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Sympatex-Anleihe: Sympatex - die ökologische Alternative
26.11.13 11:57
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Dem Experten von fixed-income.org - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - Christian Schiffmacher, erscheint die Sympatex-Anleihe (ISIN DE000A1X3MS7 / WKN A1X3MS) insgesamt attraktiv.
Die Sympatex Holding GmbH, Hersteller einer windabweisenden, wasserdichten und atmungsaktiven Membran für Bekleidung, Schuhe und technische Anwendungen, plane die Emission einer besicherten Unternehmensanleihe im Volumen von 13 Mio. Euro. Durch eine Veränderung der Gesellschafterstruktur und die Optimierung der Bilanz stehe der Gesellschaft erstmals Wachstumskapital zur Verfügung. Das Unternehmen, dessen Produkte OEKO-TEX Standard 100 hätten, möchte sich zudem verstärkt als ökologische Alternative im Bereich Funktionsbekleidung positionieren.
Die Aktivitäten der Sympatex-Gruppe seien in die zwei Geschäftsbereiche Sympatex Technologies und Ploucquet gegliedert. Im Geschäftsbereich Sympatex Technologies biete die Sympatex-Gruppe atmungsaktive, 100% wasserdichte und 100% winddichte Materialien mit vollständig recycelbaren Membranen für Sportbekleidung, Schuhe, Contract & Workwear, technische Applikationen sowie Accessoires (Handschuhe und Hüte) an.
Die Kerntechnologie basiere auf einer porenlosen Polyester-Membran. Die Membran bestehe aus Milliarden von feuchtigkeitsbindenden Molekülen und sorge über einen physikalischen Prozess für einen schnellen Feuchtigkeitstransport von innen nach außen. Neben dem direkten Verkauf an verschiedene Kunden werde die Sympatex-Membran auch zu so genannten Laminaten verarbeitet. Hierbei werde die jeweilige Membran mit einer Vielzahl von möglichen Trägermaterialien wie Webware, Wirkware, Strickware, Vlies, Schaumstoff oder Leder zu einem anwenderspezifischen Laminat verbunden.
Je nach anwender- bzw. kundenspezifischer, technischer Anforderung würden 2-, 2,5-, 3- und 4-Lagen-Laminate entwickelt, sodass das Endprodukt je nach Bedarf im Schwerpunkt windabweisend, wasserdicht, atmungsaktiv oder strapazierfähig werde. Weitere Oberflächenbehandlungen könnten eine Hitzeschutz- und Isolationswirkung erzeugen. Die Einsatzbereiche ihrer Membranen und Laminate unterteile Sympatex in die Kategorien Bekleidung, Schuhe, Arbeitskleidung sowie technische Anwendungen, wie z.B. Beatmungsschläuche und Klimasitze.
Im Geschäftsbereich Ploucquet biete die Sympatex-Gruppe Produkte für klassische modische Textilien und andererseits in zunehmendem Umfang Industrietextilien (für Automotive, Healthcare, Transport, Bau und Umweltschutz) an. Verarbeitet werde dabei rohes Baumwollgewebe, das den jeweiligen Kundenanforderungen entsprechend verarbeitet werde. Beliefert würden hauptsächlich europäische Modeunternehmen mit Textilien wie Futterstoffe und Hosenbunden, wobei nach Einschätzung der Gesellschaft nahezu alle HAKA-Premiumanbieter (Herren-Anzüge, Knaben-Anzüge) mit Produktion in Deutschland auf Produkte von Ploucquet zurückgreifen würden.
Durch die Übertragung von Geschäftsanteilen innerhalb der bestehenden Eigentümerstruktur hätten seit Juni 2013 deutsche Eigentümer 75,1% der Anteile. Der Mehrheitsgesellschafter habe am 1. Juli eine Zwischenfinanzierung über 1,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Ende September seien Gesellschafterdarlehen in Höhe von 26 Mio. Euro in Genussrechte (wirtschaftliches Eigenkapital) gewandelt worden. Die Genussrechte hätten eine deutlich längere Laufzeit als die Anleihe, bis 2030, und würden mit 0,5% verzinst. Die Zinsen auf Genussrechte würden jedoch bis zum Laufzeitende aufgezinst und erst dann gezahlt, sodass während der Laufzeit der Anleihe keine Ausschüttung an die Gesellschafter erfolge. Parallel sei ein Teilverzicht von Gesellschafterdarlehen in Höhe von 4,5 Mio. Euro vereinbart worden. Dies habe im dritten Quartal zu einem außerordentlichen Ertrag in entsprechender Höhe geführt.
