75% bei der letzten Umfrage Mitte Dezember halten.
lm März seien die Rentenmärkte von positiven US-Konjunkturnachrichten beeinflusst worden. Die Zahl der Beschäftigten sei um 175.000 gestiegen und habe die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch der ISM-Index habe mit einem Anstieg auf 53,2 Punkte überzeugen können, auch wenn der Anstieg einem sehr deutlichen Rückgang gefolgt sei.
Sowohl die Daten vom Arbeitsmarkt als auch der ISM-Index würden die These von einer temporären, wetterbedingten Schwächephase der US-Wirtschaft unterstreichen. Die US-Verbraucher seien ebenfalls der Meinung, dass die Wirtschaft den eingeschlagenen Erholungskurs fortsetzen sollte. Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen habe im letzten Monat den höchsten Stand seit 2008 erreicht.
Im März seien die Verbraucherpreise in Euroland lediglich noch um 0,5% gestiegen. Angesichts der sich fortsetzenden konjunkturellen Erholung in der Euro-Zone könne von einer Deflation, bei der sich die Verbraucher mit Einkäufen zurückhalten würden, weil sie auf immer noch tiefere Preise spekulieren würden, aber keine Rede sein.
EZB-Präsident Draghi habe gleichwohl deutlich gemacht, dass die EZB notfalls durchaus bereit sei, zu unkonventionellen Maßnahmen zu greifen. Seit die FED dem Markt zunehmend Liquidität entziehe, würden die Investoren nun die EZB bedrängen, den Geldhahn noch weiter zu öffnen, damit der Nachschub der süßen Droge Liquidität den Aktienmärkten - zum Vorteil risikofreudiger Anleger - möglichst lange gesichert bleibe.
Die Industrie sei gut in das neue Jahr gestartet, sowohl der Auftragseingang als auch die Industrieproduktion hätten im Januar zulegen können. Insgesamt würden die Konjunkturdaten eine weitere Expansion der deutschen Wirtschaft andeuten. Auch die Eurozone insgesamt dürfte ihren Wachstumskurs fortsetzen, die Einkaufsmanagerindices für die Eurozone seien im März zwar leicht gefallen, würden aber seit einigen Monaten im expansiven Bereich notieren.
Die Konjunkturindikatoren für die deutsche Wirtschaft hätten im März einen leichten Rückgang verzeichnet. Die derzeitige Lage werde von den Umfrageteilnehmern zwar noch einmal besser eingeschätzt als im Vormonat. Allerdings würden sowohl das ifo-Geschäftsklima als auch der ZEW-Index zeigen, dass die Umfrageteilnehmer die weitere konjunkturelle Entwicklung nicht mehr ganz so positiv einschätzen würden wie in den Vormonaten.
Erfreulicherweise hätten die beiden Einkaufsmanagerindices für die französische Wirtschaft den höchsten Stand seit 2,5 Jahren erreichen können, beide Indices würden damit wieder ein Wachstum der Wirtschaft anzeigen. Die EZB habe auch im März keine expansiven Maßnahmen beschlossen, begründet worden sei die unveränderte Geldpolitik mit den verbesserten Konjunkturdaten. Der Rückgang der Inflation auf nur noch 0,5%, auch wenn er wahrscheinlich nur ein temporäres Phänomen sei, dürfte die Spekulationen um eine expansivere Geldpolitik aber erneut befeuern.
Sowohl die Renditen der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen als auch von US-Treasuries mit gleicher Laufzeit würden sich seit Wochen in einer engen Trading-Range seitwärts bewegen. Bei der Bundrendite verlaufe der untere Begrenzungsbereich bei 1,50%, der obere Begrenzungsbereich verlaufe bei 1,70%. Die Renditen der Treasuries würden zwischen 2,60% und 2,80% schwanken. Kurzfristig würden die Experten keinen Ausbruch aus den genannten Spannbreiten erwarten. (Ausgabe April 2014) (08.04.2014/alc/a/a)


