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ThyssenKrupp-Anleihe: Sicher bei moderaten Renditechancen
29.02.12 12:43
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0214238239 / WKN A0EC91) des Industriekonzerns ThyssenKrupp für ein sicheres Investment mit moderaten Renditechancen.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,375% ausgestattet, laufe noch bis zum 18.03.2015 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 105,43 Euro biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 2,65%. Das Rating für die Anleihe und den Emittenten durch die Agentur Moody's laute "Baa3". Damit liege die Einstufung im oberen nicht Investment-Grade-Bereich.
ThyssenKrupp vollziehe gerade den Wandel von einem klassischen Stahlunternehmen hin zu einem diversifizierten Industriekonzern. Im Rahmen dieser Portfoliobereinigung trenne sich ThyssenKrupp nun u.a. von seiner Edelstahlsparte Inoxum, die an den finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu veräußert werde. Das Management wolle künftig noch mehr an den Trends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Globalisierung partizipieren und die Präsenz des Konzerns in Wachstumsmärkten stärken.
Mitte Februar habe ThyssenKrupp seine Zahlen für das erste Quartal 2011/12 veröffentlicht. In einem konjunkturell schwachen Auftaktquartal sei es demnach zu einem Anstieg der Auftragseingänge um 1% auf 10,1 Mrd. Euro gekommen und der Umsatz (ohne Inoxum) sei um 1% auf 9,9 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Nachfrage der Technologie-Sparte, die künftig weiter gestärkt werden solle, habe sich gut entwickelt und so seien Auftragseingang und Umsatz spürbar gestiegen. Auf der Ergebnisseite hätten sich die konjunkturelle Abschwächung und insbesondere die rückläufigen Mengen bei Steel Europe und Materials Services negativ bemerkbar gemacht. Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten sei demnach auf 83 Mio. Euro gesunken, gegenüber 261 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Und das EBIT der fortgeführten Aktivitäten sei auf -33 Mio. Euro gefallen, nach 261 Mio. Euro im ersten Quartal des vorigen Geschäftsjahres. Hierin enthalten seien insgesamt negative Sondereffekte in Höhe von 116 Mio. Euro - insbesondere Firmenwertberichtigungen bei Marine Systems im Zusammenhang mit der Veräußerung der zivilen Schiffbauaktivitäten. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten nach Steuern habe sich auf -172 Mio. Euro belaufen, nach 90 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres.
Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research sind die Q1'2011/12-Zahlen schwach ausgefallen. Die aktuelle Portfoliobereinigung führe zu hohen Abschreibungen und der weiterhin fehlende Ausblick sorge bei den Marktteilnehmern für Verunsicherung.
Im Rahmen der Konzernumstrukturierung habe sich ThyssenKrupp mittlerweile schon von vielen "Sorgenkindern" getrennt, die margen- und wachstumsstarke Technologie-Sparte verspreche auch in den kommenden Jahren überdurchschnittliches Wachstumspotenzial und auch der zuletzt schwächelnde europäische Stahlmarkt deute auf eine Wende hin. Denn so seien Anfang des Jahres die Bestellungen und Preise gestiegen. Zudem dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, dass für gewöhnlich das erste Quartal von ThyssenKrupp ein sehr schwaches sei und vor dem Hintergrund der sich stabilisierenden Weltwirtschaft für die künftigen Quartale mit einer wesentlich besseren Entwicklung gerechnet werden dürfe.
Sollte es nicht wider Erwarten zu einer tiefen Rezession kommen, dürfte es bei ThyssenKrupp schon bald wieder aufwärts gehen und auch Gewinne ausgewiesen werden. Dann gelte es, die Verschuldung von aktuell mehr als 5 Mrd. Euro abzubauen und zudem in neue Wachstumsmärkte zu investieren. Somit könnte ThyssenKrupp vor einer positiven Trendwende stehen.
Daher halten die Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe der ThyssenKrupp AG für ein interessantes Investment bei moderaten Risiken. (Analyse vom 29.02.2012) (29.02.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,375% ausgestattet, laufe noch bis zum 18.03.2015 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 105,43 Euro biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 2,65%. Das Rating für die Anleihe und den Emittenten durch die Agentur Moody's laute "Baa3". Damit liege die Einstufung im oberen nicht Investment-Grade-Bereich.
ThyssenKrupp vollziehe gerade den Wandel von einem klassischen Stahlunternehmen hin zu einem diversifizierten Industriekonzern. Im Rahmen dieser Portfoliobereinigung trenne sich ThyssenKrupp nun u.a. von seiner Edelstahlsparte Inoxum, die an den finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu veräußert werde. Das Management wolle künftig noch mehr an den Trends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Globalisierung partizipieren und die Präsenz des Konzerns in Wachstumsmärkten stärken.
Mitte Februar habe ThyssenKrupp seine Zahlen für das erste Quartal 2011/12 veröffentlicht. In einem konjunkturell schwachen Auftaktquartal sei es demnach zu einem Anstieg der Auftragseingänge um 1% auf 10,1 Mrd. Euro gekommen und der Umsatz (ohne Inoxum) sei um 1% auf 9,9 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Nachfrage der Technologie-Sparte, die künftig weiter gestärkt werden solle, habe sich gut entwickelt und so seien Auftragseingang und Umsatz spürbar gestiegen. Auf der Ergebnisseite hätten sich die konjunkturelle Abschwächung und insbesondere die rückläufigen Mengen bei Steel Europe und Materials Services negativ bemerkbar gemacht. Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten sei demnach auf 83 Mio. Euro gesunken, gegenüber 261 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Und das EBIT der fortgeführten Aktivitäten sei auf -33 Mio. Euro gefallen, nach 261 Mio. Euro im ersten Quartal des vorigen Geschäftsjahres. Hierin enthalten seien insgesamt negative Sondereffekte in Höhe von 116 Mio. Euro - insbesondere Firmenwertberichtigungen bei Marine Systems im Zusammenhang mit der Veräußerung der zivilen Schiffbauaktivitäten. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten nach Steuern habe sich auf -172 Mio. Euro belaufen, nach 90 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres.
Im Rahmen der Konzernumstrukturierung habe sich ThyssenKrupp mittlerweile schon von vielen "Sorgenkindern" getrennt, die margen- und wachstumsstarke Technologie-Sparte verspreche auch in den kommenden Jahren überdurchschnittliches Wachstumspotenzial und auch der zuletzt schwächelnde europäische Stahlmarkt deute auf eine Wende hin. Denn so seien Anfang des Jahres die Bestellungen und Preise gestiegen. Zudem dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, dass für gewöhnlich das erste Quartal von ThyssenKrupp ein sehr schwaches sei und vor dem Hintergrund der sich stabilisierenden Weltwirtschaft für die künftigen Quartale mit einer wesentlich besseren Entwicklung gerechnet werden dürfe.
Sollte es nicht wider Erwarten zu einer tiefen Rezession kommen, dürfte es bei ThyssenKrupp schon bald wieder aufwärts gehen und auch Gewinne ausgewiesen werden. Dann gelte es, die Verschuldung von aktuell mehr als 5 Mrd. Euro abzubauen und zudem in neue Wachstumsmärkte zu investieren. Somit könnte ThyssenKrupp vor einer positiven Trendwende stehen.
Daher halten die Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe der ThyssenKrupp AG für ein interessantes Investment bei moderaten Risiken. (Analyse vom 29.02.2012) (29.02.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
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