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USA: Powell wird Leitzins voraussichtlich bis Jahresende auf 4,5% anheben
10.10.22 11:45
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die USA dürften in diesem Jahr noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7% erreichen, im kommenden Jahr aber dann vermutlich nur noch geringfügig wachsen (0,9%), so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Die Revision der bisherigen Prognose von 1,3% für 2023 nach unten habe mit der aggressiveren Gangart der FED zu tun. Es bestehe jedoch das Risiko, dass die FED den Leitzins derart stark erhöhe, dass es doch noch zu einer Rezession in den USA komme.
In jedem Fall sei der Abschwung in den USA anders als in der Eurozone zyklischer Natur: Es sei die Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, die den Konjunkturzyklus bestimme. Dazu komme, dass sich eine Normalisierung der Konsummuster beobachten lasse: Während in der Corona-Krise zahlreiche Dienstleistungen nicht hätten angeboten werden dürfen und die Menschen umso mehr Güter gekauft hätten - von Fitnessgeräten über Gartenmöbel bis Kochgeschirr -, drehe sich dieser Trend nunmehr um. Allerdings sei der Boom bei vielen Dienstleistungen auch wieder vorüber, weil die Inflation und die höheren Zinsen die allgemeine Kaufbereitschaft beeinträchtigen würden.
Die aktuellen Konjunkturdaten würden insgesamt noch relativ gut aussehen: Die ISM-Einkaufsmanagerindices seien zwar gefallen, lägen aber beide über der Expansionsschwelle von 50 und die Unternehmen hätten im Durchschnitt der vergangenen drei Monate 378.000 Personen netto eingestellt. Der private Konsum habe allerdings zuletzt geschwächelt. Deutliche Bremsspuren würden die höheren langfristigen Zinsen am Wohnimmobilienmarkt hinterlassen; insbesondere die Bauaktivität habe erheblich nachgelassen.
Die FED habe den Leitzins (FED Funds Rate) in diesem Jahr mittlerweile um 300 BP auf 3,00 bis 3,25% angehoben. Weitere Schritte würden in den kommenden Sitzungen folgen, sodass die FED Funds Rate am Ende des Jahres bei 4,25 bis 4,50% liegen sollte. FED-Präsident Jerome Powell habe eindeutig klar gemacht, dass notfalls auch eine Rezession in Kauf genommen würde, Hauptsache, die Inflation werde erfolgreich bekämpft.
Möglicherweise habe die Inflation ihren Höhepunkt überschritten, aber wichtig sei, wie rasch oder langsam sich der Rückgang fortsetze. So gesehen bestehe noch ein gewisses Risiko, dass der Leitzins etwas stärker als erwartet angehoben werde. Umgekehrt lasse sich ein plötzlicher Einbruch der Rohstoffpreise nicht komplett ausschließen, was die Inflation sehr rasch sinken lassen und den Handlungsdruck auf die FED reduzieren würde. (Finanzmarkttrends Oktober 2022) (10.10.2022/alc/a/a)
Die Revision der bisherigen Prognose von 1,3% für 2023 nach unten habe mit der aggressiveren Gangart der FED zu tun. Es bestehe jedoch das Risiko, dass die FED den Leitzins derart stark erhöhe, dass es doch noch zu einer Rezession in den USA komme.
Die aktuellen Konjunkturdaten würden insgesamt noch relativ gut aussehen: Die ISM-Einkaufsmanagerindices seien zwar gefallen, lägen aber beide über der Expansionsschwelle von 50 und die Unternehmen hätten im Durchschnitt der vergangenen drei Monate 378.000 Personen netto eingestellt. Der private Konsum habe allerdings zuletzt geschwächelt. Deutliche Bremsspuren würden die höheren langfristigen Zinsen am Wohnimmobilienmarkt hinterlassen; insbesondere die Bauaktivität habe erheblich nachgelassen.
Die FED habe den Leitzins (FED Funds Rate) in diesem Jahr mittlerweile um 300 BP auf 3,00 bis 3,25% angehoben. Weitere Schritte würden in den kommenden Sitzungen folgen, sodass die FED Funds Rate am Ende des Jahres bei 4,25 bis 4,50% liegen sollte. FED-Präsident Jerome Powell habe eindeutig klar gemacht, dass notfalls auch eine Rezession in Kauf genommen würde, Hauptsache, die Inflation werde erfolgreich bekämpft.
Möglicherweise habe die Inflation ihren Höhepunkt überschritten, aber wichtig sei, wie rasch oder langsam sich der Rückgang fortsetze. So gesehen bestehe noch ein gewisses Risiko, dass der Leitzins etwas stärker als erwartet angehoben werde. Umgekehrt lasse sich ein plötzlicher Einbruch der Rohstoffpreise nicht komplett ausschließen, was die Inflation sehr rasch sinken lassen und den Handlungsdruck auf die FED reduzieren würde. (Finanzmarkttrends Oktober 2022) (10.10.2022/alc/a/a)
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| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