Die Sympatex-Gruppe beabsichtige, die Marke Sympatex als international bekannte Premium-Marke und vor allem als ökologische Alternative unter den textilen Funktionsbekleidungen weiter zu etablieren.
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sei der Umsatz leicht rückläufig gewesen (von 31,3 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro). Das EBITDA habe sich von 1,6 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro verbessert. Insbesondere durch den Teilverzicht auf die Gesellschafterdarlehen habe das Nettoergebnis von -3,1 Mio. Euro auf 1, 9 Mio. Euro verbessert werden können.
Noch für das laufende Jahr plane die Sympatex Holding die Übernahme eines ähnlich aufgestellten Unternehmens in Frankreich. Ein entsprechender Letter of Intent (Absichtserklärung) sei bereits unterzeichnet worden. Das Zielunternehmen solle einen Umsatz von 9 Mio. Euro erzielen und dabei profitabel sein.
Sympatex möchte rund 60% des Emissionserlöses für die Expansion verwenden: Die Hälfte davon sollten für Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb sowie den Aufbau von Vertriebsstrukturen in Schlüsselländern fließen. Zudem solle mit dem Kapital der Ausbau der Sparte Tection (technische Textilien) finanziert werden. Weitere 30% sollten für die Internationalisierung und Akquisitionen verwendet werden.
28% der Mittel sollten für die Refinanzierung von Verbindlichkeiten (vorwiegend Kontokorrent) genutzt werden. Mit 12% des Emissionserlöses würden Gesellschafterdarlehen in Anleihen gewandelt.
Zu den Stärken würden ein hoher Bekanntheitsgrad, hohe Nachhaltigkeit im Vergleich zur Wettbewerbsprodukten (OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert), die umfangreichen Covenants (Net Debt/EBITDA dürfe den Faktor 4 nicht überschreiten) und die Besicherung der Anleihe durch die Marke Sympatex gehören. Weitere Stärken seien folgende: Der Debt-to-Genussrecht-Swap führe zu deutlicher Verbesserung der Bilanzstruktur. Die Zinsbelastung sinke durch den Debt-to-Genussrecht-Swap und die Anleiheemission von ca. 3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro p.a. Die von Gesellschaftern gehaltenen Genussrechte würden bis 2030 und damit deutlich länger als die Anleihe laufen.
Schwächen seien ein hoher Wettbewerb und Margendruck sowie die Tatsache, dass das positive Markenimage bislang nicht zu einer entsprechenden Profitabilität geführt habe.
Sympatex beweise, dass Funktionsbekleidung auch ökologisch hergestellt werden könne, und möchte sich als ökologische Alternative positionieren. Daher könnte auch die Anleiheemission zu einem positiven Imagetransfer führen. In den vergangenen Jahren habe die Gesellschaft eine unzureichende Profitabilität aufgewiesen. Durch die Optimierung der Bilanzstruktur stehe im kommenden Jahr erstmals Wachstumskapital zur Verfügung. Gleichzeitig würden die Gesellschafter mit dem Teilverzicht auf Gesellschafterdarlehen und dem Debt-to-Genussrecht-Swap ein klares Bekenntnis zum Unternehmen zeigen. Die Genussrechte würden mit 0,5% p.a. verzinst, seien nachrangig gegenüber der Anleihe und hätten eine Laufzeit bis 2030, also deutlich länger als die Anleihe.
Eine US Private Equity-Gesellschaft (Morgan Stanley Emerging Markets, Inc.) halte fortan eine Minderheitsbeteiligung von 24,9%. Der neue Mehrheitsgesellschafter habe zusätzlich eine Zwischenfinanzierung bereitgestellt. Durch die Bereinigung der Bilanzstruktur und die Emission der Anleihe sinke die Zinsbelastung von 3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro p.a. Zudem sei die Anleihe durch die Marke Sympatex besichert, die Covenants seien im Vergleich zu anderen Mittelstandsanleihen sehr umfangreich. Durch eine Übernahme sei ein Umsatzanstieg um ca. 9 Mio. Euro zu erwarten.
