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Rückblick 2012: Anleihen- und Aktienmärkte mit Top-Performance


06.12.12 11:25
Pioneer Investments Austria

Wien (www.anleihencheck.de) - 2012 kann bisher als Rekordjahr für Anleiheninvestments (über +10% bei Euro-Staatsanleihen, +12% bei Euro-Unternehmensanleihen inkl. Financials, +24% bei Euro High Yield Anleihen und +15% bei Emerging Markets Unternehmensanleihen) und als Super-Aktienjahr mit rund +5% bis +25% an den wichtigsten Börsen charakterisiert werden, berichtet Hans Köck, Head of Investment Communications bei Pioneer Investments Austria (die Werte beziehen sich auf den Stand Ende November).

Die Schlagzeilen seien auch 2012 von diversen Krisenszenarien geprägt gewesen und die Stimmung der Investoren - besonders im privaten Bereich - sei entsprechend schlecht gewesen. Trotzdem hätten die meisten globalen Aktienmärkte tolle Performances geliefert. Da viele Investoren nach wie vor eine geringe Aktiengewichtung in ihren Portfolios halten würden, seien die Aktien bei vergleichsweise geringen Umsätzen gestiegen. Viele Anleger hätten die Rally versäumt.

Die trotz der Kursanstiege günstige Bewertung der wichtigsten Aktienmärkte (die Dividendenrenditen lägen in USA und in den Kernländern der Eurozone über den Renditen von Staatsanleihen) und die bisher geringe Nachfrage würden auch für das kommende Jahr auf Potenzial für Kursanstiege hindeuten. "Für besonders interessant halten wir dabei europäische Aktien und weiterhin Aktien aus den Emerging Markets, die 2012 underperformt haben", konkretisiere Köck.

Im Bereich der Staatsanleihen der Eurozone-Kernländer und der USA sei damit zu rechnen, dass die Zinsen auch weiterhin auf extrem niedrigen Niveaus bleiben würden. "Das niedrige Zinsumfeld sollte auch 2013 zu einer "Suche nach Rendite" bei Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer, sowie weiterhin bei High Yield Anleihen und Staats- und Unternehmensanleihen der Emerging Markets führen", habe Köck gesagt.

Die Tatsache, dass Anleger in Europa und den USA derzeit bei sicheren Staatsanleihen weniger Zinsen lukrieren würden als die Inflationsrate, sollte aus der Sicht von Pioneer Investments 2013 dazu beitragen, das Fondsgeschäft in Österreich zu beleben.

Eurokrise, US Fiscal Cliff und der Übergang der chinesischen Wirtschaft von der starken Abhängigkeit von Investitionen und Exporten in Richtung Binnenkonsum könnten auch 2013 für Störfeuer an den Märkten sorgen. (06.12.2012/alc/a/a)