Tschechien: Leitzinssenkungen nach September möglich


28.08.23 10:33
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Industrieproduktion in Tschechien stieg im Juni mit 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr unerwartet an, so die Analysten von Postbank Research.

Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Juli sei jedoch mit 41,4 weiterhin unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten geblieben, habe sich somit aber immerhin von 40,8 Punkten im Vormonat leicht verbessern können.

Die Verbraucherpreise seien im Juli mit 8,8 Prozent langsamer als noch im Juni gestiegen (9,7 Prozent). Die Preisdynamik scheine weiter abzunehmen, worauf auch die jüngste Entwicklung der Produzentenpreise hindeute. Diese seien im Juli nur noch mit 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Auf Monatsbasis seien sie leicht rückläufig gewesen und hätten um 0,1 Prozent nachgegeben.
Tschechien
Erwartungsgemäß habe die Notenbank auf ihrer geldpolitischen Sitzung Anfang August den Leitzins unverändert belassen. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Die Notenbank habe offiziell ihre Interventionen auf dem Devisenmarkt beendet. Außerdem hätten die Notenbanker ihre Prognosen hinsichtlich künftiger Inflation und Wachstum etwas nach unten revidiert.

Aus Sicht der Postbank werde es keine weiteren Leitzinsanhebungen in diesem Zyklus mehr geben. Nicht auszuschließen seien hingegen Leitzinssenkungen, doch diese würden im September noch verfrüht erscheinen.

Der EUR/CZK-Kurs dürfte auch in den kommenden sechs Monaten in der Nähe des derzeitigen Niveaus um die Marke von EUR/CZK 24,00 liegen. (Währungsbulletin September 2023) (28.08.2023/alc/a/a)





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