Erweiterte Funktionen
US-Notenbank belässt Leitzins bei 0% bis 0,25%
18.12.14 09:48
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank hat auf ihrer gestrigen Sitzung die Zielgröße für ihren Leitzins bei 0% bis 0,25% belassen, berichten die Analysten von Postbank Research.
In dem Pressestatement zur FOMC-Entscheidung sei die Formulierung, die Zinssätze noch beträchtliche Zeit niedrig zu lassen, aufgegeben und durch die Formulierung ersetzt worden, dass sie mit dem Start der Normalisierung der Geldpolitik geduldig sein könne. Dies erinnere an die Greenspan-Ära des Jahres 2004. Auch damals sei im Januar "beträchtlicher Zeitraum" durch "geduldig sein" ausgetauscht worden. Im Mai sei dann auch dieser Hinweis gefallen und im Juni die erste Zinserhöhung erfolgt.
Allerdings sei die FED heute zwischen einerseits gutem Arbeitsmarkt und starkem Konsum sowie andererseits durch US-Dollar-Stärke und niedriger Inflation gefangen. Auch wenn die FED also kurzfristig etwas hawkishere Töne anstimme, könnte sie sich vor allem in Abhängigkeit von der Preisentwicklung später wieder dovisher geben. Die Änderung der Wortwahl sei damit kein klarer Hinweis, dass die FED beabsichtige, den Leitzins früher anzuheben als bislang erwartet worden sei.
Die Verbraucherpreise in den USA hätten im November stärker nachgegeben als erwartet. Sie seien um 0,3% gegenüber dem Vormonat gesunken. Sehr kräftig sei der Preisrückgang der Energiekomponente gewesen (-3,8%). Es sei bereits der fünfte in Folge gewesen. Darüber hinaus habe eine recht deutliche Vergünstigung der Güterpreise (-1,0%) ins Auge gestochen, die immerhin für knapp 40% der US-Verbraucherpreise verantwortlich zeichnen würden. Derweil habe sich bei den Dienstleistungspreisen der Aufwärtstrend fortgesetzt (+0,2%). Die Inflationsrate habe von 1,7% auf 1,3% nachgegeben, die Kerninflationsrate leicht von 1,8% auf 1,7%. Damit bleibe die Teuerung in den USA sehr moderat.
Heute stehe der ifo-Geschäftsklimaindex zur Veröffentlichung an. Dieser habe bereits im November überraschenderweise zugelegt. Für Dezember rechnen die Analysten von Postbank Research mit einem neuerlichen, wenn auch nur leichten Anstieg von 104,7 auf 105,0 Punkte, der sowohl von den Geschäftserwartungen als auch von der Einschätzung der aktuellen Lage getragen werden sollte.
Auch in den USA stehe mit dem Philadelphia FED-Index ein viel beachtetes Stimmungsbarometer aus der Industrie auf der Agenda. Zumal dieser Index im November mit einem fulminanten Anstieg und einem mehrjährigen Hoch habe überzeugen können. Allerdings dürfte es im Dezember zu einer negativen Gegenbewegung kommen. (18.12.2014/alc/a/a)
In dem Pressestatement zur FOMC-Entscheidung sei die Formulierung, die Zinssätze noch beträchtliche Zeit niedrig zu lassen, aufgegeben und durch die Formulierung ersetzt worden, dass sie mit dem Start der Normalisierung der Geldpolitik geduldig sein könne. Dies erinnere an die Greenspan-Ära des Jahres 2004. Auch damals sei im Januar "beträchtlicher Zeitraum" durch "geduldig sein" ausgetauscht worden. Im Mai sei dann auch dieser Hinweis gefallen und im Juni die erste Zinserhöhung erfolgt.
Die Verbraucherpreise in den USA hätten im November stärker nachgegeben als erwartet. Sie seien um 0,3% gegenüber dem Vormonat gesunken. Sehr kräftig sei der Preisrückgang der Energiekomponente gewesen (-3,8%). Es sei bereits der fünfte in Folge gewesen. Darüber hinaus habe eine recht deutliche Vergünstigung der Güterpreise (-1,0%) ins Auge gestochen, die immerhin für knapp 40% der US-Verbraucherpreise verantwortlich zeichnen würden. Derweil habe sich bei den Dienstleistungspreisen der Aufwärtstrend fortgesetzt (+0,2%). Die Inflationsrate habe von 1,7% auf 1,3% nachgegeben, die Kerninflationsrate leicht von 1,8% auf 1,7%. Damit bleibe die Teuerung in den USA sehr moderat.
Heute stehe der ifo-Geschäftsklimaindex zur Veröffentlichung an. Dieser habe bereits im November überraschenderweise zugelegt. Für Dezember rechnen die Analysten von Postbank Research mit einem neuerlichen, wenn auch nur leichten Anstieg von 104,7 auf 105,0 Punkte, der sowohl von den Geschäftserwartungen als auch von der Einschätzung der aktuellen Lage getragen werden sollte.
Auch in den USA stehe mit dem Philadelphia FED-Index ein viel beachtetes Stimmungsbarometer aus der Industrie auf der Agenda. Zumal dieser Index im November mit einem fulminanten Anstieg und einem mehrjährigen Hoch habe überzeugen können. Allerdings dürfte es im Dezember zu einer negativen Gegenbewegung kommen. (18.12.2014/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


