Erweiterte Funktionen
US-Zinswende erneut aufgeschoben, aber nicht aufgehoben?
09.10.15 10:02
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Der US-Arbeitsmarkt schwächelt aktuell und liegt unter den Erwartungen der US-Notenbank, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Werde die Arbeitslosenquote noch im laufenden Jahr unter die 5%-Marke fallen? Irritierend für die Marktteilnehmer habe die abermals zögerliche Haltung der FED gewirkt, im September die Zinsen - zunächst kosmetisch um lediglich einen Viertel Prozentpunkt - zu erhöhen. Zwar hätten die anhaltenden Irritationen aus China und die Reaktionen der globalen Aktienmärkte diese FED-Entscheidung sehr knapp werden lassen. Allerdings hätten die FOMC-Mitglieder im Vorfeld die Bedeutung der Ereignisse in Fernost eher kleingeredet.
Auch die zuletzt getroffene Aussage "Das präzise Timing der Zinswende ist weniger wichtig als die Dauer und der Umfang des folgenden Straffungszyklus" habe darauf hingedeutet, dass die Mehrheit der Geldpolitiker den ersten Zinsschritt hinter sich bringen möchte. Eine "Zinswende 2015" bleibe somit weiterhin auf der Agenda. Die Experten würden nicht mehr mit der ersten Zinserhöhung auf der FOMC-Sitzung Mitte Dezember rechnen. Setze die FED ihren derzeit geplanten Kurs um, werde ein neutrales Zinsniveau erst auf Sicht mehrerer Jahre erreicht. Ob dies der konjunkturellen Lage ausreichend Rechnung tragen werde, bleibe abzuwarten.
Zuletzt hätten 2-jährige deutsche Staatsanleihen mit -0,27% weiterhin im negativen Terrain rentiert, ihre US-Pendants würden 0,59% einbringen. 10-jährige Bunds würden weiter deutlich unterhalb der 1-Prozent-Marke bleiben und eine Rendite von 0,54% abwerfen. US-Bonds mit 10-jähriger Laufzeit würden 2,05% einbringen. Auf Sicht der kommenden Wochen und Monate würden die Experten eine leichte Versteilerung der Zinskurve erwarten. (Ausgabe Oktober 2015) (09.10.2015/alc/a/a)
Werde die Arbeitslosenquote noch im laufenden Jahr unter die 5%-Marke fallen? Irritierend für die Marktteilnehmer habe die abermals zögerliche Haltung der FED gewirkt, im September die Zinsen - zunächst kosmetisch um lediglich einen Viertel Prozentpunkt - zu erhöhen. Zwar hätten die anhaltenden Irritationen aus China und die Reaktionen der globalen Aktienmärkte diese FED-Entscheidung sehr knapp werden lassen. Allerdings hätten die FOMC-Mitglieder im Vorfeld die Bedeutung der Ereignisse in Fernost eher kleingeredet.
Auch die zuletzt getroffene Aussage "Das präzise Timing der Zinswende ist weniger wichtig als die Dauer und der Umfang des folgenden Straffungszyklus" habe darauf hingedeutet, dass die Mehrheit der Geldpolitiker den ersten Zinsschritt hinter sich bringen möchte. Eine "Zinswende 2015" bleibe somit weiterhin auf der Agenda. Die Experten würden nicht mehr mit der ersten Zinserhöhung auf der FOMC-Sitzung Mitte Dezember rechnen. Setze die FED ihren derzeit geplanten Kurs um, werde ein neutrales Zinsniveau erst auf Sicht mehrerer Jahre erreicht. Ob dies der konjunkturellen Lage ausreichend Rechnung tragen werde, bleibe abzuwarten.
Zuletzt hätten 2-jährige deutsche Staatsanleihen mit -0,27% weiterhin im negativen Terrain rentiert, ihre US-Pendants würden 0,59% einbringen. 10-jährige Bunds würden weiter deutlich unterhalb der 1-Prozent-Marke bleiben und eine Rendite von 0,54% abwerfen. US-Bonds mit 10-jähriger Laufzeit würden 2,05% einbringen. Auf Sicht der kommenden Wochen und Monate würden die Experten eine leichte Versteilerung der Zinskurve erwarten. (Ausgabe Oktober 2015) (09.10.2015/alc/a/a)


