USA: Kurzfristig keine Leitzinserhöhung zu erwarten


18.02.16 09:34
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten Notenbanksitzung in den USA offenbart, dass die Stimmberechtigten in zwei Lager getrennt sind, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die bisher kleinere Gruppe sehe bereits deutlich erhöhte konjunkturelle Risiken, während die andere sich noch nicht im Klaren zu sein scheine, ob sich die Lage wirklich deutlich verschlechtert habe. Mit Blick auf diese Konstellation sei zumindest kurzfristig nicht mit einer weiteren Zinserhöhung in der US-Notenbank zu rechnen, zumal die Währungshüter eine Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen bedingt durch die gefallenen Aktienmärkte, ausgeweitete Creditspreads und einen weiter festen USD festgestellt hätten.

In den USA habe die Industrieproduktion im Januar mit einem Zuwachs um 0,9% gg. Vm. (Konsens: 0,4%) überrascht, dem allerdings eine Abwärtsrevision des Vormonatswertes von -0,4% auf -0,7% gegenüberstehte Die Kapazitätsauslastung habe überraschenderweise deutlich von 76,4% auf 77,1% angezogen. Dagegen seien die Baubeginne (-3,8% gg. Vm.) und Baugenehmigungen (-0,2% gg. Vm.) zum Jahresstart geschrumpft. Zwar sei hier ein Dynamikverlust feststellbar, insgesamt bleibe die Bauaktivität aber rege. Der USD habe in diesem Umfeld die Erholung der letzten Tage fortsetzen können. Heute würden die Analysten im Vergleich zum Euro mit einer Seitwärtsbewegung rechnen.

Robuste Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien hätten dem Britischen Pfund nicht zu einer Erholung im Vergleich zum Euro verholfen. Die Arbeitslosenquote sei zwar unverändert bei 5,1% geblieben, die Stundenlöhne hätten in den drei Monaten bis Dezember mit durchschnittlich 2,0% gg. Vj. aber stärker zugelegt als gedacht (Konsens: 1,8%) und die Beschäftigungsquote der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter habe mit 74,1% auf den höchsten Stand der Zeitreihe angezogen, die seit 1971 erhoben werde. Belastet werde das GBP weiter durch die Möglichkeit einer zeitnahen Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU und die damit verbundenen Unsicherheiten über den Ausgang dieses Votums. (18.02.2016/alc/a/a)




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