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USA: Verschuldung der Regierung überschreitet 18 Billionen US-Dollar
12.12.14 11:45
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der zweiten Dezemberwoche, vermutlich am 09.12.2014, überschreiten die öffentlichen Schulden der US-Regierung die Marke von USD 18 Billionen, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Seit Beginn des laufenden Fiskaljahres am 01.10.2014 seien sie jeden Tag durchschnittlich um USD 2,08 Mrd. gestiegen. Auf jeden privaten Haushalt würden damit USD 124.275 entfallen. Ende 2008 seien es noch USD 81.984 gewesen. Das sei ein Anstieg in wenigen Jahren um über 50%. Hinzu kämen noch Hypotheken, Autoraten, Studiendarlehen, Kreditkarten, usw. Im März 2015 werde eine neue Schuldenobergrenze verhandelt.
Bis Anfang 2013 habe eine enge Korrelation zwischen dem Goldpreis, der öffentlichen US-Verschuldung und der gesetzlichen Schuldenobergrenze bestanden. Die Korrelation habe sich aus dem Misstrauen der Marktteilnehmer über die Stabilität des Finanzsystems bei steigender öffentlicher Verschuldung ergeben. Mitte 2013 sei dieses Misstrauen geschwunden mit der Hoffnung auf eine Überwindung der Finanzkrise. Die Nullzinspolitik und die umfangreichen Lockerungen QE hätten die Märkte blind werden lassen und Illusionen in die Allmacht der Zentralbanken geschürt. Jetzt zeige sich, dass "mehr Geld" keineswegs ein Allheilmittel sei, wenn die Unterstützung durch die Fiskal- und Reformpolitik ausbleibe. Das Misstrauen sei also durchaus gerechtfertigt gewesen. Und nicht nur in der Eurozone, auch in den USA werde es noch viel schlimmer.
Ende 2014 zeige sich, dass die Verschuldungskrise in den USA keineswegs überwunden sei. Bei einem Anstieg auf USD 22 Billionen bis Ende 2015 und weiter auf USD 30 Billionen bis 2020 dürfte das Misstrauen in die Finanzstabilität den Preis der Edelmetalle noch erheblich höher treiben. Ewig könne es bei ZIRP nicht bleiben, schon jetzt lasse sich ausrechnen, wann das US-Budget mit USD 1 Billion Soll-Zinsen jährlich belastet werde.
Auch wenn die FED erst in einem halben Jahr beginnen werde, die Leitzinsen langsam und vorsichtig zu erhöhen, würden Festverzinsliche mit mittleren und längeren Laufzeiten kursgefährdet bleiben. Das Überschuldungsproblem lasse sich nicht von allein lösen. (Ausgabe vom 11.12.2014) (12.12.2014/alc/a/a)
Seit Beginn des laufenden Fiskaljahres am 01.10.2014 seien sie jeden Tag durchschnittlich um USD 2,08 Mrd. gestiegen. Auf jeden privaten Haushalt würden damit USD 124.275 entfallen. Ende 2008 seien es noch USD 81.984 gewesen. Das sei ein Anstieg in wenigen Jahren um über 50%. Hinzu kämen noch Hypotheken, Autoraten, Studiendarlehen, Kreditkarten, usw. Im März 2015 werde eine neue Schuldenobergrenze verhandelt.
Ende 2014 zeige sich, dass die Verschuldungskrise in den USA keineswegs überwunden sei. Bei einem Anstieg auf USD 22 Billionen bis Ende 2015 und weiter auf USD 30 Billionen bis 2020 dürfte das Misstrauen in die Finanzstabilität den Preis der Edelmetalle noch erheblich höher treiben. Ewig könne es bei ZIRP nicht bleiben, schon jetzt lasse sich ausrechnen, wann das US-Budget mit USD 1 Billion Soll-Zinsen jährlich belastet werde.
Auch wenn die FED erst in einem halben Jahr beginnen werde, die Leitzinsen langsam und vorsichtig zu erhöhen, würden Festverzinsliche mit mittleren und längeren Laufzeiten kursgefährdet bleiben. Das Überschuldungsproblem lasse sich nicht von allein lösen. (Ausgabe vom 11.12.2014) (12.12.2014/alc/a/a)


