Thailand belässt Leitzinsen unverändert


23.06.16 09:10
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Thailand hat die Notenbank gestern ihren seit April vergangenen Jahres bei 1,5% liegenden Schüsselzins unverändert belassen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Diese Entscheidung sei mehrheitlich erwartet worden. Wie bereits im Vormonat hätten die Währungshüter in ihrer anschließenden Verlautbarung ihr Votum durch die aktuelle Konjunkturlage und die Inflationsprognose im Rahmen der angestrebten Bandbreite von 1% bis 4% begründet. Zugleich gebe das derzeitige Niveau der Leitzinsen ausreichenden Spielraum, um mit Zinssenkungen auf unvorhersehbare Entwicklungen zu reagieren.

Besorgt zeige sich die Zentralbank über das wirtschaftliche Wachstumsumfeld der wichtigsten Handelspartner und der unverändert schwachen Vertrauenswerte in der heimischen Privatwirtschaft und habe ihre BIP-Prognose für 2017 leicht von 3,3% auf jetzt 3,2% zurückgenommen. Für das laufende Jahr würden die Notenbanker eine Kompensation der Exportschwäche durch einen anziehenden privaten Konsum sowie den positiven Trend der Tourismusbranche sehen und unverändert von 3,1% ausgehen.

Infolge der jüngst seitens der Regierung angekündigten Konjunkturhilfen würden die Analysten diese Wachstumserwartungen der Notenbank für weitgehend realistisch halten. Im Detail würden die Analysten mit 3,0% (2016) und 3,1% (2017) von marginal niedrigeren Prognosen ausgehen. Die positiven Auswirkungen weiterer Zinssenkungen seien durch strukturelle Schwierigkeiten der thailändischen Volkswirtschaft (Schuldenstand der privaten Haushalte, geringe Arbeitsproduktivität usw.) zudem begrenzt. Insgesamt würden die Analysten daher bis Ende 2017 mit weiter unveränderten Leitzinsen bei 1,5% rechnen. (23.06.2016/alc/a/a)




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