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Schweiz: SNB hält vorerst Leitzinsen stabil
21.03.16 09:23
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Schweizer Wirtschaft ist im Jahr 2015 um 0,9% Y/Y gewachsen, so die Analysten der Nord LB.
Die Dynamik sei damit infolge des CHF-Schocks nur noch halb so hoch gewesen wie im Jahr 2014. Im Schlussquartal habe das BIP aber überraschend kräftig zugelegt, zum Vorquartal habe sich eine Wachstumsrate von saisonbereinigt +0,4% ergeben. Wachstumsimpulse seien erneut vom privaten und öffentlichen Konsum gekommen. Der Konsum habe sich wie schon das gesamte Jahr 2015 als die verlässlichste Wachstumsstütze in der Schweiz erwiesen. Die Investitionen hätten sich hingegen schwach entwickelt. So hätten sich die Ausrüstungsinvestitionen um 0,9% Q/Q verringert, während die Bauinvestitionen praktisch stagniert hätten (+0,1% Q/Q). Ein hoher Wachstumsbeitrag sei zudem durch einen erheblichen Vorratsaufbau zustande gekommen, der zum Wachstum 0,7 Prozentpunkte beigetragen habe.
Für das laufende Jahr würden die Analysten ein etwas höheres BIP-Wachstum von 1,3% erwarten. Im Februar hätten sich die Frühindikatoren deutlich verbessert, die Lage am Arbeitsmarkt bleibe aber vorerst angespannt. Dies deute u.a. die PMI Beschäftigungskomponente an.
Nach der Lockerung der Geldpolitik durch die EZB war die geldpolitische Lagebeurteilung der SNB mit Spannung erwartet worden. Die Leitzinsen seien im März vorerst unverändert belassen worden. So verharre das Zielband für den Drei-Monats-Libor zwischen -1,25% und -0,25%. Der Zins auf Sichteinlagen bei der SNB - die über einen gewissen Schwellenwert hinausgehen würden - bleibe weiterhin bei -0,75%. Die SNB habe aber erneut betont, dass sie den CHF nach wie vor als "deutlich überbewertet" ansehe. Folglich bleibe der Negativzins ein wichtiges Instrument, um Anlagen im Schweizer Franken unattraktiver zu machen. Vor dem Jahr 2018 sei aus Sicht der Analysten nicht mit einer Anhebung des Einlagesatzes zu rechnen.
Zudem werde die SNB weiterhin am Devisenmarkt aktiv bleiben, um bei Bedarf die Wechselkursentwicklung zu beeinflussen. Thomas Jordan habe aber kein Instrument ausschließen wollen, was angesichts der hohen Risiken (China, Geopolitik, Brexit) nur verständlich sei.
Im Vorfeld der Sitzungen von EZB und SNB sei spekuliert worden, wie die SNB auf eine geldpolitische Lockerung der EZB reagieren würde. Da die EZB aber weniger auf den Wechselkurskanal fokussiert habe, sondern stärker auf eine Beeinflussung der Kreditmärkte gebaut habe, sei es zu keinem übermäßigen Aufwertungsdruck für den Schweizer Franken gekommen. Zwar möge die SNB am Devisenmarkt aktiv gewesen sein, hierzu habe sie aber weiterhin ausreichend Spielraum. Seit der EZB-Sitzung bewege sich der Wechselkurs zwischen knapp 1,0900 und etwas über 1,1000 CHF je EUR. Die Analysten würden den CHF erst Ende des Jahres etwas schwächer bei 1,12 CHF je EUR erwarten. (Ausgabe April 2016) (21.03.2016/alc/a/a)
Die Dynamik sei damit infolge des CHF-Schocks nur noch halb so hoch gewesen wie im Jahr 2014. Im Schlussquartal habe das BIP aber überraschend kräftig zugelegt, zum Vorquartal habe sich eine Wachstumsrate von saisonbereinigt +0,4% ergeben. Wachstumsimpulse seien erneut vom privaten und öffentlichen Konsum gekommen. Der Konsum habe sich wie schon das gesamte Jahr 2015 als die verlässlichste Wachstumsstütze in der Schweiz erwiesen. Die Investitionen hätten sich hingegen schwach entwickelt. So hätten sich die Ausrüstungsinvestitionen um 0,9% Q/Q verringert, während die Bauinvestitionen praktisch stagniert hätten (+0,1% Q/Q). Ein hoher Wachstumsbeitrag sei zudem durch einen erheblichen Vorratsaufbau zustande gekommen, der zum Wachstum 0,7 Prozentpunkte beigetragen habe.
Nach der Lockerung der Geldpolitik durch die EZB war die geldpolitische Lagebeurteilung der SNB mit Spannung erwartet worden. Die Leitzinsen seien im März vorerst unverändert belassen worden. So verharre das Zielband für den Drei-Monats-Libor zwischen -1,25% und -0,25%. Der Zins auf Sichteinlagen bei der SNB - die über einen gewissen Schwellenwert hinausgehen würden - bleibe weiterhin bei -0,75%. Die SNB habe aber erneut betont, dass sie den CHF nach wie vor als "deutlich überbewertet" ansehe. Folglich bleibe der Negativzins ein wichtiges Instrument, um Anlagen im Schweizer Franken unattraktiver zu machen. Vor dem Jahr 2018 sei aus Sicht der Analysten nicht mit einer Anhebung des Einlagesatzes zu rechnen.
Zudem werde die SNB weiterhin am Devisenmarkt aktiv bleiben, um bei Bedarf die Wechselkursentwicklung zu beeinflussen. Thomas Jordan habe aber kein Instrument ausschließen wollen, was angesichts der hohen Risiken (China, Geopolitik, Brexit) nur verständlich sei.
Im Vorfeld der Sitzungen von EZB und SNB sei spekuliert worden, wie die SNB auf eine geldpolitische Lockerung der EZB reagieren würde. Da die EZB aber weniger auf den Wechselkurskanal fokussiert habe, sondern stärker auf eine Beeinflussung der Kreditmärkte gebaut habe, sei es zu keinem übermäßigen Aufwertungsdruck für den Schweizer Franken gekommen. Zwar möge die SNB am Devisenmarkt aktiv gewesen sein, hierzu habe sie aber weiterhin ausreichend Spielraum. Seit der EZB-Sitzung bewege sich der Wechselkurs zwischen knapp 1,0900 und etwas über 1,1000 CHF je EUR. Die Analysten würden den CHF erst Ende des Jahres etwas schwächer bei 1,12 CHF je EUR erwarten. (Ausgabe April 2016) (21.03.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


