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USA: Inflationsdaten im Einklang mit Fed-Wording - größtenteils
04.10.24 13:15
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In einer ansonsten an Highlights armen Woche steht der US-Verbraucherpreisindex auf der Agenda, so die Analysten der Helaba.
Stütze er die jüngste Entscheidung der Fed, den Leitzins um 50 Basispunkte zu senken?
Laut Fed-Chef Powell verspüre die Geldpolitiker nun "größere Zuversicht", dass sich die Teuerung nachhaltig auf ihre Definition von Preisniveaustabilität zubewege, während sich gleichzeitig der Arbeitsmarkt "ausreichend abgekühlt" habe. Ob der Arbeitsmarkt den Wünschen der Fed weiter folge, sei jedoch fraglich. Sowohl negative als auch positive Überraschungen seien hier in den kommenden Monaten vorstellbar. Aber in ihrer Kommunikation habe die Fed seit längerer Zeit die Inflation klar in den Mittelpunkt gestellt. Hier müsse sich nun bestätigen, dass die Risiken für das duale Mandat der Fed - Preisniveaustabilität und Vollbeschäftigung - tatsächlich ausgeglichen seien.
Im August habe der Kernindex der Verbraucherpreise im Vormonatsvergleich um 0,3% zugelegt, was aufs Jahr hochgerechnet einer Rate von 3,4% entspreche. Das sei immer noch weit oberhalb der Fed-Definition von Preisniveaustabilität. Geholfen habe hingegen zuletzt die Entwicklung der Energiepreise. Entgegen der Annahme steigender Ölpreise hätten jene bis einschließlich September in der Tendenz nachgegeben. Im August habe die Energiekomponente des Verbraucherpreisindex um 4,3% unter dem Vorjahresstand gelegen. Sie trage damit merklich zum andauernden - wenn auch zwischendurch unterbrochenen - Disinflationstrend in der Gesamtrate bei.
Die Notenbank wisse jedoch genau, dass eine Orientierung der Geldpolitik an der Vorjahresrate eine schlechte Idee sei, da sie ja die Entwicklung der letzten zwölf Monate widerspiegle - nur je ein Zwölftel sei also letztlich neue Information. Bei der Drei-Monats-Dynamik sei dieser Effekt abgemildert - diese Reihe sei aber wesentlich volatiler. Insofern seien die Trends bei den Komponenten der Kernrate weniger stabil. Klar erkennbar sei hier jedoch der - schon vor der Pandemie normale - leichte Rückgang der Warenpreise.
Bei den zwei übrigen Komponenten Wohnen sowie Dienstleistungen (ohne Wohnen) sei die kräftige Disinflation seit Frühjahr hingegen ausgelaufen - bei über 4% bzw. 3%. Das solle man also im Auge behalten. Während die Neumieten dafür sprächen, dass sich der Mietanstieg insgesamt weiter abschwäche, fehlten bei den sonstigen Dienstleistungen solche klaren Indikationen. Nur der graduell abflauende Lohnauftrieb liefere hier entsprechende Argumente.
Im September dürften die Benzinpreise den Anstieg des Verbraucherpreisindex auf 0,1% gegenüber dem Vormonat gedämpft haben (2,4% gg. Vj.). Der Kernindex sollte um 0,2% zugelegt haben (3,2% gg. Vj.). Die Inflationsdaten machten der Fed also eine Lockerung der restriktiven Geldpolitik möglich. Sie fielen jedoch nicht so gut aus, dass man der Notenbank vorwerfen könnte, eindeutig "behind the curve" zu sein. (04.10.2024/alc/a/a)
Stütze er die jüngste Entscheidung der Fed, den Leitzins um 50 Basispunkte zu senken?
Laut Fed-Chef Powell verspüre die Geldpolitiker nun "größere Zuversicht", dass sich die Teuerung nachhaltig auf ihre Definition von Preisniveaustabilität zubewege, während sich gleichzeitig der Arbeitsmarkt "ausreichend abgekühlt" habe. Ob der Arbeitsmarkt den Wünschen der Fed weiter folge, sei jedoch fraglich. Sowohl negative als auch positive Überraschungen seien hier in den kommenden Monaten vorstellbar. Aber in ihrer Kommunikation habe die Fed seit längerer Zeit die Inflation klar in den Mittelpunkt gestellt. Hier müsse sich nun bestätigen, dass die Risiken für das duale Mandat der Fed - Preisniveaustabilität und Vollbeschäftigung - tatsächlich ausgeglichen seien.
Die Notenbank wisse jedoch genau, dass eine Orientierung der Geldpolitik an der Vorjahresrate eine schlechte Idee sei, da sie ja die Entwicklung der letzten zwölf Monate widerspiegle - nur je ein Zwölftel sei also letztlich neue Information. Bei der Drei-Monats-Dynamik sei dieser Effekt abgemildert - diese Reihe sei aber wesentlich volatiler. Insofern seien die Trends bei den Komponenten der Kernrate weniger stabil. Klar erkennbar sei hier jedoch der - schon vor der Pandemie normale - leichte Rückgang der Warenpreise.
Bei den zwei übrigen Komponenten Wohnen sowie Dienstleistungen (ohne Wohnen) sei die kräftige Disinflation seit Frühjahr hingegen ausgelaufen - bei über 4% bzw. 3%. Das solle man also im Auge behalten. Während die Neumieten dafür sprächen, dass sich der Mietanstieg insgesamt weiter abschwäche, fehlten bei den sonstigen Dienstleistungen solche klaren Indikationen. Nur der graduell abflauende Lohnauftrieb liefere hier entsprechende Argumente.
Im September dürften die Benzinpreise den Anstieg des Verbraucherpreisindex auf 0,1% gegenüber dem Vormonat gedämpft haben (2,4% gg. Vj.). Der Kernindex sollte um 0,2% zugelegt haben (3,2% gg. Vj.). Die Inflationsdaten machten der Fed also eine Lockerung der restriktiven Geldpolitik möglich. Sie fielen jedoch nicht so gut aus, dass man der Notenbank vorwerfen könnte, eindeutig "behind the curve" zu sein. (04.10.2024/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


