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Ungarn: Erneute Leitzinssenkung
25.05.16 09:43
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die ungarische Nationalbank (MNB) hat - wie im Vorfeld allgemein erwartet - die Schlüsselrate erneut um 15 BP auf jetzt nur noch 0,90% zurückgenommen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Der Einlagenzins sei bei -0,05% belassen worden. In dem seit August 2012 andauernden Zinssenkungszyklus sei damit ein neues Rekordtief erreicht worden. Bereits auf den vergangenen drei Sitzungen des geldpolitischen Gremiums hätten sich die Währungshüter zu Zinssenkungen im Umfang von jeweils 15 BP entschlossen. Während die MNB seit Juli 2015 vor allem auf unkonventionelle monetäre Maßnahmen gesetzt habe, sei zum Jahresbeginn mit den beschlossenen Zinssenkungen im Monatstakt die Rückkehr zur klassischen Geldpolitik gefolgt.
Die Währungshüter hätten ihre aktuelle Entscheidung mit der schleppenden Erholung der ungarischen Wirtschaft begründet. Auch inflationäre Tendenzen seien kaum vorhanden, da die mit dem nur moderaten Wirtschaftswachstum verbundene relativ geringe Kapazitätsauslastung disinflationär wirke.
Nichtsdestotrotz seien die Konsumentenpreise im April um 0,8% gg. Vm. gestiegen und hätten 0,2% über dem Vorjahreswert gelegen. Diese Rate liege, gleichermaßen wie die von der Zentralbank bis 2017 prognostizierten Inflationswerte, indes weit unterhalb des Inflationsziels von 3%. Erst in der 1. Jahreshälfte 2018 könnte der allgemeine Preisauftrieb nach Ansicht der MNB über 3% liegen. Daher werde die Zentralbank nach eigener Aussage die Base Rate für einen längeren Zeitraum auf dem jetzigen Niveau belassen.
Eine weiter sinkende Arbeitslosigkeit - die Arbeitslosenquote habe im März mit 6,0% auf dem niedrigsten Stand seit August 2004 gelegen - dürfte in Kombination mit steigenden Reallöhnen den Konsum beflügeln. Auch die Exporte dürften sich weiter gut entwickeln, sodass die ungarische Wirtschaft im Jahresverlauf wieder langsam an Fahrt gewinnen sollte.
Für das Gesamtjahr 2016 würden die Analysten mit einem BIP-Plus von 2,4% rechnen (2015: 2,9%). Da perspektivisch auch die Inflation mit Blick auf die zuletzt wieder gestiegenen Ölpreise leicht anziehen dürfte, werde der Zinssenkungszyklus im Sommer wohl ein vorläufiges Ende finden. Die Analysten würden bis dahin noch mit einer weiteren Senkung der Schlüsselrate auf dann 0,75% rechnen. (25.05.2016/alc/a/a)
Der Einlagenzins sei bei -0,05% belassen worden. In dem seit August 2012 andauernden Zinssenkungszyklus sei damit ein neues Rekordtief erreicht worden. Bereits auf den vergangenen drei Sitzungen des geldpolitischen Gremiums hätten sich die Währungshüter zu Zinssenkungen im Umfang von jeweils 15 BP entschlossen. Während die MNB seit Juli 2015 vor allem auf unkonventionelle monetäre Maßnahmen gesetzt habe, sei zum Jahresbeginn mit den beschlossenen Zinssenkungen im Monatstakt die Rückkehr zur klassischen Geldpolitik gefolgt.
Nichtsdestotrotz seien die Konsumentenpreise im April um 0,8% gg. Vm. gestiegen und hätten 0,2% über dem Vorjahreswert gelegen. Diese Rate liege, gleichermaßen wie die von der Zentralbank bis 2017 prognostizierten Inflationswerte, indes weit unterhalb des Inflationsziels von 3%. Erst in der 1. Jahreshälfte 2018 könnte der allgemeine Preisauftrieb nach Ansicht der MNB über 3% liegen. Daher werde die Zentralbank nach eigener Aussage die Base Rate für einen längeren Zeitraum auf dem jetzigen Niveau belassen.
Eine weiter sinkende Arbeitslosigkeit - die Arbeitslosenquote habe im März mit 6,0% auf dem niedrigsten Stand seit August 2004 gelegen - dürfte in Kombination mit steigenden Reallöhnen den Konsum beflügeln. Auch die Exporte dürften sich weiter gut entwickeln, sodass die ungarische Wirtschaft im Jahresverlauf wieder langsam an Fahrt gewinnen sollte.
Für das Gesamtjahr 2016 würden die Analysten mit einem BIP-Plus von 2,4% rechnen (2015: 2,9%). Da perspektivisch auch die Inflation mit Blick auf die zuletzt wieder gestiegenen Ölpreise leicht anziehen dürfte, werde der Zinssenkungszyklus im Sommer wohl ein vorläufiges Ende finden. Die Analysten würden bis dahin noch mit einer weiteren Senkung der Schlüsselrate auf dann 0,75% rechnen. (25.05.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


