Schwedische Riksbank senkt Leitzins in den negativen Bereich


13.02.15 09:24
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die schwedische Notenbank (Riksbank) hat gestern überraschend ihren Leitzins um 10 BP abgesenkt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Mit -0,1% liege er nun erstmals im negativen Bereich. Zudem habe die Notenbank den Ankauf schwedischer Staatsanleihen im Volumen von 10 Mrd. SEK (Schwedische Krone) (Laufzeitensegment: ein bis fünf Jahre) angekündigt und ihre Bereitschaft erklärt, gegebenenfalls weitere Käufe vorzunehmen, unabhängig von den Terminen der nächsten Notenbanksitzungen.

Die Notenbanker würden zwar erwarten, dass die Inflationsrate (Dezember 2014: -0,3% gg. Vj.) aktuell die Talsohle durchschreite. Sie hätten aber die Sorge, dass sich keine schnelle Rückkehr zum Inflationsziel von 2% abzeichnen könnte. Die Währungshüter seien daher nicht an einer Aufwertung der Schwedischen Krone interessiert.

Die Notenbanker würden derzeit von einem Anziehen der geldpolitischen Zügel im 2. Halbjahr 2016 ausgehen. Die Analysten würden demgegenüber eine Leitzinsanhebung erst im Verlauf von 2017 erwarten. Die Schwedische Krone habe vor dem Hintergrund der neuen geldpolitischen Weichenstellungen auf gut 9,60 EUR/SEK nachgegeben.

Keine neuen geldpolitischen Weichenstellungen würden sich demgegenüber aus dem Inflationsbericht der britischen Notenbank ergeben. Der Wachstumsausblick für das laufende Jahr sei bei 2,9% geblieben. Für 2016 sei eine Aufwärtsrevision um 0,3 Prozentpunkte auf 2,9% erfolgt, für 2017 eine Adjustierung um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7%. Bei den Inflationseinschätzungen seien Abwärtsrevisionen auf 0,5% für 2015 erfolgt. Der Wert für 2016 sei konstant bei 1,8% geblieben. Für 2017 sei eine marginale Anhebung um 0,1 Prozent punkte auf 2,1% erfolgt. Die Analysten würden wie bisher mit einer Anhebung der "Base Rate" erst im Februar des kommenden Jahres rechnen.

Der Euro habe von der Einigung auf dem Minsker Friedensgipfel - Waffenruhe ab dem 15. Februar, Abzug von schwerer Artillerie - profitieren und sich jenseits von 1,14 USD befestigen können. Berichte, wonach die EZB den Rahmen der Notkredite (ELA) für griechische Banken um rund fünf Mrd. EUR auf 65 Mrd. EUR aufgestockt habe, hätten nicht für Verunsicherung gesorgt. Der Eurogruppenchef Jereon Dijsselbloem und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hätten auf dem EU-Gipfel Gespräche vereinbart, um das nächste Treffen der Finanzminister der Eurogruppe am Montag vorzubereiten.

Der niederländische Finanzminister habe betont, eine Einigung auf der Expertenebene sei zwar möglich, eine politische Übereinkunft sei aber viel schwieriger zu erreichen. Laut dem griechischen Regierungssprecher werde Griechenland alles tun, was es könne, um mit den EU-Partnern am Montag ein Abkommen zu erzielen.

Aufwind habe der Euro auch durch schwache US-Konjunkturdaten bekommen. Es hätten die Einzelhandelsumsätze zum Jahresauftakt enttäuscht. Im Januar hätten die Einzelhandelsumsätze im Monatsvergleich um 0,8% nachgegeben. Im Marktdurchschnitt sei mit einem Rückgang um 0,5% gerechnet worden. (13.02.2015/alc/a/a)





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