Ungarische Leitzinsen um 1,00% erhöht


27.07.22 10:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Um die ausufernde Inflation in den Griff zu bekommen wurden nach zwei kräftigen Zinserhöhungen Ende Juni (1,85%) und Anfang Juli (2,00%) gestern erneut die ungarischen Leitzinsen um 1,00% erhöht, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Bei einer Inflationsrate von 11,70% sollten die auf 10,75% gestiegenen Leitzinsen preisdämpfend wirken. Mit den starken Zinsanhebungen möchte die Notenbank den EUR/HUF (Ungarischer Forint)-Kurs wieder auf ein tieferes Niveau bringen. Kurswerte von EUR/HUF 415, wie Anfang Juli erreicht, würden die Importe verteuern und seien somit ein Inflationstreiber.

Die Alleingänge von Premier Orban - gegen die EU Linie - in Bezug auf den Russland/Ukraine Konflikt seien alles andere als hilfreich für den Forint. Dazu komme ein EU-Verfahren gegen den ungarischen Bruch der Rechtsstaatlichkeit, das zu einer Kürzung der EU-Förderungen führen könne. Trotz interessanter HUF-Zinsen sei das Erholungspotenzial beim HUF begrenzt. Für eine Trendumkehr wären zumindest anhaltende Kurse unter 395 nötig. (27.07.2022/alc/a/a)




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