Insgesamt erscheint die Sympatex-Anleihe damit attraktiv, so die Experten von fixed-income.org. (26.11.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Sympatex Holding GmbH, Hersteller einer windabweisenden, wasserdichten und atmungsaktiven Membran für Bekleidung, Schuhe und technische Anwendungen, plane die Emission einer besicherten Unternehmensanleihe im Volumen von 13 Mio. Euro. Durch eine Veränderung der Gesellschafterstruktur und die Optimierung der Bilanz stehe der Gesellschaft erstmals Wachstumskapital zur Verfügung. Das Unternehmen, dessen Produkte OEKO-TEX Standard 100 hätten, möchte sich zudem verstärkt als ökologische Alternative im Bereich Funktionsbekleidung positionieren.
Die Aktivitäten der Sympatex-Gruppe seien in die zwei Geschäftsbereiche Sympatex Technologies und Ploucquet gegliedert. Im Geschäftsbereich Sympatex Technologies biete die Sympatex-Gruppe atmungsaktive, 100% wasserdichte und 100% winddichte Materialien mit vollständig recycelbaren Membranen für Sportbekleidung, Schuhe, Contract & Workwear, technische Applikationen sowie Accessoires (Handschuhe und Hüte) an.
Die Kerntechnologie basiere auf einer porenlosen Polyester-Membran. Die Membran bestehe aus Milliarden von feuchtigkeitsbindenden Molekülen und sorge über einen physikalischen Prozess für einen schnellen Feuchtigkeitstransport von innen nach außen. Neben dem direkten Verkauf an verschiedene Kunden werde die Sympatex-Membran auch zu so genannten Laminaten verarbeitet. Hierbei werde die jeweilige Membran mit einer Vielzahl von möglichen Trägermaterialien wie Webware, Wirkware, Strickware, Vlies, Schaumstoff oder Leder zu einem anwenderspezifischen Laminat verbunden.
Je nach anwender- bzw. kundenspezifischer, technischer Anforderung würden 2-, 2,5-, 3- und 4-Lagen-Laminate entwickelt, sodass das Endprodukt je nach Bedarf im Schwerpunkt windabweisend, wasserdicht, atmungsaktiv oder strapazierfähig werde. Weitere Oberflächenbehandlungen könnten eine Hitzeschutz- und Isolationswirkung erzeugen. Die Einsatzbereiche ihrer Membranen und Laminate unterteile Sympatex in die Kategorien Bekleidung, Schuhe, Arbeitskleidung sowie technische Anwendungen, wie z.B. Beatmungsschläuche und Klimasitze.
Im Geschäftsbereich Ploucquet biete die Sympatex-Gruppe Produkte für klassische modische Textilien und andererseits in zunehmendem Umfang Industrietextilien (für Automotive, Healthcare, Transport, Bau und Umweltschutz) an. Verarbeitet werde dabei rohes Baumwollgewebe, das den jeweiligen Kundenanforderungen entsprechend verarbeitet werde. Beliefert würden hauptsächlich europäische Modeunternehmen mit Textilien wie Futterstoffe und Hosenbunden, wobei nach Einschätzung der Gesellschaft nahezu alle HAKA-Premiumanbieter (Herren-Anzüge, Knaben-Anzüge) mit Produktion in Deutschland auf Produkte von Ploucquet zurückgreifen würden.
Durch die Übertragung von Geschäftsanteilen innerhalb der bestehenden Eigentümerstruktur hätten seit Juni 2013 deutsche Eigentümer 75,1% der Anteile. Der Mehrheitsgesellschafter habe am 1. Juli eine Zwischenfinanzierung über 1,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Ende September seien Gesellschafterdarlehen in Höhe von 26 Mio. Euro in Genussrechte (wirtschaftliches Eigenkapital) gewandelt worden. Die Genussrechte hätten eine deutlich längere Laufzeit als die Anleihe, bis 2030, und würden mit 0,5% verzinst. Die Zinsen auf Genussrechte würden jedoch bis zum Laufzeitende aufgezinst und erst dann gezahlt, sodass während der Laufzeit der Anleihe keine Ausschüttung an die Gesellschafter erfolge. Parallel sei ein Teilverzicht von Gesellschafterdarlehen in Höhe von 4,5 Mio. Euro vereinbart worden. Dies habe im dritten Quartal zu einem außerordentlichen Ertrag in entsprechender Höhe geführt.
