Spanien Stabilisierung des Bondmarktes möglich


12.04.12 11:53
BayernLB

München (www.anleihencheck.de) - Spanien hat die seit Jahresbeginn bullishen Marktakteure in den vergangenen Wochen mit Negativ-Schlagzeilen überrascht und dadurch eine Verkaufswelle bei spanischen Staatsanleihen ausgelöst, so die Analysten der BayernLB.

Angesichts der ausufernden Regionen-Defizite würden die Zweifel wachsen, ob die Regierung die negative Dynamik der gesamtstaatlichen Verschuldung noch aus eigener Kraft unter Kontrolle bringen könne. Da Gegenmaßnahmen in Planung oder bereits verabschiedet seien, das voraus greifende Funding Zeit erkauft habe und die EZB gegebenenfalls mit SMP-Käufen intervenieren könne, würden die Analysten eine Stabilisierung des spanischen Bondmarktes für möglich halten.

Die US-Konjunkturdaten und FED-Statement würden bestätigen, dass das US-Wachstum nur moderat ausfalle und die Unsicherheit groß bleibe. Die Frühindikatoren würden leichtes Enttäuschungspotenzial bergen. Das Wiederaufflammen der Sorgen um die europäische Staatsschuldenkrise stütze Treasuries.

Die jüngste Hausse am Bundmarkt zeige, wie fragil das Marktsentiment tatsächlich sei. Der Markt bleibe, bei nur mäßigen Konjunkturdaten, anfällig für negative Nachrichten aus der Peripherie. Möglicherweise müsse die EZB Farbe bekennen, wie sie mit einer erneuten Eskalation der Situation umzugehen gedenke.

Die Analysten der BayernLB sind momentan für den Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) neutral. Unter Anlageaspekten würden sie vorsichtshalber davon ausgehen, dass der Bruch der Aufwärtstrendlinie von 04/2011 das Startsignal für einen neuen größeren Abwärtstrend gewesen sei. (12.04.2012/alc/a/a)





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