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Trotz globaler Konjunkturberuhigung kein Spielraum für Zinssenkungen
15.08.23 12:00
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der IWF erwartet in seinem neuen Konjunkturausblick für 2024 eine Beruhigung in den hochentwickelten Volkswirtschaften und senkt seine Prognosen für die Schwellenländer, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Dafür solle die Weltwirtschaft 2024 unverändert zu 2023 um 3,0% wachsen. Diese Annahmen sprächen für eine baldige Wende in der derzeit expansiven Geld- und Kreditpolitik der Notenbanken. Doch diese würden sich weiter in einer Zwickmühle befinden, da die Inflationsraten noch immer zu hoch seien und nur langsam abnehmen würden. In den Schätzungen der letzten zwei Jahre habe sich der IWF immer wieder nach oben korrigieren müssen.
Auch diesmal weise er auf einige Unwägbarkeiten hin, wie zum Beispiel den Krieg in der Ukraine, die weiter hohen Nahrungsmittelpreise und die Auswirkungen des Fachkräftemangels. Der Rückgang des realen Lohnwachstums sei größtenteils auf die Disinflation zurückzuführen. Letztere sei durch sinkende Energiepreise gefördert worden, die weiter sehr volatil bleiben würden. Die Auswirkungen des Klimawandels und der Gegenmaßnahmen seien noch kaum abzuschätzen.
Den Notenbanken empfehle der IWF, ihre Politik der Inflationsbekämpfung fortzusetzen und auf die Stabilität der Märkte zu achten. Ausdrücklich empfehle der IWF keine Politik der Austerität, obwohl die Verschuldung aller Länder schon außerordentlich hoch sei. Nicht beachtet würden dadurch die steigenden Belastungen durch den Schuldendienst (Soll-Zinsen + Tilgungen zu höheren Zinsen).
Die steigende Zinsbelastung zeige das Beispiel der USA. Die Zahlungen nur für Zinsen würden Rekordhöhen erreichen.
Folgerung: Die Stabilität des globalen Finanzsystems werde unsicher. (15.08.2023/alc/a/a)
Dafür solle die Weltwirtschaft 2024 unverändert zu 2023 um 3,0% wachsen. Diese Annahmen sprächen für eine baldige Wende in der derzeit expansiven Geld- und Kreditpolitik der Notenbanken. Doch diese würden sich weiter in einer Zwickmühle befinden, da die Inflationsraten noch immer zu hoch seien und nur langsam abnehmen würden. In den Schätzungen der letzten zwei Jahre habe sich der IWF immer wieder nach oben korrigieren müssen.
Den Notenbanken empfehle der IWF, ihre Politik der Inflationsbekämpfung fortzusetzen und auf die Stabilität der Märkte zu achten. Ausdrücklich empfehle der IWF keine Politik der Austerität, obwohl die Verschuldung aller Länder schon außerordentlich hoch sei. Nicht beachtet würden dadurch die steigenden Belastungen durch den Schuldendienst (Soll-Zinsen + Tilgungen zu höheren Zinsen).
Die steigende Zinsbelastung zeige das Beispiel der USA. Die Zahlungen nur für Zinsen würden Rekordhöhen erreichen.
Folgerung: Die Stabilität des globalen Finanzsystems werde unsicher. (15.08.2023/alc/a/a)


