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US-Geldpolitik: Das FOMC belässt Leitzins bei 3,75%
29.01.26 12:50
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die gestrige Sitzung des Federal Open Market Committee der Federal Reserve hatte zunächst keine Überraschungen zum Ergebnis, so die Analysten der Nord LB.
Mit 3,75% sei die Fed Funds Target Rate der USA demnach unangetastet geblieben. Lediglich zwei Personen hätten für Zinssenkungen votiert, darunter die beiden auf der Shortlist des US-Präsidenten für die Powell-Nachfolge stehenden Kandidaten Waller und Miran. Beide hätten dem FOMC-Statement zufolge für eine Senkung um 25 Basispunkte gestimmt. Powells Amtszeit als Vorsitzender ende offiziell Mitte Mai, er hätte aber grundsätzlich die Möglichkeit, auch weiterhin im Board of Governors zu verbleiben und die geldpolitischen Entscheidungen mitzugestalten. Auf die nun zum vierten Mal gestellte Frage, ob er die Fed verlassen würde, sobald der Nachfolger für den Chair das Amt übernommen habe, sei er in gewohnter Manier nicht weiter eingegangen.
Wie auch immer geartete Zugeständnisse in Richtung der US-Administration, dass Powell frühzeitig aus dem Dienste der Fed ausscheide, könnten bereits als Störsignal in Bezug auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank gewertet werden. Powell sei zuletzt juristisch unter Druck geraten und habe sich – ungewöhnlich offensiv – in einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit gewandt. Gestern habe er natürlich mit den ökonomischen Daten argumentiert, welche die Mehrheit des FOMC auch dazu bewogen hätten, nicht an der Zinsschraube zu drehen. Einerseits habe sich die Konjunktur in den USA am aktuellen Rand überraschend positiv entwickelt, wobei sich der Arbeitsmarkt zuletzt etwas uneindeutiger präsentiert habe. Die Inflation gehe grundsätzlich in die richtige Richtung, was Zinssenkungen perspektivisch weiterhin möglich machen sollte. Wahr sei aber auch, dass der Realzins durchaus restriktiv ausgerichtet sei und es noch Spielraum geben sollte, diese Restriktionen perspektivisch zu lockern. Wichtige Teile der US-Ökonomie, insbesondere der Immobilienmarkt, würden fast schon sehnsüchtig auf eine Senkung des Zinsniveaus warten.
Die Märkte hätten auf die gestrigen Entscheidungen aus Washington kaum reagiert, die geldpolitische Strategie sei bereits weitgehend eingepreist worden. Der USD sei dahingegen im Vorfeld vor allem von Spekulationen in Bezug auf eine Devisenmarktintervention beim Japanischen Yen getrieben worden, ausgelöst durch den sogenannten "Rate Check" vom vergangenen Freitag. Was die Devisenhändler noch weiter "pikste", dürfte vor allem eine Bemerkung Donald Trumps gewesen sein. Am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa habe er sich von den Wechselkursen unbeeindruckt oder gar fast schon positiv angetan gezeigt. Ein schwacher Dollar sei schließlich gut für das Exportgeschäft, so Trump. Zeitweise sei in der Folge die Marke von USD 1,20 je EUR überschritten worden, im folgenden Tagesverlauf habe der Dollar aber wieder erstarkt und für eine kurze Weile sogar die Marke von 1,19 unterschritten! Was Trump in Bezug auf die Anleihemärkte nach dem "Liberation Day" gesagt habe, möge nun sinngemäß auch auf den Devisenmarkt zutreffen: "The market got a little bit yippy".
Die gestrige FOMC-Sitzung habe keine Überraschungen geboten, wonach die Fed Funds Target Rate auf dem Niveau von 3,75% belassen worden sei. Von Miran und Waller habe es den Impuls gegeben, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken, die übrigen Entscheidungsträger sähen aktuell aber keinen Anpassungsbedarf. Die Märkte hätten sich in der Folge kaum bewegt, die Meldung sei also weitgehend eingepreist gewesen. Die ökonomischen Fundamentaldaten würden allerdings die Lesart zulassen, dass Zinssenkungen perspektivisch weiterhin möglich seien. Nicht zuletzt dem US-Immobilienmarkt würde ein niedrigeres Zinsniveau sehr helfen. (29.01.2026/alc/a/a)
Mit 3,75% sei die Fed Funds Target Rate der USA demnach unangetastet geblieben. Lediglich zwei Personen hätten für Zinssenkungen votiert, darunter die beiden auf der Shortlist des US-Präsidenten für die Powell-Nachfolge stehenden Kandidaten Waller und Miran. Beide hätten dem FOMC-Statement zufolge für eine Senkung um 25 Basispunkte gestimmt. Powells Amtszeit als Vorsitzender ende offiziell Mitte Mai, er hätte aber grundsätzlich die Möglichkeit, auch weiterhin im Board of Governors zu verbleiben und die geldpolitischen Entscheidungen mitzugestalten. Auf die nun zum vierten Mal gestellte Frage, ob er die Fed verlassen würde, sobald der Nachfolger für den Chair das Amt übernommen habe, sei er in gewohnter Manier nicht weiter eingegangen.
Die Märkte hätten auf die gestrigen Entscheidungen aus Washington kaum reagiert, die geldpolitische Strategie sei bereits weitgehend eingepreist worden. Der USD sei dahingegen im Vorfeld vor allem von Spekulationen in Bezug auf eine Devisenmarktintervention beim Japanischen Yen getrieben worden, ausgelöst durch den sogenannten "Rate Check" vom vergangenen Freitag. Was die Devisenhändler noch weiter "pikste", dürfte vor allem eine Bemerkung Donald Trumps gewesen sein. Am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa habe er sich von den Wechselkursen unbeeindruckt oder gar fast schon positiv angetan gezeigt. Ein schwacher Dollar sei schließlich gut für das Exportgeschäft, so Trump. Zeitweise sei in der Folge die Marke von USD 1,20 je EUR überschritten worden, im folgenden Tagesverlauf habe der Dollar aber wieder erstarkt und für eine kurze Weile sogar die Marke von 1,19 unterschritten! Was Trump in Bezug auf die Anleihemärkte nach dem "Liberation Day" gesagt habe, möge nun sinngemäß auch auf den Devisenmarkt zutreffen: "The market got a little bit yippy".
Die gestrige FOMC-Sitzung habe keine Überraschungen geboten, wonach die Fed Funds Target Rate auf dem Niveau von 3,75% belassen worden sei. Von Miran und Waller habe es den Impuls gegeben, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken, die übrigen Entscheidungsträger sähen aktuell aber keinen Anpassungsbedarf. Die Märkte hätten sich in der Folge kaum bewegt, die Meldung sei also weitgehend eingepreist gewesen. Die ökonomischen Fundamentaldaten würden allerdings die Lesart zulassen, dass Zinssenkungen perspektivisch weiterhin möglich seien. Nicht zuletzt dem US-Immobilienmarkt würde ein niedrigeres Zinsniveau sehr helfen. (29.01.2026/alc/a/a)
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