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US-High-Yield-Anleihen und TIPS gegenüber US-Schatzanleihen favorisiert


08.03.16 09:10
Franklin Templeton

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den USA bevorzugen wir US-Schatzpapiere (TIPS) gegenüber US-Schatzanleihen auf der Grundlage der relativen Bewertungen und unserer Erwartung einer weiteren Verbesserung des US-Arbeitsmarkts, so die Experten von Franklin Templeton.

Während die Inflation in den USA nach wie vor niedriger sei als der Zielwert der FED (2%), dürften die Auswirkungen des anhaltenden Ölpreisrückgangs in den kommenden Monaten allmählich abklingen. Zudem könnte das Lohnwachstum im ersten Quartal 2016 höher ausfallen, da der Arbeitsmarkt enger werde. Die Verbesserung der Verbraucherpreisinflation im Februar gegenüber dem Vorjahr habe über den allgemeinen Konsenserwartungen gelegen. Die Arbeitslosenquote sei nach den zuletzt verfügbaren Daten bis Januar 2016 auf 4,9% gefallen, und die Lücke zwischen diesem Wert und der Einschätzung des Congressional Budget Office für die inflationsstabile Arbeitslosenquote (NAIRU) scheine sich geschlossen zu haben. Mögliche Risiken seien ein enttäuschendes Wachstum, internationale Entwicklungen, die Auswirkungen der Ölpreise und des US-Dollar auf die Inflation sowie anhaltende Überkapazitäten am Arbeitsmarkt, die die Lohnzuwächse bremsen könnten.

Aufgrund der attraktiveren Renditespreads würden die Experten High-Yield-Anleihen gegenüber US-Schatzanleihen bevorzugen. Trotz der erhöhten Volatilität am Hochzinsmarkt im Kalenderjahr 2015 und Anfang 2016 vor dem Hintergrund rückläufiger Rohstoffpreise und der Sorgen der Anleger um die Liquidität in diesem Marktsegment hätten sich die Zinslastquoten in den USA aufgrund niedrigerer Kreditkosten in den letzten Jahren allgemein verbessert. Sie seien weiterhin überzeugt, dass die Bewertungen am US-High-Yield-Markt attraktive langfristige Wertpotenziale böten. Energieunternehmen seien moderat am High-Yield-Markt vertreten, was das Performancepotenzial belasten könnte - vor allem, wenn die Energiepreise für längere Zeit niedrig bleiben würden. Zudem habe sich das US-Wachstum in den letzten Monaten verlangsamt, was zu einer Ausweitung der Spreads bei High-Yield-Anleihen führen könnte. Die jüngsten Herabstufungen von High-Yield-Anleihen könnten eine Zunahme der Ausfälle bedeuten. (Ausgabe vom 03.03.2016) (08.03.2016/alc/a/a)