Die Sympatex-Gruppe beabsichtige, die Marke Sympatex als international bekannte Premium-Marke und vor allem als ökologische Alternative unter den textilen Funktionsbekleidungen weiter zu etablieren.
Noch für das laufende Jahr plane die Sympatex Holding die Übernahme eines ähnlich aufgestellten Unternehmens in Frankreich. Ein entsprechender Letter of Intent (Absichtserklärung) sei bereits unterzeichnet worden. Das Zielunternehmen solle einen Umsatz von 9 Mio. Euro erzielen und dabei profitabel sein.
Sympatex möchte rund 60% des Emissionserlöses für die Expansion verwenden: Die Hälfte davon sollten für Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb sowie den Aufbau von Vertriebsstrukturen in Schlüsselländern fließen. Zudem solle mit dem Kapital der Ausbau der Sparte Tection (technische Textilien) finanziert werden. Weitere 30% sollten für die Internationalisierung und Akquisitionen verwendet werden.
28% der Mittel sollten für die Refinanzierung von Verbindlichkeiten (vorwiegend Kontokorrent) genutzt werden. Mit 12% des Emissionserlöses würden Gesellschafterdarlehen in Anleihen gewandelt.
Zu den Stärken würden ein hoher Bekanntheitsgrad, hohe Nachhaltigkeit im Vergleich zur Wettbewerbsprodukten (OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert), die umfangreichen Covenants (Net Debt/EBITDA dürfe den Faktor 4 nicht überschreiten) und die Besicherung der Anleihe durch die Marke Sympatex gehören. Weitere Stärken seien folgende: Der Debt-to-Genussrecht-Swap führe zu deutlicher Verbesserung der Bilanzstruktur. Die Zinsbelastung sinke durch den Debt-to-Genussrecht-Swap und die Anleiheemission von ca. 3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro p.a. Die von Gesellschaftern gehaltenen Genussrechte würden bis 2030 und damit deutlich länger als die Anleihe laufen.
Schwächen seien ein hoher Wettbewerb und Margendruck sowie die Tatsache, dass das positive Markenimage bislang nicht zu einer entsprechenden Profitabilität geführt habe.
Sympatex beweise, dass Funktionsbekleidung auch ökologisch hergestellt werden könne, und möchte sich als ökologische Alternative positionieren. Daher könnte auch die Anleiheemission zu einem positiven Imagetransfer führen. In den vergangenen Jahren habe die Gesellschaft eine unzureichende Profitabilität aufgewiesen. Durch die Optimierung der Bilanzstruktur stehe im kommenden Jahr erstmals Wachstumskapital zur Verfügung. Gleichzeitig würden die Gesellschafter mit dem Teilverzicht auf Gesellschafterdarlehen und dem Debt-to-Genussrecht-Swap ein klares Bekenntnis zum Unternehmen zeigen. Die Genussrechte würden mit 0,5% p.a. verzinst, seien nachrangig gegenüber der Anleihe und hätten eine Laufzeit bis 2030, also deutlich länger als die Anleihe.
Eine US Private Equity-Gesellschaft (Morgan Stanley Emerging Markets, Inc.) halte fortan eine Minderheitsbeteiligung von 24,9%. Der neue Mehrheitsgesellschafter habe zusätzlich eine Zwischenfinanzierung bereitgestellt. Durch die Bereinigung der Bilanzstruktur und die Emission der Anleihe sinke die Zinsbelastung von 3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro p.a. Zudem sei die Anleihe durch die Marke Sympatex besichert, die Covenants seien im Vergleich zu anderen Mittelstandsanleihen sehr umfangreich. Durch eine Übernahme sei ein Umsatzanstieg um ca. 9 Mio. Euro zu erwarten.
Insgesamt erscheint die Sympatex-Anleihe damit attraktiv, so die Experten von fixed-income.org. (26.11.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


